3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Zur Bestimmung von Nachhaltigkeitszielen haben wir einen systematischen Prozess eingeführt, um qualitative und quantitative Ziele in den zehn identifizierten Handlungsfeldern zu bestimmen. Für jedes der Handlungsfelder haben wir auf Basis einer umfassenden strategischen Analyse strategische Ziele entwickelt, die in einem „Sustainability Dashboard“ festgehalten sind. Aus den strategischen Zielen wiederum haben wir operative Ziele abgeleitet, die eine Umsetzung erleichtern und die Bestimmung konkreter Maßnahmen ermöglichen.  Die Priorisierung der Ziele orientiert sich dabei an unserer Wesentlichkeitsmatrix. Eine hohe Priorität messen wir Zielen innerhalb der Themenfelder bei, die für unsere Stakeholder und uns von hoher Bedeutung sind und bei denen die Auswirkungen unseres Handelns auf Nachhaltigkeitsaspekte als groß einzustufen sind. Ein wichtiger Maßstab bei der Beurteilung, bei welchen Themen wir maßgebliche Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten können, waren die Sustainable Development Goals (SDGs). Hier haben wir analysiert, auf welche SDGs die von uns als wesentlich identifizierten Themen einzahlen. Die erläuternde Darstellung dazu findet sich in der nicht-finanziellen Erklärung unseres Geschäftsberichts für das Jahr 2021. 

Zum Zwecke der Messbarkeit und der Überprüfung der Zielerreichung haben wir die einzelnen Ziele, soweit möglich, mit Indikatoren hinterlegt. Dabei haben wir zum einen auf Indikatoren aus anerkannten Standards wie der GRI zurückgegriffen. In den Handlungsfeldern, wo dies aufgrund fehlender Indikatoren nicht möglich war, haben wir eigene Indikatoren entwickelt. Dieses Dashboard stellt auch ein wertvolles Instrument in unserem Reporting-System dar.

Dort, wo wir noch keine Kennzahlen definieren oder messen konnten, haben wir Zeitpunkte bestimmt, zu denen wir in der Lage sein wollen, das zu tun. Der kontinuierliche Aufbau von Kompetenzen und Fähigkeiten stellt für uns ein wichtiges übergeordnetes Ziel in unserem Nachhaltigkeitsmanagement dar.

Um klare Zuständigkeiten zu schaffen, liegt jedes unserer zehn Handlungsfelder in den Händen von Themenverantwortlichen. Ihre Aufgabe ist es, die jeweiligen Ziele zu bestimmen, deren Erreichung mit entsprechenden Maßnahmen zu unterstützen und anhand der formulierten Kennzahlen zu überprüfen. Dies geschieht stets im Verbund mit anderen Mitarbeitenden, wodurch den Verantwortlichen auch eine wichtige Multiplikatorenfunktion zukommt.

Die Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden und ihre Einbindung in das Thema Nachhaltigkeit stellt ein weiteres wichtiges übergeordnetes Ziel für uns dar. Aus diesem Grund werden wir in den Jahren 2022 und 2023 die interne Kommunikation zu diesem Thema weiter ausbauen und die Mitarbeitenden durch Workshops fachlich weiterentwickeln. Es ist unser Ziel, Nachhaltigkeit zu einem integralen Bestandteil unseres täglichen Handelns zu machen.

Auf einzelne Ziele gehen wir in den nachfolgenden themenspezifischen Kapiteln ein, weshalb hier an dieser Stelle nur einige beispielhaft genannt werden sollen. Angesichts des sich eingangs angesprochenen und weiter beschleunigenden Klimawandels haben wir das ambitionierte Ziel, bis 2028 klimaneutral in der Energieversorgung zu werden. Dafür nehmen wir bereits jetzt zahlreiche Maßnahmen vor, wie eine konsequente Umstellung auf LED-Beleuchtung, das Nachrüsten von Wärmerückgewinnung in sechs unserer Hallen oder auch die weitere Optimierung der Hydraulik im Heizungs- und Kältenetz.

Im Hinblick auf die zunehmende Ressourcenknappheit als zweite zu Anfang dieses Kapitels angesprochene zentrale Herausforderung für die Messebranche wollen wir schrittweise gezielt auf eine großflächige Teppichverlegung (z.B. bei Gangflächen und Wegführungen) verzichten. Dies gilt auch für gedruckte veranstaltungsbezogene Beschilderungen auf unserem Gelände, die durch die konsequente Nutzung des innovativen Navigations- und Informationssystems „myLocation“ reduziert werden sollen.

Über alle Ebenen hinweg soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2025 von gegenwärtig 32 % auf 40 % gesteigert werden. Einen wichtigen Baustein stellt dabei unser Mentoring-Programm „Jump“ zur Förderung des weiblichen Führungsnachwuchses dar. Seit dem Start des Programms im Jahr 2016 ist es uns gelungen, den Anteil weiblicher Führungskräfte um 66 Prozent zu erhöhen. Dieser Erfolg ist Motivation genug, „Jump“ in den kommenden Jahren kontinuierlich fortzuführen und auszubauen.