4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Durch die Involvierung vieler Akteure ist unsere Wertschöpfungskette sehr komplex. Nach der Design- und Konzeptionsphase arbeiten wir weltweit mit Lieferanten und Produktionsstätten zusammen, um unsere Konzepte zu realisieren. Nach der Fertigstellung werden unsere Retail-Kampagnen international platziert, um in den Geschäften unserer Kunden für einen definierten Zeitraum die Kundenansprache zu fördern. Danach erfolgt in aller Regel die Entsorgung der Kampagnen.

Bereits durch das Design werden viele Parameter festgelegt, die Auswirkungen auf spätere Lebenszyklusphasen (beispielsweise verwendete Materialien, die Verpackung oder den Transport) haben. Um unseren eigenen Ansprüchen und den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden, arbeiten wir in der Umsetzungsphase intensiv mit einem breiten Lieferantennetzwerk zusammen. Der Großteil unserer Materiallieferanten und Produzenten kommt aus Deutschland bzw. der EU. Bei ihnen achten wir stark auf Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und die Einhaltung von Umweltvorgaben. Viele unserer Lieferanten sind bereits nach der ISO 9001 und der ISO 14001 zertifiziert. Viele unserer Lieferanten können bereits FSC- oder PEFC-Zertifikate vorweisen. Bei unseren außereuropäischen Lieferanten stehen neben diesen Themen auch Menschenrechte im Fokus. Zur Einhaltung der Menschenrechte, der Beachtung von Umweltvorgaben und der Schaffung gesunder und sicherer Arbeitsplätze verpflichten sich unsere Lieferanten durch die Unterzeichnung unseres Supplier Code of Conducts. Dieser muss verpflichtend von allen unseren wiederkehrenden Lieferanten unterschrieben werden. In der Vergangenheit haben wir zudem in unregelmäßigen Abständen eine Selbstauskunft zu ökologischen und sozialen Kriterien von unseren Lieferanten angefordert. Das identifizierte Verbesserungspotenzial wollen wir nun mit einem maßgeschneiderten Lieferantenentwicklungsprogramm identifizieren, durch das unsere zentralen Lieferanten einen ausgezeichneten Nachhaltigkeitsstandard erreichen sollen. Die Auditierung unserer Lieferanten ist eines unserer zentralen Ziele, das bis 2025 stufenweise erreicht werden soll.

Bei dem internationalen Versand unserer Kampagnen arbeiten wir jetzt schon vorzugsweise mit CO2-neutralen Dienstleistern und umweltfreundlichen Speditionen zusammen, um Logistikemissionen weitgehend zu vermeiden.

Eine große Herausforderung in unserer Branche ist die Verwertung und Rückführung der Kampagnen. In der Regel können die maßgeschneiderten Kampagnen-Bestandteile nicht weiterverwendet und stofflich komplett recycelt werden, wodurch große Abfallmengen entstehen. Aktuell intensivieren wir unsere Kooperationen für nachhaltige End-of-Life-Lösungen und streben in den nächsten Jahren erste Pilotprojekte für zirkuläre Kampagnen mit ausgewählten Partnern an. Zudem sehen wir einen großen Hebel in der Verwendung alternativer Rohstoffe, beispielsweise biologisch abbaubarer oder komplett recycelbarer Materialien, um anfallende Abfallmengen zu reduzieren. Wir sind aktiv auf der Suche nach umweltfreundlicheren Alternativen, ökologischen Materialinnovationen und neuen Fertigungstechniken. Dafür findet bereits ein intensiver Dialog mit existierenden Lieferanten und potenziellen Partnern statt.