4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Unsere Wertschöpfungskette beginnt für uns beim Einkauf der Komponenten für unsere Produkte bei Zuliefererbetrieben in Deutschland, Europa und in Drittländern. Auf den vorgelagerten Rohstoffeinkauf von Seiten der Lieferanten haben wir keinen Einfluss, sind aber bemüht, deren Entscheidung unter Nachhaltigkeitsaspekten positiv zu beeinflussen.
Bei der Lieferantenauswahl werden zusätzlich zu ökonomischen auch soziale und ökologische Aspekte betrachtet. Wir erwarten von unseren Zulieferern die Einhaltung von international anerkannten Standards aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsschutz, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.
Im Bereich der vorgelagerten Logistik arbeiten wir mit erfahrenen Partnern gemeinsam daran, Nachhaltigkeit an diesem Punkt der Wertschöpfungskette umzusetzen.

Trotz der Zielsetzung, alle entlang der Wertschöpfungskette entstehenden Emissionen zu erfassen und darauf aufbauend Maßnahmen zur Reduzierung zu ergreifen, können wir zum heutigen Stand leider noch keine konkreten Ergebenisse veröffentlichen. Die Datenerhebung gestaltet sich, insbesondere in der Betrachtung internationaler Handelsbeziehungen sehr komplex.

Bei der Produktion unserer Produkte am Hauptunternehmensstandort in Langenneufnach legen wir seit vielen Jahren großen Wert auf die sozialen und ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit und bemühen uns andauernd um Optimierungen. In allen Unternehmensbereichen ist die Einbeziehung von Nachhaltigkeit bei Entscheidungen fest in die Prozessstruktur integriert. In der Praxis zeigt sich regelmäßig, dass hier noch Verbesserungspotenzial in der Umsetzung vorhanden ist. 
Im Bereich der nachgelagerten Logistik bemühen wir uns mit vorausschauender Versandorganisation ressourcenschonend zu arbeiten und Verpackungsmaterialien und Emissionen einzusparen.
Unsere Kunden sind der Schlüssel zu unserem wirtschaftlichen Erfolg. Sie geben damit die Richtung vor, in die sich das Unternehmen und die Produkte entwickeln sollen. Durch unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten und deren Kommunikation möchten wir unsere Kunden dazu inspirieren, Entscheidungen mehr in Richtung nachhaltige Produkte zu treffen.
Schon beim Produktdesign sind wir bemüht, die Entsorgung unserer Produkte für den Endkunden zu erleichtern. Mit geringem Aufwand können ein Großteil der Stuhlkomponenten fachgerecht entsorgt  und so wieder dem Ressourcenkreislauf zugeführt werden. Es ist unser Ziel, diesen Anteil in Zukunft weiter zu vergrößern.

Detailliertere Informationen zu den Akteuren in unserer Wertschöpfungskette können Sie unserem Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie" Nachhaltigkeitsbericht Topstar GmbH 2019 (Seite 33 - 41) entnehmen.

Uns ist bewusst, dass unsere Produkte entlang der Wertschöpfungskette nicht nur positive, sondern auch negative ökologische und soziale Auswirkungen auf unsere Stakeholder haben. Diese Stakeholder und die gegenseitigen Einflüsse konnten wir in detaillierten Analysen identifizieren. Wir haben es uns als Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeitsleistung aller Aktivitäten von uns und den jeweiligen Akteuren langfristig zu verbessern. In diesem Prozess identifizieren wir gemeinsam mit unseren Stakeholdern negative Auswirkungen und kritische Prozessschritte  und bemühen uns durch Sensibilisierung und konkrete Hilfestellungen um Verbesserungen. Die Kommunikation dieser Themen erfolgt sowohl durch den täglichen oder mindestens wöchentlichen Kontakt unserer Mitarbeiter zu Lieferanten sowie durch persönliche Besuche in den Zuliefererbetrieben. Nachhaltigkeitsthemen sind ein fester Bestandteil der Kommunikation mit unseren Stakeholdern.

Seit Anfang 2019 laufen alle Themen mit Bezug zu Nachhaltigkeit an einer zentralen Stelle zusammen, der Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement. Ökologische und soziale Aspekte entlang der Wertschöpfungskette und am Hauptunternehmensstandort werden nun nicht mehr von allen Abteilungen unabhängig voneinander behandelt sondern zentral koordiniert. Durch die ganzheitliche und abteilungsübergreifende Betrachtung der Thematik können Probleme viel effizienter erfasst und behandelt werden.