4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Der SWLH Konzern verfolgt als öffentliches Unternehmen grundsätzlich eine Strategie nachhaltiger Wertschöpfung. Für die Geschäfts- und Strategieentwicklung sowie die Bewertung von Marktchancen und -risiken heißt dies grundsätzlich, dass wirtschaftliche Ziele stets im Einklang mit ökologischen und sozialen Aspekten betrachtet, geplant und verfolgt werden. Die Grundlage der Unternehmensausrichtung ist dabei in aufeinander aufbauenden Leitlinien zu Vision, Mission und Strategie des SWLH Konzerns festgelegt. Im Rahmen eines konzern- und bereichsübergreifenden Strategieprozesses werden die langfristigen wirtschaftlichen Vorgaben und Ziele in einer daraus folgenden Businessplanung festgelegt und die damit verbundenen Maßnahmen und Projekte umgesetzt. Die Unternehmensentwicklung erfolgt dabei unterjährig nicht statisch, sondern agil innerhalb dieser Vorgaben, um auch kurzfristig auftretende Marktfenster erfolgreich nutzen zu können.

Wesentliche Bestandteile unserer Wertschöpfungskette im Bereich der Energie- und Wasserversorgung sind

Im Bereich des ÖPNV konzentriert sich die Wertschöpfung, soweit sie nicht bereits als Teil der konzernweiten Wertschöpfungskette in die Gesamtprozesskette integriert ist, im Wesentlichen 
Zielsetzung des neuen Geschäftsfeldes „Digitalisierung, Innovation & Smart City“ ist es, Kommunen auf dem Weg zu einer Smart City strategisch zu unterstützen, die erforderliche IT-Infrastruktur bereitzustellen und die digitale Kompetenz der kommunalen Belegschaft zu fördern sowie die Innovationskraft zu stärken.

Mit dem Umweltmanagementsystem des SWLH Konzerns orientieren wir uns an den Vorgaben des europäischen Eco-Management and Audit Scheme, EMAS, sowie der DIN EN ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme, welche eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen fordern. Dafür werden die wesentlichen Umweltaspekte, also die Auswirkungen der Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen des SWLH Konzerns auf die Umwelt, analysiert. Insofern setzt unsere Nachhaltigkeitsstrategie in allen Stufen der Wertschöpfungskette an.

Generell finden für unsere Produkte und Dienstleistungen Lebenszyklusbetrachtungen sowie Produktreifebetrachtungen statt. Auf deren Grundlage werden Produkte und Dienstleistungen neu- oder weiterentwickelt. Dies gilt zum Beispiel für unser Geschäftsfeld der Energiedienstleistungen oder den Glasfaserausbau.

Losgelöst von der Verpflichtung auf eigene Nachhaltigkeitsstandards gehört zum Nachhaltigkeitsgedanken selbstverständlich die Achtung und Beachtung von sozialen Standards, wenn es um die Ausschreibung und Vergabe von gewerblichen Leistungen und Aufträgen an Dritte geht. Bei den qualitativen Wertungskriterien für eine Vergabe kommt dabei insbesondere der Einhaltung der Sozial- und Umweltstandards, dem Schutz der Arbeitnehmerrechte sowie der Einhaltung der internationalen Kernarbeitsnormen besondere Bedeutung zu. Dies umfasst den Ausschluss von Kinderarbeit ebenso wie die Verpflichtung von externen Dienstleistern beispielsweise für die Zahlung von Mindestlöhnen bei ihrer Leistungserbringung für die Stadtwerke. Entsprechend in Übereinstimmung mit den Vorgaben zu gesetzeskonformen Ausschreibungen berücksichtigen wir regionale Dienstleister und Lieferanten bevorzugt.

Der SWLH Konzern fordert bei den Ausschreibungen entsprechende Eigenerklärungen ab. In regelmäßigen Lieferantengesprächen werden Grundsätze sozialen Verhaltens entsprechend der für den jeweiligen Lieferanten geltenden Normen und Regelungen abgefragt und in die Vergabeentscheidung mit einbezogen.

Hierzu wird unter anderem die Einhaltung internationaler Kernarbeitsnormen abgefragt und durch Stempel/Unterschrift bestätigt. Zudem wird eine Verpflichtungserklärung zur Einhaltung der Mindestarbeitsbedingungen, Mindest- und Tariflohn gemäß § 4 Tariftreue- und Vergabegesetz Schleswig-Holstein – TTG abverlangt.