4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Unsere Wertschöpfungskette reicht von der Erzeugung von Energie bis hin zum effizienten Umgang beim Kunden. Prozessschritte sind je nach Geschäftsfeld der Einkauf von Rohstoffen, Material und Produkten, deren Verarbeitung, Transport und Verteilung sowie der Vertrieb und die Beratung beim Kunden. Entlang dieser Prozessschritte bewerten und berücksichtigen wir relevante Nachhaltigkeitsaspekte mit dem Ziel, unsere Umweltauswirkungen zu verringern und unser Unternehmen fortlaufend nachhaltig zu entwickeln.  

Umweltaspekte, wie die Energieeffizienz elektrischer Geräte, nachhaltige Siegel und Entsorgungskosten werden bereits seit Jahren in die Beschaffungsentscheidung miteinbezogen. Dies ist intern in einer konzernweiten Richtlinie geregelt. Zudem werden alle Produkte und Dienstleistungen vorrangig regional beschafft. Nachgelagert bemüht sich die badenova, ihre Kunden zum Energiesparen zu bewegen, z.B. in Form von bewusstseinsbildenden Aktionen für Kinder. Zudem wird der Ausbau von Erneuerbaren Energien gefördert, z.B. beim Bau einer PV-Anlage auf das eigene Dach oder den Balkon. Im Bereich Sponsoring unterstützt die badenova nur regionale Akteure mit Bezug zur ökologischen Ausrichtung.  

Neben der Umweltverträglichkeit stehen die regionale Wertschöpfung als auch soziales Engagement an höchster Stelle. Damit beziehen wir uns auf unseren regionalen Auftrag, die Basis unseres Handelns. So arbeitet badenova seit Jahren mit sozialen Einrichtungen und regionalen Partnern zusammen, wie z.B. einem regionalen Familienunternehmen als Getränkelieferant oder einer sozialen Einrichtung für die Fertigung unserer Werbemittel oder das Recycling unserer IT-Ausstattung. Zudem werden soziale und ökonomische Aspekte, z.B. Verzicht von Kinderarbeit oder Umweltverschmutzung durch kritische Einsatzstoffe, in den Beschaffungsrichtlinien miteinbezogen.  

Im Rahmen des neuen strategischen Ziels zur nachhaltigen Beschaffung werden weitere Nachhaltigkeitskriterien definiert, nach denen sich künftig der Einkauf unseres Materials richtet. Außerdem ist geplant, zukünftig Nachhaltigkeitskriterien noch stärker in Ausschreibungen miteinzubeziehen.  

Soziale oder ökologische Probleme, die auf den einzelnen Stufen auftreten, sind oft bei kleineren Akteuren zu verorten, die keine Siegel auf ihren Produkten haben. Generell ist die Wertschöpfungskette bei einigen Produkten noch zu undurchsichtig. Solchen Problemen wirkt die badenova z.B. durch Audits und Lieferantenbefragungen entgegen. Eine weitreichende Lieferantenbefragung speziell zu Nachhaltigkeitsaspekten ist bereits in Umsetzung. Zudem soll in Zukunft bereits in Ausschreibungen auf die Übermittlung/Transparenz (soweit vorhanden) der/zur Wertschöpfungskette hingewiesen und diese bei Bedarf eingefordert werden. Diese Maßnahmen dienen der verstärkten Kommunikation und Transparenz unserer Anforderungen gegenüber unseren Lieferanten und dienen u.a. auch der Vorbereitung auf das Lieferkettengesetz, welches für badenova voraussichtlich ab 2024 gilt.