4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Im Folgenden beschrieben wir unsere direkten Einflussmöglichkeiten auf die Nachhaltigkeit unserer Wertschöpfungskette:  

Einkauf
In unserem kleinen Handwerksbetrieb werden primär Produkte zum zeitnahen Verzehr hergestellt. Daher ist die Verarbeitung regionaler Produkte aus Zeit- und Umweltgründen besonders wichtig für uns.  

Unsere Wertschöpfungskette ist so tief wie möglich angesetzt und wird von uns immer wieder reflektiert. In der Zwischenkette wollen wir preistreibende Zwischenhändler ausschalten, um Preise zu sichern und zu senken.

Wir kennen die zuliefernden Bauern persönlich, von denen wir z. B. unsere besonderen Mehlsorten, Obst und Haselnüsse beziehen. Wir achten beim Einkauf immer auf hohe Qualitätsstandards, die sich im Endprodukt wiederspiegeln. Produkte aus biologischem Anbau werden nach Möglichkeit bevorzugt.  

Mit unseren wenigen Händlern, deren Zahl kontinuierlich sinkt, reflektieren wir gemeinsam deren Wertschöpfungskette und motivieren sie die Produkte bzw. Anbaubedingungen ihrer Vertragspartner kennenzulernen und nachhaltig zu beeinflussen. Von Zulieferern, welche die Einhaltung von Sozialplänen bei Produktionsverlagerung nicht beachten wollten, haben wir uns in der Vergangenheit proaktiv getrennt.  

Produktion
Der Faktor Zeit spielt in der Produktion eine große Rolle, weil unsere Produkte über Fermentation (von Teigen), Reifung (von Eis-Mix) oder Kristallisation (von Schokolade und oder Nougat) erst die gewünschte Stabilität aufweisen. In unseren geschmackserhaltenden Produktionsverfahren geben wir den natürlichen Prozessen die Zeit, die sie brauchen.  

Verkauf
Unsere Verpackung richtet sich neben der Attraktivität für die Kunden primär danach, die erreichte Produktqualität möglichst lang zu erhalten. Langfristiges Ziel ist, es die Verpackung noch stärker darauf aus zu richten, die Wiederverwertbarkeit und Umweltfreundlichkeit durchgängig zu erreichen.  

Im Eisverkauf werden wir z.B. die Plastiklöffel durch umweltschonende Varianten ersetzen, z.B. als Alternative zu den Bechern nur noch Waffeln anbieten. Becher werden nur noch auf ausdrückliche Nachfrage des Kunden, z.B. bei Gluten-Unverträglichkeit und Allergien ausgegeben.  

Die Steuerung des Verkaufs hat das Ziel Verkaufs Retouren so klein wie möglich zu halten (siehe hierzu Kriterium Nr. 12 - Ressourcenmanagement).  

Onlinebestellungen gehen in der Regel nur aus Deutschland bzw. aus dem deutschsprachigen Raum ein. Eine strategische Internationalisierung des Verkaufs durch einen mehrsprachigen Onlineshop ist aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht geplant. Aus demselben Grund kommt unser „Genießermobil“ nur im Radius von bis zu max. 100 km zum Einsatz.