3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Das Zielsystem der Geschäftsstrategie enthält neben übergreifenden strategischen Zielen mit Focus auf die Aufgabenerfüllung, Marktausschöpfung, eine stabile Risikolage und die Aufwand-Ertrag-Relation auch geschäftsstrategische Ziele zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und dem Ausbau der Marktanteile, womit die Nachhaltigkeit in der geschäftspolitischen Ausrichtung der Sparkasse Offenburg/Ortenau verankert ist. Besonders hohe Priorität hat hierbei die gemeinwohlorientierte Aufgabenerfüllung zum Wohle der Kunden und Träger auf nachhaltiger Basis, was nur mit zufriedenen Kunden und einer angemessenen Eigenkapitalstärkung zur langfristigen Zukunftssicherung gelingen kann.

Neben diesen Zielen für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten verfügt sie auch über eine Nachhaltigkeitsstrategie mit den Kernelementen, die Nachhaltigkeit stärker in der Marke zu verankern und das geschäftliche Handeln in allen Bereichen unter nachhaltige Gesichtspunkte zu stellen. Dies erfolgt z. B. durch das Angebot nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen, durch eine stärkere Mitarbeiteridentifikation mit dem Thema Nachhaltigkeit oder auch durch eine stetig verbesserte Betriebsökologie, um einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Damit orientiert sich die Sparkasse nicht nur an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele.
 
Basis für das Verständnis als Qualitätsanbieter sind der umfassende und freundliche Service, die kompetente und bedarfsgerechte Beratung, passende Produkte unter Berücksichtigung der Lebens- und Finanzsituation, die Risikoneigung, die Anlageziele sowie die Erfahrungen und Kenntnisse der Kunden in finanzwirtschaftlichen Fragen. Hinweise auf den Grad der Kundenzufriedenheit ergeben sich neben der Geschäftsentwicklung, über die der Bereich Betriebswirtschaft monatlich berichtet, auch aus regelmäßig veranlassten Kundenbefragungen, deren Ergebnisse der Bereich Kommunikation analysiert. Zuletzt beurteilten 92 % der Kunden die Sparkasse mit dem Prädikat „ausgezeichnet“, „sehr gut“ oder „gut“, wobei die Sparkasse insbesondere mit dem Online Banking punkten konnte. Als konkrete Kennzahl gibt die Giromarktkennziffer (Kunden mit Girokonto zu Einwohnern im Geschäftsgebiet) Auskunft über die Entwicklung der Marktanteile. Auch bei steigenden Einwohnerzahlen will die Sparkasse die erreichte Quote von 43,0 % halten. Nur mit zufriedenen Kunden lassen sich Marktanteile ausbauen und die für eine langfristige Aufgabenerfüllung erforderlichen Erträge erwirtschaften. Für die Kontrolle der Zielerreichung ist die Gruppe Controlling im Bereich Betriebswirtschaft zuständig. Über die Zielerreichung wird die Geschäftsleitung regelmäßig informiert.
 
Die Ziele der Geschäftsstrategie münden in eine mittelfristige Unternehmensplanung und in dessen Folge in jährliche Planungen für das operative Geschäft. Bestandteil der mittelfristigen Unternehmensplanung für die nächsten fünf Jahre ist auch der direkte Beitrag in die Region vor allem bestehend aus Spenden- und Sponsoringmaßnahmen. Das regelmäßige Controlling bildet die Grundlage, um strategisch nonkonforme Entwicklungen zu erkennen. So kann die Sparkasse Offenburg/Ortenau gegebenenfalls zeitnah Steuerungsmaßnahmen ableiten.

Ein jährlicher Energiebericht zeigt Kostenentwicklungen und Ressourceneinsparungen durch effizienzsteigernde Maßnahmen.  

Mit dem Instrument Nachhaltigkeits-Kompass analysierte die Sparkasse im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsetzungsstand und setzte sich zum Ziel, den ermittelten Gesamtwert von 0,8 bis Ende 2024 spürbar auf ein Ergebnis von 2,5 zu verbessern, was in etwa dem Niveau der unterschriebenen Selbstverpflichtung entspricht. Zuständig für die Kontrolle und die Erreichung dieses Ziels ist der Nachhaltigkeitsrat der Sparkasse. Zusätzlich wurden mit dem Konzept Risiko-Radar Nachhaltigkeitsrisiken im Kundenkreditgeschäft auf Branchenebene analysiert. Die Ergebnisse sollen Grundlage für ein systematisches Risiko-Assessment und eine solide Basis für eine sachgerechte Steuerung der Klima- und ESG-Risiken sein, für das wiederum das Risikocontrolling zuständig ist.