4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Im Bereich Bildung und Lehre bauen die Inhalte aufeinander auf und werden kontinuierlich fortgeschrieben, auch durch Abgleich mit aktuellen Entwicklungen. In der Beratung sind die jeweiligen Vorgehenweisens individuell auf Kundenanforderungen abgestimmt, d.h. nicht unmittelbar vergleichbar. Kundenwünsche und Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen. Lehr- und Beratungsleistungen werden in der Regel mit eigenen Ressourcen und in Werk-Partnerschaft erbracht, wobei die Auswahl der Partner/-innen auf Basis der Bekenntnis zur Nachhaltigkeit erfolgt. Grundsätze für Beschaffung, Mobiliät, Logistik, Kommunikation: lokal und regional, saisonal, fair, ökologisch. Als Dienstleistungsanbieter in Beratung und Bildung ist die Wertschöpfungsketter überschaubar: Büromaterialien, Nutzung von Energie für Rechner und Kommunikation, Nutzung von Fremdräumen (ohne Einfluss). Meinen eigenen Anteil kann ich steuern. Vor- und nachgelagerte Bereiche (in Hochschule und zu beratenden Unternehmen) kann ich nur bedingt beeinflussen, aber Veränderungen kontinuierlich anregen. 

Im Bereich der Upcycling-Produkte strebe ich die Kreislaufwirtschaft an: Nutzung von Sekundärrohstoff als Grundlage für neue Produkte, Verlängerung des Materiallebenszyklus, abschließende Nutzung als Nährstoff für einen erneut beginnenden Kreislauf. Als Problem ist bekannt: Die Herstellung der single use-Materialien erfolgt mit hohem Energieaufwand und Ressourceneinsatz und zudem häufig in China. Schaltstelle sind hier die Design- und Kommunikationsagenturen, die im direkten Gespräch mit dem jeweiligen Auftraggeber stehen. Aufgabe und Chance zur Veränderung ist hier der stetige Dialog mit den Agenturen und Produktionsfirmen. Wir stehen noch am Anfang. Für die Weiterverarbeitung zugekaufte Materialien stammen möglichst aus fairem Handel. Materialreste aus der Upcycling-Produktion fallen nur sehr gering an und gehen dann zum Wertstoffhof. Ziel ist, dass einerseits weniger single use-Werbematerial hergestellt wird bzw. die weitere Verarbeitung und Nutzung bereits bei der Herstellung integriert berücksichtgt werden (ökologische Verträglichkeit und finaler Abbau). Die Vorgehensweise dazu erfolgt bottom up: Akquise von Material und Auftrag, Herstellung stylischer Produkte, Vermittlung der Langlebigkeit des Materials mittels alltagstauglichem Einsatz, Sensibilisierung durch Darstellung von Verschwendung und Überfluss. Mit rething-Produkten liefere ich einen positiven Beitrag für das ökologische Engagement der Auftraggeber (Reduzierung von Müll, Verlängerung der Materialnutzung in neuer Form, Kommunikation über Give Aways).