4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Insbesondere als Händler für Food- und Non-Food-Produkte hat die REWE Group weitverzweigte Lieferketten. Die im Verhaltenskodex und in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften dokumentierten Werte sind auch für die Geschäftsbeziehungen maßgeblich. Die Leitlinie gliedert sich in die drei Hauptkapitel Verantwortungsbewusstes Handeln, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umwelt- und Tierschutz. Darunter konkretisieren 16 Unterkapitel Themen wie das generelle Korruptionsverbot, Fairness im Wettbewerb, das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, Diskriminierungsverbote oder Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Klima-, Ressourcen- und Tierschutz, das Bekenntnis zu Artenschutz und Biodiversität sowie die Verantwortung für Verbraucherinteressen.
Diese Werte gelten für alle Mitarbeiter der REWE Group ebenso wie für den Vorstand und den Aufsichtsrat. Sie orientieren sich unter anderem an der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact sowie den Zielen des UN-Übereinkommens zum Schutz der biologischen Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD).
Die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften gilt auch für alle Geschäftspartner der REWE Group. Sollte ein Vertragspartner diese vorsätzlich oder grob fahrlässig missachten, behält sich die REWE Group ausdrücklich Sanktionen vor. Ziel ist es, gemeinsam mit den Vertragslieferanten den Unternehmensgrundsatz „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln nachhaltig“ auf die gesamte Lieferkette auszudehnen.
Die REWE Group legt ihren Aktivitäten einen risikobasierten Ansatz zugrunde und achtet darauf, dass Produktionsstätten in Risikoländern, von denen sie Ware bezieht, sozial auditiert sind. Anerkannte Sozialstandards sind der Standard der Business Social Compliance Initiative (BSCI), der SA8000-Standard und der Standard des International Council of Toy Industries (ICTI).
Darüber hinaus hat die REWE Group basierend auf der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften einen Lieferantenfragebogen entwickelt, mit dem sie ihre Lieferanten unterstützen möchte, die Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in ihren Unternehmen einzuschätzen und weiterzuentwickeln.
Auch mit ihrem PRO PLANET-Label und konkreten PRO PLANET-Projekten setzt sich die REWE Group für mehr Nachhaltigkeit in Produktion und Vergütung ein. Im PRO PLANET-Prozess werden mit der sogenannten Hot Spot-Analyse nachteilige ökologische und soziale Auswirkungen im Lebenszyklus identifiziert. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen ausgewählt, die dann einer Machbarkeitsabschätzung unterzogen und anschließend umgesetzt werden. Mehr Informationen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 unter PRO PLANET.

In ihrem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht bietet die REWE Group Einblicke in die Lieferkette ausgewählter Food- und Non-Food-Produkte, die für wesentliche Herausforderungen in den Lieferketten der unterschiedlichen Produkte im Sortiment der REWE Group stehen (siehe hier).