3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Wir verstehen es als unsere Aufgabe, unsere Vorreiterrolle als erste regionale Filmförderung weiter wahrzunehmen. Für die Initiative „Grüner Filmpass“ können wir die erzeugten Emissionen vergleichen und durch Nachjustieren der Maßnahmen immer bessere Werte erzeugen. In bestimmten Abständen wird eine Evaluierung der Ergebnisse erfolgen und entsprechend im Austausch mit der Branche eine Erhöhung bzw. Verschärfung der Kriterien entwickelt.

Auch international haben wir durch die Unterzeichnung vom „Green Deal“ der Cine Regio /Green Regio Gruppe unsere Absicht klar deklariert. Die Zusammenarbeit mit den europäischen Filmförderungen und Film Commissions entwickelt sich sehr konstruktiv. Durch wachsende Investitionen in grüne Technologien wie die APP „The Green Shot“ werden andere Länder inspiriert, um Nachhaltigkeit und Ökologie stärker zu verankern und Kooperationen einzugehen. Genauso entwickelt sich ein paneuropäischer CO2-Rechner, der gerade für Koproduktionen einen großen Nutzen darstellt.

Längerfristig suchen wir nach Wegen, die Nutzung von Ressourcen in die Sprache von Filmproduktionen zu übersetzen und z.B. CO2-Ausstoß finanziell messbar zu machen. Es sollte sich finanziell lohnen, Energie einzusparen, so entsteht ein geldwerter Anreiz. Ziel ist, den Ansatz dann auf eine europäische Ebene zu heben und die Standards der Filmproduktion neu zu definieren.

An den Bürostandorten sollen Emissionen und Ressourcenverbräuche in den nächsten zwei Jahren neu bemessen und kontinuierlich reduziert werden, z.B. auf dem Weg zum papierlosen Büro, beim Austausch von Licht und Technik sowie Reiseplanung nach ökologischen Kriterien.

Ein besonderes Ziel ist die Reduzierung von CO2-Emissionen im Bereich Energie und Transport / Mobilität, weil in diesen Sektoren nachweislich die meisten Emissionen ermittelt werden. Es liegen Studien vor, die diese These belegen, siehe https://greenshooting.mfg.de/files/02_MFG_Filmfoerderung/PDF/tatort_green_shooting_ergebnisbericht.pdf. Allein diese Tatort Produktion konnte 42% der Emissionen einsparen im Vergleich zu einer herkömmlichen Produktionsweise. Diese Bereiche gelten sowohl für den „Grünen Filmpass“ als auch für das Unternehmen selbst.
Wir müssen die Dienstleiter der Film- und Medienbranche weiter motivieren um innovative Technik gegen veraltete stark emissionslastige Modelle auszutauschen. Generatoren und Aggregate, die mit Diesel betankt werden, müssen gegen Hybrid, Solar- und Wasserstoffangetriebene Modelle ausgetauscht werden. Hierzu werden wir gemeinsam mit dem Dienstleisterverband VTFF nach Investitionsförderungen suchen, um so die finanzielle Belastung abzufedern. Kalkulatorisch werden die höheren Kosten von den regionalen Filmförderungen bundesweit anerkannt. Je höher die Nachfrage aus der Branche auf die Dienstleister trifft, umso größer wird die Motivation sein, die Ansprüche der Auftraggeber*innen zu erfüllen. Gleichzeitig muss die Datenerhebung permanent verbessert werden, um aktuelle Entwicklungen auf dem Markt zu erfassen.

Ein Nachhaltigkeitsteam mit einem Pool an Mitarbeiter*innen bearbeitet die aktuellen Themen kontinuierlich und systematisch weiter, z.B. im Rahmen der DNK-Berichterstattung.

In der Filmproduktion wird durch eine verpflichtende Entsprechungserklärung, die Antragsteller*innen mit dem Förderantrag unterschreiben, sichergestellt, dass die dort beschriebenen nachhaltigen Maßnahmen in vollem Umfang durchgeführt werden. Für die Dauer der Produktion steht die Projektleitung „Grüner Filmpass“ und ein verpflichtend zu beschäftigender Green Consultant beratend zur Seite.
Durch Stichproben wird die Umsetzung durch MOIN überprüft und durch die Projektleiterin ausgewertet.

Die längerfristigen Ziele gelten im Haus als Chefsache und werden von der Geschäftsführung und der Projektleitung „Grüner Filmpass“ in enger Absprache vorangetrieben. Da dies unser erster DNK-Bericht ist und wir noch im Aufbau eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts sind existieren zu diesem Zeitpunkt noch keine quantitativ messbaren Ziele und es erfolgt entsprechend noch keine quantitative Zielprüfung. Auch haben wir die Ziele noch nicht im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse priorisiert. Dies werden wir auf Grundlage des DNK-Berichts für den nächsten Berichtszyklus erarbeiten.

Bisher beziehen wir uns noch nicht auf die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, weil die individuelle Auseinandersetzung der besonderen Situation innerhalb einer Filmproduktion im Vordergrund stand. Zusammen mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie und den weiteren Projekten wie Diversität und Gendergerechtigkeit erfüllen wir bereits wichtige Punkte, die wir fortlaufend verbessern wollen.