4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfung der WBM besteht in der Vermietung und Bewirtschaftung unserer Liegenschaften (Wohnen und Gewerbe), deren Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung sowie der Erweiterung unseres Bestandes durch Neubau und Ankauf von Immobilien mit vornehmlicher Wohnnutzung. Die Wertschöpfungskette unseres Immobilienbestandes durchläuft dabei die nachfolgenden Stufen:  

  • Entwickeln und planen
  • Bauen, ankaufen, einbringen
  • Vermieten
  • Bewirtschaften
  • Instandhalten, sanieren, modernisieren bzw. umbauen/ umnutzen

Die Lieferanten- und Dienstleisterkette ist für die WBM von großer Relevanz. Die WBM ist eine öffentliche Auftraggeberin im Sinne des § 99 Nr. 2 GWB und wendet die europäischen und die nationalen Vorschriften, einschließlich des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes (BerlAVG) und die Leitlinien des Berliner Senats zur einheitlichen Vergabe von Aufträgen an. Als solches vergibt sie ihre Aufträge im Zuge transparenter Verfahren (bspw. Wettbewerb). Dabei werden die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und der Verhältnismäßigkeit gewahrt. Aufträge werden nur an fachkundige und leistungsfähige Auftragnehmer vergeben. Darüber hinaus fordert die WBM entlang ihrer Wertschöpfungskette von allen Partnern gesetzes- und richtlinienkonformes Handeln ein. Unter anderem werden beispielhaft die nachfolgenden Bedingungen an die Teilnehmer der Vergabeverfahren gestellt:  

  • Abfrage des Korruptionsregisters
  • Eigenerklärung zur Tariftreue und Mindestlohn

Darüber hinaus wird bei der Auftragsvergabe auf die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und weiterer Sozialstandards durch die Geschäftspartner geachtet und die Einhaltung unseres gesetzverpflichtenden „Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen“ gefordert.   Zur Minimierung des Flächenverbrauchs streben wir an, das Verhältnis von Gebäudegrundfläche zum Gebäudevolumen bei Neubauten so gering wie möglich zu halten. Der Einsatz umweltfreundlicher Baustoffe ist für uns –soweit technisch, baurechtlich und wirtschaftlich möglich– eine Selbstverständlichkeit. Beispielhaft wird seit 2017 der Baustoff Polystyrol für die Fassadendämmung eigener Objekte und im Neubau nicht mehr verwendet.   Bei der Auswahl der Baustoffe berücksichtigen wir sowohl beim Neubau als auch im Bestand den Lebenszyklusansatz. Entsprechend den Anforderungen der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) werden gefährliche und nicht gefährliche Bauabfälle entsorgt oder, wenn möglich, recycelt. Dazu verpflichten wir auch unsere Auftragnehmer.   Die Stromversorgung unserer Geschäftsräume sowie öffentliche und gemeinschaftlich genutzte Bereiche unserer Bestände erfolgt ausschließlich durch elektrische Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Darüber hinaus prüfen wir fortlaufend nachhaltigere Wärmeversorgungstechnologien für unseren Bestand. Insbesondere bei angekauften Liegenschaften mit Kohle-, Öl- oder Gasheizungen streben wir eine schnelle Umstellung auf umweltfreundliche Wärmeversorgungssysteme an.