4. Organisationale Verankerung

Die Hochschule legt dar, wie Aspekte der Nachhaltigkeit in die Tätigkeiten der gesamten Hochschule inklusive ihrer nachgelagerten Organisationseinheiten integriert werden und welche Maßnahmen sie ergreift, um Nachhaltigkeit in der gesamten Hochschule zu verankern sowie die Integration von Nachhaltigkeit kontinuierlich zu stärken und zu verbessern.

Kohärenz

Unser Name ist Programm. Als Hochschule für nachhaltige Entwicklung ist es für uns selbstverständlich, das Thema Nachhaltigkeit in allen Studiengängen curricular zu verankern. Ein fachbereichsübergreifendes und besonders vom Engagement der Studierenden getragenes, methodisch und inhaltlich nachhaltiges Lehr- und Lernformat stellen unsere Projektwerkstätten dar. Studierende haben die Möglichkeit, ihren Fokus auf bestimmte Nachhaltigkeitsthemen zu richten und daran selbständig in der Projektwerkstatt zu arbeiten und zu forschen.

Unsere interne Evaluierung führen wir mit Hilfe des Campus Managementsystems EMMA durch. Ein standardisierter Fragebogen, der in Teilen auch individualisiert werden kann, bildet die Basis für das Feedback von Studierenden.

Das Thema Nachhaltigkeit ist intensiv in unsere Forschungstätigkeit involviert. Unsere Forschungsschwerpunkte „Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes“ und „Nachhaltige Gewinnung, Verarbeitung und verfahrenstechnische Gestaltung von Werkstoffen und Produkten auf Naturstoffbasis“ verdeutlichen dies.

Der Vorbild- und Multiplikationswirkung als nachhaltige Hochschule sind wir uns bewusst. Über ein strukturiertes Nachhaltigkeitsmanagement, welches Bereiche der Verwaltung mit der Lehre und dem Betrieb verbindet, gestalten wir die Lebenswelt Hochschule nachhaltig. Unser Umweltmanagementsystem haben wir nach EMAS aufgebaut, es wird regelmäßig validiert. Die Bewirtschaftung von Liegenschaften und Gebäuden erfolgt in umweltgerechten Routinen. Dazu gehört auch der Einkauf entsprechend unserer Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung, welche mit Präsidiumsbeschluss verabschiedet wurde und für sämtliche Beschaffungsprozesse an der HNEE Gültigkeit hat.

Zudem werden die Aufträge, gemäß dem Brandenburgischen Vergabegesetz, nur an Firmen vergeben, die für die Lieferung/ Leistung an die eingesetzten Beschäftigten ein Arbeitnehmerbruttoentgelt von derzeit mindestens 8,50 € je Arbeitsstunde bezahlen. Die unterschriebene Erklärung ist durch die Firmen bereits mit der Abgabe des Angebotes zwingend abzugeben. Bei einer Lieferleistung gilt dies für die mit der Anlieferung zusammenhängenden Leistungen, insbesondere Transport, Aufstellung, Montage und Einweisung zur Benutzung.

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 in Kap. 2 „Nachhaltigkeit in der Lehre“, in Kap.3 „Zukunftsfähige Wissenschaft“ und in Kap. 4 „Umweltgerechter Hochschulbetrieb“ zu finden.