4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Mit bedarfsgerechten Produkten und Beratungsangeboten fördert die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine eine stabile Entwicklung der regionalen Wirtschaft, des Standorts sowie der Infrastruktur in ihrem Geschäftsgebiet. Wir tragen zum lokalen Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien sowie zur Bewältigung demografischer Herausforderungen und zur Bewältigung sozialer Aufgaben bei.

Wir sind als Finanzdienstleister ein zentrales Element des regionalen Wirtschaftskreislaufs und arbeiten zum Wohle der Region. Unsere Wertschöpfung erbringen wir im Wesentlichen in unserem Geschäftsgebiet und richten unser Produktangebot an regionalen Bedürfnissen aus.

Für uns als Sparkasse hat die Steuerung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft zwei Aspekte: Einerseits sind wir vor die Aufgabe gestellt, die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen der bestehenden Risikoarten in das Risikomanagement sowie in die Gesamtbanksteuerung zu integrieren. Dieser Anforderung werden wir im Rahmen der Weiterentwicklungen der Sparkassen-Finanzgruppe gerecht werden.

Die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine verfolgt als Allfinanzanbieter die Zielrichtung, mit ihren Produkten und Dienstleistungen alle finanzwirtschaftlichen Bedürfnisse ihrer Kunden zu befriedigen. Wesentliche Entscheidungskriterien bei der Produktauswahl und Produktentwicklung sind der Kundennutzen, die Qualität, das Risiko sowie die Rentabilität - abgeleitet aus den strategischen Zielen der Sparkasse.

Als regionales Kreditinstitut bieten wir allen Bürgern Zugang zu modernen Finanzdienstleistungen. Dazu gehören auch Anlageprodukte mit einem besonderen ökologischen und sozialen Nutzen. Mit den nachhaltigen Fonds der DekaBank sowie der Landesbanken bietet die Sparkasse ein breites Produktspektrum für Kunden, die ihr Geld in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen und Institutionen investieren möchten.

Auf der Grundlage unseres öffentlichen Auftrags ist es unsere Kernaufgabe, die Bevölkerung, die Unternehmen und kommunalen Institutionen in unserem Geschäftsgebiet mit Krediten zu versorgen. Wir verfügen über umfassende Kenntnisse der regionalen Märkte und betreuen auf der Grundlage des Regionalprinzips vorrangig Kunden aus der Region. Dies ermöglicht es uns, Risiken im Kreditgeschäft frühzeitig zu erkennen. Im Hinblick auf unseren gesetzlichen Versorgungsauftrag sehen unsere Kreditrichtlinien keine vordefinierten Ausschlüsse vor.

Als Sparkasse erfolgt unsere Refinanzierung vorrangig über Kundeneinlagen oder Förderbanken. Für die Eigenanlage werden Vermögenstitel ausgewählt, die unseren Liquiditäts-, Risiko- und Ertragsanforderungen am besten entsprechen.

Die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine legt zur Diversifizierung ihrer Ertragsquellen Geld an den Kapitalmärkten an. Basis für die Anlage ist zunächst immer das in der Region mögliche Kundengeschäft. Es werden nur solche Anlagen hinzugekauft, die in der Region nicht realisiert werden können. Ziel der Eigenanlage ist eine Stabilisierung der Ertragslage der Sparkasse, um ein nachhaltiges Wirken in der Region zu ermöglichen.

Die Sparkasse verzichtet hierbei bewusst auf die Anlagekategorien Rohstoffe und Hedgefonds. Diese würden möglicherweise Diversifikationspotenzial bieten, werden allerdings aus ethischen Gründen als Anlageklasse ausgeschlossen. Diese Anlagekategorien werden in der Strategischen Asset Allokation nicht zugelassen, insofern sind keine weiteren Prüfungen erforderlich.

Die Investitionen in liquiden Märkten erfolgen stets benchmarknah, um spezifische Einzelrisiken bei Investments zu vermeiden und eine effiziente Absicherung zu ermöglichen. In der jüngsten Entwicklung an den Kapitalmärkten entstehen zunehmend auch nachhaltige Benchmarks. Die Sparkasse plant, diese Benchmarks auf ihre Nachhaltigkeitsfilter hin zu überprüfen und möglichst geeignete Benchmarks für die Investition zu identifizieren. Sofern dies gelingt, würden größere Investitionsvolumina von konventionellen in nachhaltige Benchmarks verschoben werden. Bei indirekten Immobilieninvestments haben bereits mehr als 62,5% unserer Manager die UNPRI unterzeichnet und weitere ESG - Kriterien implementiert. Weitere Gesellschaften arbeiten aktuell an der Implementierung, wir erwarten absehbar eine Abdeckung von mehr als 87,5%. Bei Neuinvestments sind Nachhaltigkeitskriterien wichtiger Teil des Managerauswahlprozesses. Im Bereich alternativer Investments (Private Equity und Infrastruktur) haben alle Manager die UNPRI unterzeichnet und weitere ESG - Kriterien implementiert. Im Falle von Neuinvestments würden nur Manager ausgewählt, die ebenfalls diese Standards einsetzen.

Im Rahmen des Deka Treasury Kompass wurde auch der Deka-Nachhaltigkeitsfilter kompakt auf das Portfolio der Sparkasse angewendet. Im Ergebnis des imug Quick Check Nachhaltigkeit wurden 99,47% der Investments als akzeptabel eingestuft, lediglich 0,53% sind nicht akzeptabel. In der Detailanalyse ist das Ergebnis der Sparkasse deutlich über dem Durschnitt aller Sparkassen und auch der Vergleichsgruppe Nord.

Seit 2018 wird auf die Nachhaltigkeit im Einkaufsprozess von Dienstleistungen und Waren Wert gelegt. Die mit der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine beauftragten Dienstleister (Fa. Schmaus GmbH, Aktenentsorgung Lammetal GmbH) können Nachhaltigkeitsstandards nachweisen.

Ab 01.10.2019 wurde der Einkauf / die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen (zu denen unter anderem auch die beiden o.g. Dienstleister Schmaus und Lammetal gehören) an die PROSERV!CE Dienstleistungsgesellschaft mbH ausgelagert. Bestandteil des Vertragswerks zwischen PROSERVICE und der Sparkasse HGP ist dabei u.a. eine Verpflichtungserklärung zur Nachhaltigkeit.

Die PROSERV!CE ist ein selbstständiges Unternehmen der S-Finanzgruppe und Teil der Sparkassenfamilie. Durch das Vorbild Sparkasse und die Verbundzugehörigkeit besteht ein verbindlicher Rahmen für nachhaltiges Handeln, der stetig weiterentwickelt wird. PROSERV!CE versteht Nachhaltigkeit als integrierten Bestandteil der Geschäftsstrategie und kontinuierlichen Prozess.

Diese Richtung verfolgt PROSERV!CE in den Arbeitsprozessen, in den Dienstleistungen und Systemen, im Beschaffungswesen, im Transportservice und in der Personalpolitik. Dabei gehört es zum umweltpolitischen Denken und Handeln, Risiken frühzeitig zu erkennen, Schäden zu vermeiden und Chancen für eine nachhaltige Unternehmensführung aktiv zu nutzen.

PROSERV!CE bezieht ökologische und soziale Gesichtspunkte in der Entwicklung der Dienstleistungen ein, um die Interessen und Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen und Geschäftschancen wahrzunehmen.