3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die GIZ verwendet ein differenziertes Zielsystem: Unsere „Langfristige Unternehmensplanung“ definiert auf Basis des Leitbildes für drei Jahre den strategischen Rahmen für die Unternehmensentwicklung der GIZ (siehe Lagebericht im Jahresabschluss 2014). Nach Analyse von Trends der internationalen Zusammenarbeit definiert sie zukünftige Handlungsfelder für unsere Geschäftsentwicklung.

So hatte sich die GIZ ein umfangreiches, alle vier unserer Nachhaltigkeitsdimensionen umfassendes Nachhaltigkeitsprogramm 2013 – 2015 gegeben mit 25 Zielen und 39 Indikatoren, die fast alle erfüllt werden konnten. Wesentliche Ziele des GIZ-Umweltprogramms 2011 – 2015 und der Genderstrategie wurden im Nachhaltigkeitsprogramm aufgegriffen. 31 Indikatoren wurden vollständig erreicht. Sechs Indikatoren werden wir mit einer leichten zeitlichen Verzögerung erreichen. Nur zwei Indikatoren, die Harmonisierung der fusionsbedingt unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle und Sozialleistungen und die Entwicklung eines neuen Mobilitätskonzepts, werden wir im angestrebten Zeitraum nicht erreichen. Mehr dazu im Fortschrittsbericht unter "Bilanzierung des Programms" (Fortschrittsbericht, S. 16-19). 

Nach Umsetzung einer neuen Aufbau- und Ablauforganisation durch unseren Reorganisationsprozess „bauhaus15" ab 1. September 2015 setzt die GIZ einen neuen Strategieprozess auf. Nachhaltigkeit ist dabei ein integraler Bestandteil dieser Fortschreibung unserer Unternehmensstrategie. Da dieser Prozess bis zur Berichtslegung nicht abgeschlossen war, haben wir uns zunächst ein Übergangsprogramm gegeben, das Ziele beinhaltet, die wir schon bis Ende 2016 erreichen wollen (siehe "Übergangsprogramm Nachhaltigkeit 2016", S. 56).
Die daraus abgeleiteten Jahresziele stellen die zentrale Orientierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der GIZ für das laufende Jahr dar. Sie dienen der Verbesserung von Leistungsprozessen und strategisch wichtigen Bereichen der GIZ und sind mit verschiedenen Programmen und Maßnahmen unterlegt.

Zahlreiche externe Stakeholder spielen für  die Zielerreichung eine Rolle. Daher pflegen wir eine enge Kooperationskultur mit: Auftraggebern und Partnern, nationalen und internationalen, staatlichen oder nicht staatlichen Kooperations-, Allianz- und Netzwerkpartnern sowie mit der Öffentlichkeit. In 130 Ländern der Welt sowie in nahezu allen Bundesländern ist die GIZ präsent.

Für die Zielerreichung sind interne Stakeholder wie  Gesellschafter, Kontrollorgane und Beratungsgremien sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter relevant.
Die Ziele werden durch entsprechende Organe der GIZ vereinbart und ihr Fortschritt beobachtet: Die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand sind gesetzlich vorgeschrieben. Ein Kuratorium mit bis zu 40 ehrenamtlichen Mitgliedern aus Deutschem Bundestag, Ländern und Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaft, berät das Unternehmen. In unserem Wirtschaftsbeirat führen wir seit 2011 den Dialog mit Wirtschaftsvertretern zu gemeinsamen Handlungsfeldern und Kooperationsmöglichkeiten.