4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Kindernothilfe ist kein klassisches Unternehmen, das Güter und Vorleistungen einkauft und Produkte erstellt. Die Kindernothilfe will mit ihrer Geschäftsstelle in Duisburg mit gutem Beispiel für ökologisches Verhalten vorangehen. Wo möglich setzt die Kindernothilfe umweltbewusste Materialien (Strom aus erneuerbarer Energie, fair-gehandeltem Kaffee und Tee, umweltfreundliche und hautschonende Reinigungsmittel, Papier mit Umweltauszeichnungen) ein und greift auf umweltschonende Ressourcen (Geothermie, Photovoltaik-Anlage, LED-Beleuchtung) zurück.
Im Verständnis, dass die Kindernothilfe eher ein Dienstleister ist, sind die geförderten Menschen in der Projektarbeit das Ende unserer Wertschöpfungskette und die Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle und den Koordinationsbüros in den Projektländern die internen Kunden und Stakeholder.

Ein umfassendes internes und externes Kontrollsystem stellt die sachgemäße Verwendung der Zuwendungen sicher und überprüft die Wirkung unserer Arbeit. Mit einem detaillierten Berichtswesen legt die Kindernothilfe ihren Spendern Rechenschaft darüber ab. Zur weiteren Förderung von Transparenz und zur Vermeidung von Korruption hat die Kindernothilfe sich öffentlich anerkannten Kodizes verpflichtet, wird regelmäßig vom DZI geprüft und ist seit Februar 2019 Mitglied von Transparency International.

Das Handeln und Wirtschaften der Kindernothilfe, ihrer Partner sowie der geförderten Träger und Projekte wird regelmäßig von unabhängigen Stellen überprüft: Diese setzt eine ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung, eine umfassende finanzielle Berichterstattung sowie die Aufstellung eines Jahresabschlusses, der von unabhängigen Wirtschafts-/Buchprüfern geprüft und testiert wird, voraus.

Alle Projekte müssen einen jährlichen Bericht vorlegen. Er soll Auskunft über Aktivitäten und Alle Projekte und Partner legen einen Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) vor. Er muss von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft sein und einen Prüfungsbericht (mit Testat) enthalten. Alle Jahresabschlüsse werden ausgewertet. In Stichproben erfolgen umfangreiche Prüfungen. Liegt ein Jahresabschluss nicht fristgerecht vor, entspricht er nicht dem geforderten Standard oder wurde kein uneingeschränktes Testat erteilt, werden bis zur Behebung der Defizite keine Zahlungen getätigt.

Das Kapital der Kindernothilfe ist in einem eigenen Spezialfonds angelegt. Die Anlage der Gelder ist strikt in einer Anlagerichtlinie geregelt, die im Einklang mit nachhaltigem, ökologischem und sozialem Bewusstsein aufgestellt wurde.

Compliance in den Koordinationsbüros wird insbesondere durch das Schulen und Monitoren der Kindesschutz- und der Integritäts- und Antikorruptions-Policy erreicht. Mit Bezug auf die Integritäts- und Antikorruptions-Policy sind wir uns besonders der sozialen Problemstellungen beim Umgang mit Interessenkonflikten und möglichen kriminellen oder korruptiven Handlungen bewußt. Insbesondere dann, wenn die Position in der Geschäftsstelle oder in einem Koordinationsbüro zur Verschaffung von persönlichen Vorteilen gentuzt wird. Bezüglich des Umgangs mit diesen Problemen verweisen wir auf den 1. Absatz im Kriterium 7 (Kontolle). Auf Basis des Organisationshandbuchs werden den Verfahren zu Projektträgerprüfung, Programmarbeit (insbesondere des Kinderrechtsansatzes), zu Advocacy-Arbeit und zur Finanzadministration umgesetzt. Diese werden im Rahmen von Projektbesuchen der Programmmanager und Controller aus Duisburg und durch Audits unabhängiger Wirtschaftsprüfer aus den Ländern überprüft und gemonitort.

Innerhalb der Wertschöpfungskette sind die Aspekte der Integritäts- und Antikorruptions-Policy, insbesondere deren Bekanntmachen, wie auch die Rolle der Ombudsperson, sowie kontinuierliche Buchprüfungen und Berichte von Wirtschaftsprüfern von großer Bedeutung. Die Nachhaltigkeit in der Beschaffung wird durch kontinuierliche Gespräche des CFO mit den zuständigen Vertretern der Personalabteilung sowie mit dem Betriebsarzt und der Fachkraft für Arbeitssicherheit sichergestellt. Der Aspekt der ethischen Geldanlage wird durch die kontinierliche Thematisierung der Nachhaltikeitskritetien im Rahmen der Anlageausschuss-Sitzungen und durch die Beauftragung von ISS ESG (ehemals oekom research) gewährleistet.