4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Unsere Werte und unsere Qualitäts- und Nachhaltigkeitsansprüche setzen wir nicht nur intern in unserem Managementsystem um, sondern beginnen damit, ganz im Einklang mit den Erkenntnissen aus unserer Wesentlichkeitsanalyse, auf den Feldern unserer Anbaupartner. Am Beispiel unseres Fenchel-Anis-Kümmel-Tees haben wir exemplarisch in einer Grafik den Weg vom Feld ins Regal aufbereitet und stellen unsere Qualitätssicherungsschritte entlang der Wertschöpfungskette dar. In ähnlicher Weise begleiten wir die Produkte hinsichtlich der Umwelt- und Sozialstandards entlang ihres Weges durch unser Einkaufsmanagement in Form unseres Lebensbaum Partnersystems. Dieses baut auf den Kriterien unserer Unternehmenspolitik auf und orientiert sich an international maßgeblichen Standards. Wir setzen auf Einkauf im Ursprung und auf langfristige, partnerschaftliche Beziehungen mit unseren Lieferanten. Außerdem ist die konsequente Förderung und Ausweitung eines sozial verantwortungsvollen, ökologischen Landbaus wesentliche Grundlage unseres unternehmerischen Handelns.

Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten begreifen wir als kontinuierlichen Abstimmungs- und Verbesserungsprozess. Regelmäßig führen unsere Einkäufer und Qualitätsverantwortlichen Audits vor Ort durch. Jährlich bewerten nicht nur der Einkauf, sondern auch die Abteilungen Qualität und Forschung & Entwicklung die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Anschließend legen wir, wenn nötig, gemeinsam mit unseren Lieferanten Verbesserungsziele fest. Diese enge Verzahnung auf mehreren Ebenen ist die Essenz unserer Qualitätspartnerschaften.

Über Qualität hinaus steht unser Lebensbaum Partnersystem für transparente Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette. Dafür wurde das System mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2014 mit dem CSR-Preis der Bundesregierung. Seit 2015 haben wir unser System signifikant weiterentwickelt und in 2017 als Pilotunternehmen die neue Zertifizierung "Sozial, Nachhaltig, Fair" der Kiwa International Cert bei uns eingeführt. Dadurch lassen wir Nachhaltigkeit insbesondere auch mit Blick auf die sozialen Aspekte an unseren Standorten und in unserem Lieferkettenmanagement jährlich extern prüfen. Wir selbst prüfen bei Anbaupartnern aus Risikoländern*, ob zusätzlich zur Bio-Zertifizierung und dem dokumentierten Einverständnis mit unseren Handlungsgrundsätzen (Code of Conduct) weitere Nachweise über die Einhaltung anerkannter Arbeits- und Sozialstandards vorliegen, z. B. durch eine Fairtrade-, Naturland- oder SA 8000-Zertifizierung. Wenn nicht, beauftragen und finanzieren wir bei Naturland die Durchführung eines Umwelt- und Sozialaudits bei dem entsprechenden Lieferanten gemäß der Anforderungen unseres Partnersystems. Das Audit wird im Abstand von drei Jahren wiederholt.
Von den 4.379 Tonnen Rohwaren, die wir in 2017 bezogen haben, erfüllen 95 Prozent diese erweiterten Anforderungen erfüllt. Diesen Anteil wollen wir auch zukünftig mindestens auf diesem Niveau halten.

*Ländereinstufung gemäß der Risikoländerliste der BSCI (Business Social Compliance Initiative)