4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die GWG-Gruppe bildet mit Ausnahme der Baulanderschließung den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie ab. Dieser beinhaltet die Planung und Konzeption, den Bau, die Bereitstellung, Vermietung, Verkauf, Modernisierung, Instandhaltung, Sanierung, Verwaltung und Verwertung von Immobilien. Außerdem gehört die Betreuung und Beratung der eigenen Mieterinnen und Mieter zum Kerngeschäft.

Die Errichtung und Bereitstellung von Wohnraum beinhaltet vielfältige soziale, ökologische und ökonomische Aspekte und wirkt sich auf das Umfeld der Stadtteile, Quartiere und Mieterinnen und Mieter aus. Die GWG-Gruppe arbeitet in ihrem bundesweiten Portfolio mit einem Partner für die Kleininstandhaltung zusammen, um Reparaturen bis zu € 1.000 brutto nach einheitlichen Standards abzuwickeln. Diese zentrale und auf Langfristigkeit ausgelegte Organisation ermöglicht eine hohe und zuverlässige Prozesseffizienz und eine klar definierte Servicequalität gegenüber den Mietenden.
Bei der Vergabe von Aufträgen wird auf die Einhaltung geltenden Rechts, kaufmännischer Kriterien sowie auf die langfristige und nachhaltige Verlässlichkeit des jeweiligen Dienstleisters geachtet. Neben der Wirtschaftlichkeit setzt die GWG-Gruppe bei der Auftragsvergabe auch auf langfristige Partnerschaften und eine hohe und zuverlässige Leistungsfähigkeit. Eine standartisierte Kommunikationsstrategie zu ESG-Themen besteht mit Geschäftspartnern derzeit nicht.

Die Lieferketten können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auf Nachhaltigkeit untersucht werden. Es besteht jedoch ein zertifiziertes Compliance-System (siehe Geschäftsbericht 2020, Seite 22). Aus Sicht der Nachhaltigkeit setzt die GWG auf Ressourcenschonung und bevorzugt langlebige Produkte, auch wenn diese im Vergleich zu anderen Bauteilen teurer sind. In Sindelfingen entwickelt die GWG zum Beispiel aktuell ein erstes Pilotgebäude in Holzhybridbauweise, bei dem wichtige Erfahrungen abseits des konventionellen Bauens gesammelt werden.