3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Als Versicherer mit einem öffentlichen Auftrag wollen wir unseren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten. Die Ausrichtung auf die ökonomische und ökologische Sicherheit sowie eine Orientierung am Gemeinwohl sind uns wichtig. Bei der Entwicklung unserer Produkte stehen die Bedürfnisse unserer Kunden an erster Stelle. Unsere langfristige Finanzstabilität sichern wir durch verantwortungsvolle Kapitalanlagen ab. Die Anlagen prüfen wir hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsaspekte und berücksichtigen diese bei Investitionen in Unternehmen und Körperschaften.

Ergänzt wird dieser Weg durch unsere Konzepte zur konzernweiten Reduktion von Treibhausgasen. Mit der Teilnahme an dem Projekt „Wege zum klimaneutralen Unternehmen“ von Klimaschutz-Unternehmen e.V. soll eine Implementierungsstrategie für die Provinzial entwickelt werden. Zusätzlich werden die Auswirkungen der politischen Regulierung wie z.B. „ CO2 -Bepreisung“ sowie die Einordnung des individuellen Reduktionspfads zum Erreichen der deutschen Klimaschutzziele untersucht. Darüber hinaus beteiligt sich die Provinzial an der Initiative „Marktoffensive Erneuerbare Energien“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Die für das Berichtsjahr 2020 aufgeführten Handlungsfelder und Ziele haben wir aus der Wesentlichkeitsanalyse (s. Kriterium 2) abgeleitet.  An den Stellen, wo wir einen Beitrag zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der UN leisten können, weisen wir diese in den Zieltableaus aus. Die Einhaltung der Ziele wird von den Handlungsfeldverantwortlichen aus dem Nachhaltigkeitskomitee verantwortet.

Die Basis für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ist eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und detaillierte Integration in die Geschäftsstrategie des Konzerns.

Forcierung der nachhaltigen Ausrichtung in der Geschäftsstrategie 2021: Explizite Ergänzung der überarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategie für den fusionierten Konzern

  Abb.: Nachhaltigkeits-Highlights Provinzial 2020 


Im Rahmen ihres Engagements kann die Provinzial Rheinland auf 10 Jahre Mitgliedschaft bei den Klimaschutz Unternehmen zurückblicken. Die Mitgliedschaft wurde in 2020 auf die Provinzial Holding ausgeweitet. Im Rahmen der Maßnahme „Baum statt Brief“ können 10.000 Bäume gepflanzt werden. Im Rahmen der Partnerschaft mit AfB werden vier Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen unterstützt. Vgl. Kriterium 10 Innovations- und Produktmanagement und Kriterium 11 Ressourcenschonung.

1 Kapitalanlagen

Bei der Umsetzung der aktuellen Strategie im Bereich Kapitalanlagen kommen jeweils spezifische, auf die besonderen Eigenschaften der einzelnen Kapitalanlagenbausteine abgestimmte Ansätze zur Anwendung. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen orientieren sich auch am Umfang der zur Verfügung stehenden Daten zur Beurteilung der Nachhaltigkeit.

Bei der Anlage in Unternehmen (z.B. in Form von Aktien und/oder festverzinslichen Wertpapieren) sollen grundsätzlich alle Formen von Kapitalanlagen vermieden werden, bei denen ein schwerwiegender Verstoß gegen die nachstehenden Prinzipien des „UN-Global Compact“ (UN-GC) vorliegt. Der Ausschluss gilt auch für alle Tochterunternehmen von identifizierten Unternehmen, sofern hier keine eigenständige Beurteilung möglich ist. Ganz konkret werden alle Unternehmen, die in weitreichender Form gegen die internationalen Menschenrechte verstoßen oder die von Zwangs- bzw. Kinderarbeit sowie jeglicher Form der Ausbeutung profitieren, aus dem zulässigen Anlageuniversum des Provinzial Konzerns ausgeschlossen. Gleiches gilt bei schwerwiegenden Verstößen gegen grundlegende Arbeitnehmerrechte (z.B. Vereinigungsfreiheit oder die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen, Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit). Ausgeschlossen werden auch Unternehmen, die in schwerwiegender Form gegen elementare Umweltanforderungen im Zusammenhang mit Klimawandel, Wasser-, Energie-, Landverbrauch oder Biodiversität verstoßen. Darunter fallen auch z.B. gravierende Mängel beim effizienten Einsatz natürlicher Ressourcen oder ein unzureichender Einsatz umweltfreundlicher Technologien im Bereich Energieverbrauch, Abfallvermeidung oder Emissionsreduktion.

