4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Kohleheizkraftwerk und Thermische Abfallbehandlungsanlage

Das GKS versorgt dem Gründungszweck entsprechend die ortsansässigen Gesellschafter (vgl. interne Anspruchsgruppen Kriterium 9) mit Heizwärme durch das Kohleheizkraftwerk (umweltfreundliche Bereitstellung von Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung) und eine Thermische Abfallbehandlungsanlage. Das GKS leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Ent- und Versorgungssicherheit in der Region.
Die Kohle wird zu großen Teilen aus Polen importiert, die Restabfälle stammen hauptsächlich aus der Main-Rhön-Region.
Die im Kohle- und Müllteil anfallenden Reststoffe wie etwa Schlacke werden z.B. für den Straßenbau eingesetzt. Die Zusammenarbeit erfolgt in diesem Zusammenhang ausschließlich mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben.

Nachhaltige Beschaffung

Der Einkauf eines Unternehmens leistet einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Im
GKS ist Nachhaltigkeit als festes und verbindliches Einkaufsziel definiert und im Unternehmenshandbuch festgehalten. Die MitarbeiteR im Einkauf sind entsprechend geschult. Wenn die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie bei der Bewertung durch den Einkauf gleichzeitig und gleichwertig berücksichtigt werden, können geeignete Warengruppen für einen nachhaltigen Einkauf ausgewählt und entsprechende Produkte bei der Auswahl berücksichtigt werden. Dabei wird auch auf die einschlägigen anerkannten Umweltlabels geachtet.

Ökologische und soziale Probleme

Das GKS ist bestrebt, vom Import bis zur Entsorgung der anfallenden Reststoffe Nachhaltigkeitsaspekte zu beleuchten. Die ökologischen und sozialen Probleme werden bspw. durch die Zusammenarbeit mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben minimiert. Diese wirken an der Förderung der Kreislaufwirtschaft und der Sicherstellung des Schutzes von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen nach Maßgabe der hierfür geltenden Rechtsvorschriften mit.
Weitergehende ökologische und soziale Risiken sind derzeit nicht bekannt. Das GKS wird diese Aspekte im nächsten Berichtszeitraum im Dialog mit den Lieferanten und Geschäftspartnern weiter beleuchten.

Austausch mit Lieferanten und Geschäftspartnern

In den Kriterien 1 und 2 wurden die Nachhaltigkeitsbezüge des GKS im Kerngeschäft beschrieben. Daher ist der Austausch mit den Lieferanten und Geschäftspartnern kontinuierlich durch unmittelbare Nachhaltigkeitsbezüge geprägt.
Die Lieferanten und Geschäftspartner werden über die DNK-Entsprechenserklärung des GKS und die Nachhaltigkeitsorientierung des GKS in Kenntnis gesetzt, um eine weitere Sensibilisierung in der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen.  

Systematisierung der Wertschöpfungskette

Im nächsten Berichtszeitraum erfolgt eine weitergehende Systematisierung der Wertschöpfungskette - auch im Hinblick auf das Kriterium 17 und die entsprechenden Indikatoren.