3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

FRoSTA AG hat sich klare Ziele gesetzt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Diese wurden mit unseren Stakeholdern ausgearbeitet. Die Zielerreichung wird im Rahmen bewährter Steuerungselemente und durch ein internes Monitoring durch die Nachhaltigkeitsverantwortlichen kontrolliert und mir der Geschäftsführung besprochen.

Unsere detaillierten aktuellen Nachhaltigkeitsziele, inklusive des Zeitrahmens finden Sie hier auf S. 13-17. Eine klare Priorisierung der Ziele haben wir nicht vorgenommen, da für uns die Erreichung der gesamten Ziele von gleicher Wichtigkeit ist.
Hier finden Sie die übergeordneten Ziele:


UMWELT UND KLIMA
        
Reduzierung der spezifischen Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der Herstellung unserer Produkte. Unser langfristiges Ziel: Erreichung vollständig klimaneutraler Herstellungsprozesse.       
         
DIGITALISIERUNG       
Übergeordnetes Ziel: Reduzierung des Stromverbrauchs und der CO2 Emissionen durch Nutzung neuester digitaler Lösungen und digitaler Transformation.

BIODIVERSITÄT     
Übergeordnetes Ziel: gezielte Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt und Erhaltung der Ökosysteme in Agrarlandschaften.
   
VERPACKUNG UND UMWELT             
Übergeordnetes Ziel: Unsere Verpackung hat keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
                          
SOZIALES COMMITMENT                     
Übergeordnetes Ziel: Wir übernehmen Verantwortung für die Lebensbedingungen in den Regionen unserer Werke und der unserer Lieferanten und leisten einen Beitrag zur Verbesserung dieser Bedingungen. 
                     
JOBS/MITARBEITENDE                          
Übergeordnetes Ziel: Wir übernehmen Verantwortung für das Wohl unserer Mitarbeitenden. Wir bieten attraktive Jobs und ermöglichen allen unseren Mitarbeitenden, ihr Fachwissen und ihre Kreativität einzubringen                          


Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen:

SDG 2: Kein Hunger    
FRoSTA ist einer der größten Produzenten von Tiefkühlgemüse in Europa (bio und konventionell). Dadurch haben wir Einfluss darauf, wie Gemüse angebaut wird. Wir geben den konventionellen Landwirt:innen strenge Vorgaben, vom Saatgut über den Einsatz von Dünger und Pestiziden bis zur Bodenbearbeitung (2.4). Für Bio-Landwirt:innen ist dies durch die EG-Öko-Verordnung reguliert.


SDG 4: Hochwertige Bildung  
Wir bilden in allen unseren Werken in verschiedenen Berufen aus. Mit unserem Traineeprogramm investieren wir in unseren eigenen Managementnachwuchs. Wir fördern „Learning-on-Demand“ und bieten viele Weiterbildungen und E-Learnings an, die unabhängig von Zeit und Ort durchgeführt werden können (4.3, 4.4, 4.5).


SDG 5: Geschlechtergleichheit           
Mit über 1.500 Mitarbeitenden aus 30 Nationen und einem Frauenanteil von insgesamt 37% haben wir sowohl Verantwortung als auch Einfluss auf Chancengleichheit und für eine starke Haltung gegen jede Form der Diskriminierung.


SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie        
Wir verbrauchen Energie für die Erzeugung, den Transport, die Verarbeitung und Lagerung unserer Produkte. Direkten Einfluss können wir nehmen, indem wir die Energieeffizienz unserer Produktionsanlagen sowie den Anteil erneuerbarer Energien an unseren Standorten weiter erhöhen (7.2, 7.3). Dazu haben wir uns konkrete Ziele gesetzt.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Wir haben Verantwortung für unsere eigenen Mitarbeitenden und für die Arbeitsbedingungen bei unseren Lieferanten. Die Förderung von Kreativität und Unternehmertum ist fest in unseren Unternehmenswerten verankert. Wir investieren kontinuierlich an allen Standorten und erhöhen dadurch unsere Produktivität. Wir verpflichten uns zu einer nachhaltigen Produktionsweise und setzen uns kontinuierliche Verbesserungsziele (8.4). Unser Ziel ist es, weiterhin profitabel zu wachsen und dadurch Arbeitsplätze zu sichern, auch indem wir in die Ausbildung des eigenen Nachwuchses investieren (8.5, 8.6). Unser „Code of Conduct“, den jeder Lieferant unterzeichnen muss, regelt die Arbeitsbedingungen und ihre Einhaltung und wird bei Lieferanten aus BSCI-Risikoländern durch Sozialaudits überprüft und eingefordert. Mit unseren Lieferanten treffen wir in unserem „Code of Conduct“ unter anderem die Vereinbarung, dass der Lohn und die Zusatzleistungen für deren Arbeiter mindestens den gesetzlich geforderten und branchenüblichen Minima entsprechen und nicht nur die Grundbedürfnisse der Arbeiter und ihrer Familie decken, sondern auch frei verfügbares Einkommen gewähren (8.7, 8.8).


SDG 10: weniger Ungleichheiten Gleichbehandlung und Diskriminierung: Unser internes Qualitätsmanagement-Handbuch verbietet jegliche Form der Ungleichbehandlung und Diskriminierung, sowohl unserer Mitarbeitenden als auch Dritter. In Bezug auf die Arbeitnehmer:innen unserer Lieferanten ist die Gleichbehandlung ebenfalls im „Code of Conduct“ festgeschrieben. An unserem größten Standort Bremerhaven leisten wir einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen, indem wir ihnen die Möglichkeit eines Praktikums mit der Aussicht auf einen Ausbildungsplatz bieten. Außerdem engagieren wir uns in Bremerhaven für das Projekt „Über den Tellerrand“ (10.2).

SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion             
Wir veröffentlichen den CO2 -Fußabdruck für jedes FRoSTA Gericht und schreiben die Herkunftsländer für alle Zutaten auf die Verpackung (12.8). Unsere Verpackung ist sortenrein recycelbar, wir verzichten auf Aluminium und Folie beim FRoSTA Schlemmerfilet und wir haben das Gewicht unserer Verpackung um 10% reduziert (12.5). Tiefkühlung ist ein guter Weg, um Food Waste zu verhindern, denn Tiefkühlware wird aufgrund der langen Haltbarkeit selten weggeworfen. Viele FRoSTA Produkte sind außerdem beliebig portionierbar. Alle organischen Abfälle aus unserer Produktion gehen in eine Biogasanlage. Restbestände aus unseren Lägern spenden wir an soziale Einrichtungen (12.3). Alle zwei Jahre veröffentlichen wir unseren Nachhaltigkeitsbericht (12.6).


SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz         
Wir berechnen und veröffentlichen den CO2 -Fußabdruck für jedes FRoSTA Gericht und nutzen diese Information auch bei der Entwicklung neuer Gerichte. Wir erstellen und veröffentlichen alle zwei Jahre eine Unternehmensklimabilanz (13.3). Wir setzen uns zusammen mit anderen Lebensmittelmarken für eine gesetzlich verpflichtende, einheitliche Kennzeichnung der produktbezogenen CO2-Fußabdrücke ein.


SDG 14: Leben unter Wasser 
Wir verwenden ausschließlich Fisch aus nachhaltigen, MSC-zertifizierten Fischereien (14.4) und kooperieren zusätzlich mit einer kleinen, regionalen Fischerei aus der Nordsee, deren Anforderungen weit über den MSC-Standard hinausgehen, z.B. werden Netze mit größeren Maschen verwendet (14.b). Unser CO2 -Reduktionsziel hilft bei der Erreichung von Unterziel 14.3, Minimierung der Versauerung der Meere. Das Unterziel 14.1, Verringerung von Plastikmüll im Wasser, ist hoch relevant. Wir tragen hierzu vor allem durch eine weitere Reduktion von Plastikverpackungen sowie die Verbesserung der Recyclingfähigkeit bei.

SDG 15: Leben an Land           
Wir verzichten in allen FRoSTA Produkten auf Palmöl (15.1). In Zukunft werden wir den Erhalt der Biodiversität noch stärker in den Fokus rücken und auch hier konkrete Ziele formulieren (15.9).