4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als Dienstleistungsunternehmen hat Ramboll eine relativ simple Wertschöpfungskette. Vorgelagert sind direkte Lieferanten, wie beispielsweise für Büromaterialien, Energie und Wasser relevant, wobei die diesbezüglichen Auswirkungen relativ gering sind. Der Großteil der Wertschöpfung erfolgt in den nachgelagerten Bereichen über die Geschäftstätigkeit bei unseren Kunden und Partnern bzw. über unsere Subunternehmen. Dementsprechend finden in der nachgelagerten Lieferkette die wesentlichen Auswirkungen statt. Der Anspruch ist dabei, Nachhaltigkeit durch unsere Tätigkeiten zu fördern.

Generell gelten für die Wertschöpfungskette dieselben Nachhaltigkeitskriterien und -ziele wie für die internen Prozesse und Tätigkeiten. Zunächst werden vor allem Kriterien für das Kerngeschäft überprüft. So gibt es bereits bei der Auswahl der Geschäftspartner Vorgaben, die eine Zusammenarbeit mit Unternehmen bestimmter, nicht-nachhaltiger Aktivitäten (Produktion von Waffen, Schlachthöfe etc.) verbieten.
Lieferanten, Subunternehmen und Geschäftspartner müssen sich mit Vertragsunterzeichnung dazu verpflichten, den von Ramboll entwickelten Verhaltenskodex für Geschäftspartner (Business Associate Code of Conduct) zu befolgen. Dies soll ein verantwortungsvolles und proaktives Handeln sicherstellen, um negative soziale, ökologische oder wirtschaftliche Auswirkungen zu mindern. Darüber hinaus fordert Ramboll eine Dokumentation der Leistungen in den Bereichen Soziales, Umwelt und Korruptionsbekämpfung an und bemüht sich um einen konstruktiven Dialog mit Zulieferern und Geschäftspartner. Zusätzlich fördert Ramboll die interne Beschaffung von Produkten mit Umweltzeichen. Ziel ist es, dass der Gesamtanteil der mit Umweltzeichen ausgezeichneten Produkte bis 2021 75 Prozent erreicht.

Ramboll ist sich nicht zuletzt aufgrund seiner Tätigkeit in der Nachhaltigkeitsberatung der relevanten sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit entlang der Wertschöpfungskette bewusst. Wie beschrieben, werden mit der Unterzeichnung des Business Associate Code of Conduct die wichtigsten Problemfelder bereits vor Vertragsunterzeichnung adressiert. Werden über die regelmäßigen Kundenbefragungen oder bestehenden Beschwerdemechanismen dennoch Probleme an Ramboll herangetragen, sowohl von Lieferanten- als auch von Kundenseite, nehmen wir diese ernst und gehen den Ursachen nach. Dies beruht unter anderem auf der Selbstverpflichtung von Ramboll verantwortungsbewusst und transparent zu handeln.

Diese Verpflichtung wird konsequent an Geschäftspartner, Konsortialpartner, Sub-Unternehmer sowie Lieferanten und externe Berater weitergegeben. Um dies in der internationalen und überaus diversen Geschäftstätigkeit umsetzbar zu machen wurde die Business Support Procurement Policy implementiert. Diese enthält Beschaffungsstandards und soll die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in den Beschaffungsprozessen sicherstellen. Zudem wird die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen gegenüber Lieferanten darin artikuliert.