4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Durch unser Kerngeschäft Überflutungsvorsorge, Abwasserreinigung und Gewässerpflege und -verbesserung (s. auch Allgemeine Informationen), aber auch durch weitere Schlüsselaktivitäten wie die Gewinnung von Ressourcen und Energie und die Sensibilisierung der Bevölkerung, schaffen wir Wert in Köln und darüber hinaus. Dies tun wir insbesondere im Hinblick auf die fünf Wirkungsfelder unserer Nachhaltigkeitsstrategie (s. Kriterium 1):



In unserem Engagement beschränken wir uns dabei nicht nur auf unsere eigenen Aktivitäten, sondern beziehen auch die Menschen in der Stadt, unsere Lieferanten und unser gesamtes Netzwerk mit ein.

Zauberwort Sektorenkopplung
Die Zukunft der kommunalen Energiegewinnung liegt für uns in der Sektorenkopplung: Indem wir Strom, Wärme und Mobilität gemeinsam betrachten, eröffnen wir neue Möglichkeiten, um erneuerbare Energien zu gewinnen und an Ort und Stelle zu nutzen. So stellen wir bereits heute Fernwärme für 1.800 Haushalte zur Verfügung und versorgen sechs Schulen mit Abwärme aus unserem Kanal. Diese und weitere Maßnahmen sind in den Kriterien 11 bis 13 dargestellt.

Kund*innen sensibilisieren
Darüber hinaus haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung der Stadt zum Thema Wasser zu sensibilisieren. Unsere Kundengruppen sind vielfältig: Direkte Berührungspunkte haben wir mit Hauseigentümer*innen über ihren Abwasseranschluss. Gewerbebetriebe stehen als Direkteinleiter mit uns in Verbindung. Doch auch wer kein Haus besitzt, nimmt unsere Dienstleistungen in der Stadt in Anspruch, sei es beim Aufenthalt an den von uns gepflegten Gewässern oder durch die Nutzung von multifunktionalen Flächen. Im erweiterten Sinne sind auch Stadtplaner*innen und Entwickler*innen unsere Kunden, denn sie beraten wir im Vorfeld zu wasserwirtschaftlichen Konzepten.

All diesen Personengruppen stehen wir selbstverständlich bei Problemen und Fragen zur Verfügung. Am einfachsten nehmen sie über das Call Center der Stadt Köln mit uns Kontakt auf. Wird dort ein akutes Problem gemeldet, beispielsweise die Funktionsstörung einer Abwasseranlage, der Straßenentwässerung oder ein Problem mit den städtischen Gewässern, dann leiten wir umgehend Maßnahmen ein, um dieses zu beheben. Sonstige Rückmeldungen oder Feedback geben wir an die Fachabteilungen weiter oder lösen die Probleme bilateral gemeinsam mit den Kunden.

Austausch mit unseren Lieferanten
Auch mit unseren Lieferanten kommen wir regelmäßig zu Nachhaltigkeit ins Gespräch. Nachdem wir 2018 unsere zehn wichtigsten Lieferanten seit 2016 gebeten hatten, neben finanziellen auch über ökologische und soziale Kriterien öffentlich zu berichten, passten wir im Berichtsjahr unsere Dienstanweisungen und weitere Unterlagen für die Beschaffung an und verankerten Nachhaltigkeit als grundsätzliche Voraussetzung in unseren Beschaffungsprozessen. Im Rahmen von Ausschreibungen fordern wir nun alle teilnehmenden Lieferanten auf, gewisse Nachhaltigkeitskriterien wie Umweltzertifizierungen oder Ähnliches zu erfüllen, die sich positiv auf die Leistungsvergabe auswirken. Bei der Auswahl von Produkten bevorzugen wir energieeffiziente Systemlösungen oder zertifizierte Produkte aus fairem Handel.