4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Wertschöpfungskette

Im Zentrum der Tätigkeiten der AVG Köln stehen die energetische Verwertung und Beseitigung der Abfälle.

Die Abfälle stammen zum weitaus überwiegenden Teil aus der Kölner Region. Dabei handelt es sich um den kompletten Resthausmüll und Sperrmüll der Kölner Bürgerinnen und Bürger. Daneben verarbeitet die AVG Köln gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Abfälle aus dem Handwerk, dem Gewerbe und der Industrie. Bei den Anlieferern handelt es sich um Gebietskörperschaften und Betriebe. Im Abfallsektor arbeitet die AVG Köln mit Unternehmen zusammen, die als Entsorgungsfachbetriebe zertifiziert sind.   

Die thermische Verwertung und damit die Nutzung des Abfalls als Energieträger wird von der AVG Köln in der Restmüllverbrennungsanlage erfolgreich umgesetzt. So wurde die Turbinen-/Generatoreinheit von Beginn an als sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage konzipiert, das heißt, sie nutzt die anfallende Wärme aus dem Verbrennungsprozess effizient, indem sie sowohl Strom (Kraft) als auch Dampf (Wärme) produziert.

Folgende Reststoffe fallen beim Verbrennungsprozess an (mit Angabe der Verwendung bzw. Entsorgung):

- Rostasche (Verwendung im Straßen-, Wege- und Lärmschutzwallbau bzw. genehmigungskonforme Ablagerung auf der Deponie)
- Kesselasche, Filterstäube, Mischsalze aus der Abgasreinigung (Verwendung als Versatzmaterial im Bergbau)
- Gips (Verwendung in Bauindustrie)
- Harz (zur sicheren Entsorgung)

Die Restmüllverbrennungsanlage fungiert als Schadstoffsenke und dient der effizienten Gewinnung von Altmetallen. 

Ökologische und soziale Probleme sind in der Wertschöpfungskette nicht bekannt. Die entsprechenden Maßnahmen zur Minimierung der Probleme werden in den einzelnen Kriterien umfassend beschrieben. Die Nachhaltigkeitsorientierung der AVG Köln lässt sich damit anhand der gesamten Wertschöpfungskette nachvollziehen.

Der Austausch mit Lieferanten und Geschäftspartnern über Nachhaltigkeitskriterien bzw. die Bedingungen der AVG Köln wird u.a. in Kriterium 17 beschrieben. Die Zusammenarbeit erfolgt darüber hinaus mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben. Die Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb dient der Sicherstellung des hohen Qualitätsniveaus in der Entsorgungswirtschaft. Nach § 56 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wirken Entsorgungsfachbetriebe an der Förderung der Kreislaufwirtschaft und der Sicherstellung des Schutzes von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen mit. Die Überprüfung der Betriebe findet vor Ort durch beauftragte Sachverständige statt.    
Der Zertifizierungsprozess, den auch die AVG Köln und ihre Tochtergesellschaften absolvieren, erfolgt jährlich. Für den Betrieb der Anlagen erforderliche Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen werden mit Spezialfirmen bewerkstelligt, die in der Regel aus Deutschland stammen. Benötigte Ersatzteile sind zumeist anlagenspezifisch und müssen zeitnah zur Verfügung stehen. Daher sind die Lieferanten vornehmlich Fachfirmen mit Sitz in Deutschland oder in der EU.

Bei Geschenken und Give-aways setzt die AVG Köln seit 2019 auf nachhaltige Produkte aus heimischer Produktion.

UN-Nachhaltigkeitsziele:

Bezahlbare und saubere Energie (7)
Industrie, Innovation und Infrastruktur (9)
Nachhaltige Städte und Gemeinden (11)
Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion (12)
Maßnahmen zum Klimaschutz (13)