3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen werden mit dem Teilmanagementbewertungsbericht "Nachhaltigkeit" jährlich bewertet. Diese Teilmanagementbewertung fließt in die Gesamtmanagementbewertung der Geschäftsführung ein, die jährlich erfolgt. 

Folgende Ziele bzw. Maßnahmen sind vorgegeben, wobei Maßnahmen teilweise bereits in der Umsetzung sind und nicht zwingend erneut durch die Geschäftsführung vorgegeben werden.
Für 2019 ergeben sich die folgenden Ziele:
 
Reduzierung des Energieverbrauches
  1. Optimierung der BHKW-Betriebszeiten zur Reduzierung des Stromfremdbezuges (+ 11%),
  2. Erhöhung des Anteils des ÖPNV an Dienstfahrten (nicht quantifiziert, da u. a. auftragsabhängig),
  3. Installation von LED- oder T5-Lampen mit EVG (+20 %),
  4. Mitarbeitersensibilisierung (regelmäßige Veröffentlichungen in Mitarbeiterzeitung, Intranet etc.).
Reduzierung der Abfallerzeugung
  1. Mitarbeitersensibilisierung (nicht quantifiziert, seit 2018 Kommunikation von Anforderungen an den Umgang mit Abfällen durch die Geschäftsführung über das Intranet),
  2. Erstellung einer Abfallfibel zur Kommunikation der Anforderungen an die Mitarbeiter (Fertigstellung 2019),
  3. Optimierung der Abfallfraktionierung (erfolgt kontinuierlich), 
  4. Schulungsmaßnahmen (erstmalige Benennung eines Abfallbeauftragten in 2019, gesetzlich nicht gefordert).
Förderung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes
  1. Angebot „Jobrad“ für alle Mitarbeiter (nicht quantifiziert, da Nutzung freiwillig),
  2. Angebot von Yogakursen und anderen Fitnessprogrammen (nicht quantifiziert, erfolgt auf Nachfrage der Mitarbeiter an die Personalabteilung),
  3. Mitarbeitersensibilisierung und Schulungen (erfolgt kontinuierlich oder anlassbezogen durch die Abteilung Arbeitssicherheit),
  4. Vertrauensarbeitszeit oder andere Modelle (nicht quantifiziert, wird nach Rücksprache mit dem Vorgesetzen ermöglicht),
  5. Implementierung einer neuen Systematik, Erfassung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilungen (Fertigstellung bis 06/20),
  6. Fortführung des Arbeitsschutzmanagementsystems "Sicherheit mit System" der BGRCI (Umstellung auf neue Vorgaben der DIN EN ISO 45001 bis 02/20).
Ökologische Optimierung des Fuhrparks
  1. Bahncard für Mitarbeiter mit signifikanter Reisetätigkeit (nicht quantifiziert, da Nutzung der Bahn auftragsabhängig),
  2. Jobticket (nicht quantifiziert, da von Wohnorten und Verhalten der Mitarbeiter abhängig),
  3. Verbrauch und Emissionen als Kriterien für die Beschaffung von Dienstfahrzeugen (wird kontinuierlich an die Verfügbarkeit von emissionsarmen Fahrzeugen angepasst),
  4. Downsizing bzw. Downgrading im Fuhrpark in Abstimmung mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (nicht quantifiziert, da auch vom Einverständnis der Mitarbeiter abhängig),
  5. Controlling von Verbrauchswerten (Anpassung des Controllings seit 2018),
  6. Mitarbeitersensibilisierung (erfolgt regelmäßig und bei Neuanschaffung eines Fahrzeuges durch das Fuhrparkmanagement).
Unterstützung von gemeinnützigen Unternehmen und Aktionen oder Sportvereinen
  1. Durchführung von betriebsinternen Aktionen, z. B. Spenden (nicht quantifiziert, erfolgt teilweise auf Initiative von Mitarbeitern, teilweise anlassbezogen bei Anfragen), 
  2. Erteilung von Aufträgen an gemeinnützige Unternehmen (nicht quantifiziert, Grünanlagenpflege durch gmeinnütziges Unternehmen für 2019 beschlossen), 
  3. Sponsoring eines lokalen Vereins (nicht quantifiziert, erfolgt auf Initiative von Mitarbeitern). 
Aufrechterhaltung der lernenden Organisation als Grundlage des Wissensmanagements
  1. Aufrechterhaltung und Förderung der Lernkultur (nicht quantifizierbar, erfolgt anlassbezogen durch die Führungskräfte),
  2. Schulungen im konstruktiven Umgang mit Fehlern (nicht quantifizierbar, Etablierung Prozess "nicht konformes Arbeiten"  in 2019),
  3. Aufrechterhaltung des partizipativen Führungsstils (nicht quantifizierbar, Maßnahme bei abweichendem Verhalten der Führungskraft),
  4. Förderung von Ausbildungseinrichtungen hinsichtlich MINT-Fächern (nicht qantifizierbar). 
Prozessoptimierungen im Sinne des Stakeholder-Ansatzes
  1. Regelmäßige Ermittlung der Stakeholder (erfolgt kontinuierlich durch die Bereichsverantwortlichen),
  2. Bewertung der Interessen der Stakeholder bei Unternehmensentscheidungen (erfolgt regelmäßig durch die Geschäftsführung),
  3. Werteorientierte Führung (Bewertung erfolgt jährlich durch die jeweils vorgesetze Führungskraft).
Nachhaltige Beschaffung
  1. Entwicklung und Dokumentation eines Verfahrens (Fertigstellung in 2019),
  2. Entwicklung eines Code of Conduct und Kommunikation gegenüber Lieferanten (Fertigstellung in 2019),
  3. Optimierte Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl (Umsetzung ab 2019, 100% ab 2020).
Priorisierung

Höchste Priorität haben Ziele und Maßnahmen, die der Umsetzung von gesetzlichen und anderen normativen Vorgaben dienen (z. B. Umsetzung des Energieaudits nach EDL-G, Änderung der GewAbfV) sowie Ziele und Maßnahmen, die sich aus der Kundenorientierung ergeben (z. B. geänderte Anforderungen an den Kunden, die WESSLING Prozesse mittelbar betreffen).

Darüber hinaus haben Ziele und Maßnahmen Vorrang, die durch geänderte Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz gewünscht oder notwendig sind (z. B. Anpassung des Systems an die Anforderungen der DIN EN ISO 45001).
Unabhängig von der Wesentlichkeit einzelner Aspekte ist der der zeitliche und monetäre Aufwand für die Umsetzung von Maßnahmen relevant.