3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Mit der Verwurzelung in der Stadt Nienburg und unserer mehr als 80-jährigen Unternehmensgeschichte ist es unser höchstes Ziel, die Ansprüche an eine regionale sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung zu erfüllen.

Hierbei verfolgt die derzeitige Ausrichtung der Geschäftstätigkeit in mittel- und langfristiger Hinsicht die Anpassung und Optimierung der Bewirtschaftung des eigenen Bestandes sowie die Weiterentwicklung der vorhandenen Quartiere. Diese Ziele werden vornehmlich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels unter Beachtung der ökonomischen, sozialen und ökologischen Vertretbarkeit verfolgt.

Ein konkretes Nachhaltigkeitsmanagement befindet sich derzeit noch im Aufbau. Die Erreichung unserer strategischen Nachhaltigkeitsziele soll im Rahmen der zukünftigen regelmäßigen Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgen und durch die Geschäftsführung und das Aufsichtsratsorgan sowie durch unser Nachhaltigkeitsteam kontrolliert werden.

Bei der Entwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements sollen zunächst die wesentlichen aktuellen und unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsthemen (siehe Kriterium 2) identifiziert werden. Ferner sollen Ziele sowie konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung in quantitativer und zeitlicher Hinsicht in den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Wirtschaft, Soziales und Ökologie) konkret definiert und anschließend final priorisiert werden. Hierbei ist die konkretisierende Bezugnahme auf die insgesamt 17 Zielsetzungen der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) geplant.

Hinsichtlich der ökologischen Zielsetzung planen wir, uns an der von der Bundesregierung vorgegeben und im Klimaschutzprogramm 2030 verankerten Zielvorgaben zu orientieren. So sieht dieses Klimaschutzprogramm vor, bis zum Jahr 2030 insgesamt 55 % weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990 zu produzieren. Diese Zielsetzungen sollen durch ein wirtschaftlich nachhaltiges und sozial ausgewogenes Handeln bei unseren Geschäftsaktivitäten erreicht werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts befand sich unsere quantitative und qualitative Priorisierung hinsichtlich der ökologischen Zielvorgaben im Aufbau.

Gegenwärtig lässt sich die Definition und Kontrolle der ökonomischen Zielsetzung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eingesetzten Instrumente im Risikomanagement verfolgen. Hierfür werden IT-gestützte Tools der Portfoliobestandsanalyse, der dynamischen Investitionsrechnung und der strategischen integrierten Wirtschafts- und Finanzplanung eingesetzt.

Die ökonomischen Ziele werden durch gezielte Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen in den eigenen Bestand verfolgt, um diesen nachhaltig aufzuwerten und zu erweitern. Hierdurch soll insbesondere die Ertragskraft der Gesellschaft gestärkt und die Liquidität der Gesellschaft aufrechterhalten werden. Durch die Sicherung der Markt- und Vermietungsfähigkeit des Bestandes sollen nachhaltige Leerstände und Mietausfälle vermieden werden. Ferner soll eine nachhaltige Vermietbarkeit im Hinblick auf ökologische Ziele durch energetische Maßnahmen gewährleistet und gleichzeitig ein positiver Beitrag zur Energie- und CO2-Einsparung im Sinne der Klimaschutzgesetzgebung geleistet werden. Durch den Einsatz dieser Instrumente ist sichergestellt, dass Risiken, die die Zahlungsfähigkeit gefährden und etwaig zu Vermögensverlusten führen sowie die Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen könnten, rechtzeitig erkannt werden und rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Derzeit werden auch soziale Ziele in der Bereitstellung von sozialen und wohnbegleitenden Infrastrukturdienstleistungen für die Mieter der GBN verfolgt. Diese umfassen neben Wohncoaching der Sozialarbeiterin auch umfassende Instrumente der Mieterbetreuung (u. a. Mieter- und Jugendtreffpunkte, Mieterzeitung „Mein Zuhause“, Gästewohnung).

Darüber hinaus verfolgt die Gesellschaft auch strategische Ziele durch den Einsatz des eigenen Regiebetriebes. Neben ökonomischen Zielen durch Kostenvorteile bei der Einsparung der Umsatzsteuer im Gegensatz zum Fremdbezug dieser Leistungen, ermöglicht es uns auch eine schnellere Reaktionsfähigkeit bei erforderlichen Reparaturen und Pflegearbeiten in den Gemeinschaftsanlagen des eigenen Bestandes und eine bessere Arbeitsqualität. Darüber hinaus können positive Einflüsse auf die Identifikation der Mitarbeiter mit der Gesellschaft resultieren. Ferner sind durch die direkte Einflussnahme auf die Aktivitäten des Regiebetriebs auch der schonende und bewusste Einsatz von Ressourcen hinsichtlich Qualität und Quantität für die zu erbringenden Regiebetriebsleistungen von nachhaltiger Bedeutung.