4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

NWB Wertschöpfungskette

NWB setzt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette seiner Geschäftstätigkeit für hohe ökologische, ökonomische und soziale Standards ein. Die Wertschöpfungskette des Verlages teilt sich in verschiedene Kernbereiche auf (siehe Abbildung). Unterstützt werden unsere Kernbereiche durch die Servicebereiche z. B. Kundenservice, IT, Marketing.

Der Großteil unserer Wertschöpfung findet verlagsintern statt. Der Druck sowie der Versand unserer Publikationen und die Datenerfassung für unsere medienneutralen Beiträge werden extern an Dienstleister delegiert. Rund 95 % der NWB-Lieferanten sind Unternehmen aus Deutschland, von denen lokale Dienstleister, insbesondere Handwerksunternehmen, den bedeutendsten Teil der Lieferkette ausmachen.
Die anderen 5 % haben ihren Sitz in Indien und Italien. Mit einem Großteil unserer Auftragnehmer pflegen wir Rahmenverträge, die die Basis für eine beiderseitig verlässliche und verbindliche Zusammenarbeit gründen. Über die in 2018 eingeführten Einkaufsbedingungen mit einem Passus zur "Unternehmensverantwortung" adressieren wir Nachhaltigkeit prominent in der Kommunikation mit unseren Geschäftspartnern. Zusätzlich ist der Nachhaltigkeitsbericht sowie die nachhaltigkeitsbezogenen Informationen auf der NWB Webseite für Geschäftspartner zugänglich, sodass diese sich über das Thema "Nachhaltigkeit bei NWB" entsprechend informieren können.


Herausforderungen entlang der Wertschöpfung:

LEKTORAT UND REDAKTION:

Unsere rund 800 NWB Autoren sind ein existenzieller Bestandteil unserer Wertschöpfungskette. In der Zusammenarbeit mit diesen achten wir daher auf faire Verträge und eine effiziente sowie kooperative Zusammenarbeit. Das Lektorat und die Redaktion hingegen werden durch unsere Verlagsmitarbeiter geleistet. Die besondere Herausforderung hier ist die der Mitarbeiterbindung, da sowohl Lektorat als auch Redaktion durch hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewährleisten ist. Hier muss NWB vor allem im „war for talents“ als Arbeitgeber attraktiv genug sein, um entsprechende Fachkräfte an sich zu binden.

HERSTELLUNG UND PRODUKTION:
Bei der Herstellung und Produktion gilt zum einen dieselbe Herausforderung wie beim „Lektorat und Redaktion“ und zum anderen kommt noch die medienneutrale Erfassung von Beiträgen in Indien hinzu, wo vor allem die Einhaltung von sozialen Standards beim Dienstleister zentral ist. Wenn man bei der Produktion bedenkt, dass eine große Datenmenge verarbeitet wird, können ökologische Aspekte wie CO2-Emissionen sowie der Energieverbrauch durch die Server ebenso ins Gewicht fallen.

DRUCK:
Beim Druck der Bücher und Zeitschriften sind die zentralen Herausforderungen vor allem ökologischer Natur, da soziale Standards durch die Dienstleisterstruktur (vorwiegend DE und Europa) und unseren „Allgemeinem Einkaufsbedingungen” mit entsprechendem Passus zur „Unternehmensverantwortung” gewährleistet werden. Zentral sind vor allem die Papiernutzung (v.a. Papierart) und der damit einhergehende Energie- sowie Wasserverbrauch sowie die mögliche Umweltbelastung durch Druckfarben.

VERSAND:
Bei diesem Teil der Wertschöpfung sind die CO2-Emissionen die zentrale Herausforderung, die wir mit einem CO2-neutralen Versand an den Kunden begegnen. Zudem sind einige Logistiker auch für ihre unterdurchschnittlichen sozialen Standards in Verruf geraten, weswegen wir auch hier einen Lieferantenkodex mit entsprechendem Passus zur „Unternehmensverantwortung” einsetzen.

UNTERSTÜTZUNGSFUNKTIONEN (MARKETING, VERTRIEB, KUNDENSERVICE, IT):
Hier gelten dieselben Herausforderungen wie in „Herstellung und Produktion“.