4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Kundengeschäft:

Als Finanzdienstleister erbringen wir den Großteil unserer Wertschöpfung selbst. Die Einlagen unserer Bausparer verwenden wir überwiegend für die Ausreichung von Wohnungsbaudarlehen. Neubauten mit strengen Energieeffizienzstandards sind heute die Regel, und auch die Sanierung und Modernisierung erfolgt meist unter energetischen Gesichtspunkten. Die damit einhergehenden Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck können wir zwar nicht direkt quantifizieren. Wir gehen aber von einer erheblichen Reduzierung aus. Mit diesem ausgewogenen Geschäftsmodell sehen wir in unserer eigenen Wertschöpfungskette keine sozialen und ökologischen Probleme.


Eigenanlagen:

Gemäß unserer Geschäftsstrategie werden Geldanlagen innerhalb des Rahmens, den Bausparkassengesetz, Bausparkassenverordnung sowie die Rundschreiben der BaFin vorgeben, getätigt. Wir verfolgen hierbei eine konservative, langfristig orientierte Strategie. Die Eigenanlage erfolgt ausschließlich in Finanztitel sowie Pfandbriefe und Staatsanleihen. Für Investitionen in Unternehmensanleihen nutzen wir Spezialfonds von insgesamt drei Kapitalverwaltungsgesellschaften. Eine Anlage in Unternehmen, die Anti-Personen-Minen oder Cluster-Munition („Streubomben“) herstellen, ist hierbei ausgeschlossen. Damit werden die Vorgaben zur Einhaltung der UN-Konventionen zu Anti-Personen-Minen und Streumunition in allen Spezialfonds vollumfänglich umgesetzt. Darüber hinaus orientieren wir uns am UN Global Compact, welcher mit 10 Prinzipien die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung in den Anlagefokus rückt. Die Spezialfonds erfüllen den UN Global Compact bereits zum weit überwiegenden Teil.


Geschäftsbetrieb:

Im Geschäftsbetrieb beziehen wir beim Bezug von Produkten und Dienstleistungen auch soziale und ökologische Themen mit ein, etwa durch entsprechende Labels beim Einkauf von Papier oder Büromaterialien. Indem wir beispielsweise verbrauchtes Papier dem Recyclingkreislauf zuführen, wird deutlich, dass wir hierbei die gesamte Wertschöpfungskette im Blick haben. Mit unseren Lieferanten, die überwiegend aus der Region stammen, stehen wir in einem regelmäßigen Kontakt, bei dem auch Themen der Nachhaltigkeit erörtert werden. Um in diesem Bereich die Tiefe der Wertschöpfungskette noch transparenter zu gestalten, haben wir im Herbst 2019 unsere 85 Hauptlieferanten bzw. -dienstleister angeschrieben und um die Unterzeichnung einer von uns definierten Lieferantenrichtlinie gebeten. Dieser Prozess wird im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein und im Anschluss um eine zweite Aktion mit weiteren 15 Lieferanten und Dienstleistern ergänzt.


Mit dieser Gesamtkonzeption sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt und daher keine wesentlichen Risiken.