3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Auf Grundlage unseres Nachhaltigkeitsverständnisses wurden drei Nachhaltigkeits-Ziele für die Kreissparkasse Köln definiert und in unserer Geschäftsstrategie verankert
Zur Verbesserung der nachhaltigen Wirkung der Kreissparkasse Köln orientieren wir unsere Maßnahmen an einer bei Sparkassen etablierten Systematik („Nachhaltigkeitslandkarte“), die das Unternehmen in verschiedene Handlungsfelder einteilt. Für diese Handlungsfelder wird regelmäßig (i. d. R. alle 2 Jahre) eine Bestandsaufnahme durchgeführt, die alle Handlungsfelder mit einem Reifegrad versieht. So können wir zielgerichtet die Handlungsfelder mit dem größten Handlungsbedarf identifizieren und unsere Nachhaltigkeitswirkung insgesamt messen. Nachdem die letzte Bestandsaufnahme in 2016 stattgefunden hat, haben wir in 2018 eine Aktualisierung des Checks durchgeführt. Wir konnten ein deutlich oberhalb des Sparkassendurchschnitts liegendes Ergebnis erzielen, welches im Vergleich zur letzten Bestandsaufnahme eine Verbesserung unserer nachhaltigen Wirkung belegt. Als neutrale und externe Validierung dienen darüber hinaus unsere ESG-Ratings, die ähnliche Themen aus einer anderen Perspektive beleuchten. Bei ISS ESG wurde unser Prime-Status bestätigt, von imug wurde unser  B (positiv) in der Gesamtbewertung ebenfalls bestätigt.  

Das Klimaziel (Reduzierung des CO2-Fußabdrucks) dient als oberste Leitlinie, die Umweltwirkung unseres Geschäftsbetriebs zu verbessern. 2017 haben wir erstmals den CO2-Fußabdruck der Kreissparkasse Köln erhoben. Die Erhebung erfolgt anhand der Systematik des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU). Auf Basis dieser strukturierten Datenermittlung können noch gezielter Verbesserungspotenziale identifiziert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. In 2019 konnten wir das von uns gesetzte Klima-Ziel erneut übertreffen (vgl. Kriterium 11). Darüber hinaus haben wir uns dazu entschlossen, unseren Geschäftsbetrieb ab 2019 klimaneutral zu stellen. Unser originäres Reduktions-Ziel behält dabei unverändert die höchste Priorität. Der verbleibende CO2-Fußabdruck wird durch ein ausgewähltes Klimaschutzprojekt kompensiert.

Unser Kommunikationsziel (Steigerung der Wahrnehmung unserer Nachhaltigkeit) wirkt in zwei Richtungen: Durch interne Kommunikationsmaßnahmen wollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter für Nachhaltigkeit sensibilisieren. Gleichzeitig möchten wir unserer Kundschaft und der Öffentlichkeit unsere Geschäftsphilosophie als verantwortungsvolles und regionales Unternehmen näherbringen. Die Zielerreichung wird anhand einer Wesentlichkeitsanalyse, die alle zwei Jahre durchgeführt wird, bewertet. In der Wesentlichkeitsanalyse 2019 war die Wahrnehmung unserer Nachhaltigkeitsleistung etwas rückläufig.

Die Ziele werden im Rahmen des jährlichen Strategieabgleichs durch den Vorstand überwacht und vom Verwaltungsrat freigegeben.

Die von uns definierten Nachhaltigkeits-Ziele haben keinen direkten Bezug zu den Sustainable Development Goals (SDGs), unsere Ziele sowie unser Geschäftsmodell leisten allerdings einen Beitrag zur Erreichung der SDGs. Darüber hinaus leisten wir im Rahmen der Kompensation unseres CO2-Fußabdrucks über ein nach dem Gold-Standard zertifiziertes Klimaschutzprojekt in Indonesien einen Beitrag zu diversen SDGs (SDG 4, 6, 7, 8, 11 und 13).