Unter dem Aspekt der Begrenzung der globalen Erwärmung schließen wir deshalb Kapitalanlagen in diejenigen Unternehmen aus, die einen substanziellen Anteil ihrer Energie-Erzeugung oder ihres Umsatzes aus dem Rohstoff Kohle generieren oder hinsichtlich ihres sogenannten CO2 -Fußabdrucks bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Seit langem werden Anlagen in allen Unternehmen vermieden, die sogenannte „kontroverse“ Waffen (z.B. Antipersonen-Minen, chemische Kampfstoffe oder ähnlich geächtete Waffensysteme) herstellen.

Insgesamt werden aktuell über 800 Unternehmen (inklusive Tochtergesellschaften) aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Die Beurteilung der Anlagen in Pfandbriefen erfolgt grundsätzlich auf Basis des emittierenden Unternehmens. Für den Ausschluss reicht bereits ein Filterkriterium aus. Vor Erstellung einer finalen Ausschlussliste erfolgt eine Prüfung, ob sich die Risiko-/Return-Profile der betroffenen Kapitalanlagenbausteine wesentlich verändern und damit die Erreichung anderer Kundenziele gefährden könnten. Bisher ist dies nicht der Fall gewesen. Damit ist bei allen Finanzprodukten generell sichergestellt, dass negative Auswirkungen von Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt werden.



Die vierteljährlich überarbeite Ausschlussliste wird allen Asset-Managern (intern und extern) zur Befolgung vorgegeben und deren Umsetzung regelmäßig durch das Kapitalanlage-Controlling überprüft. Anhand des Reportings unserer Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) oder der von der KVG gemeldeten Verstöße gegen die Anlagerichtlinien bzw. Ausschlusslisten werden nicht gewünschte Entwicklungen zeitnah in den zuständigen Gremien diskutiert.

  
  Abb. Prozess Bereich Wertpapiere

Bei Kapitalanlagen in Unternehmen wird zusätzlich im Rahmen einer Dekarbonisierungsstrategie das Ziel verfolgt, einen geringeren CO2 -Fußabdruck auszuweisen als der Vergleichsmaßstab. Dazu wird die Wertentwicklung anhand von marktabhängigen, liquiden Benchmarks gemessen. Der CO2 -Fußabdruck wird als Emissionsintensität aller Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Referenzindex untersucht. Berücksichtigt werden die jährlichen direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) CO2 -Emissionen der Unternehmen in Relation zur gesamten Geschäftsaktivität des Unternehmens (Umsätze). Die Kohlenstoffintensität von Portfolios wird als mit den aktuellen Portfolioanteilen gewichtete Summe der Kohlenstoffintensität der einzelnen Unternehmen errechnet. Aufgrund einer nicht hinreichend breiten und belastbaren Datenbasis werden derzeit die vor- und nachgelagerten Emissionen (Scope3) noch nicht berücksichtigt.

Bei Kapitalanlagen in Staaten und Gebietskörperschaften wendet die Provinzial die wichtigsten Prinzipien des UN-Global Compacts an. Dies hat zum Ziel, diejenigen Staaten oder Gebietskörperschaften von der Anlage auszuschließen, die u.a. bei der Gewährung elementarer Bürgerrechte oder -freiheiten, bei der wahrgenommenen Korruption oder bei den notwendigen Veränderungen resultierend aus dem Klimawandel bestimmten Mindestanforderungen nicht genügen. Aktuell werden über 40 Staaten aus unserem Anlageuniversum ausgeschlossen.




Für die Asset-Klassen Hypotheken, Private Equity und Immobilien liegen ebenfalls Konzepte zur Beurteilung durch ESG-Kriterien vor. Weiterführenden Angaben: 
https://www.provinzial-konzern.de/export/sites/pkp/_resources/download/konzern/nachhaltigkeit/20210225_AngabenProvinzialKonzern_TransaprenzVO.pdf


Mit der Unterzeichnung der Prinzipien des PRI forcieren wir folgende Aspekte:


Der Provinzial Konzern hat sich durch den Beitritt zur PRI-Initiative dazu verpflichtet, als aktiver Anteilseigner ESG-Themen in der Investitionspolitik zu berücksichtigen. Dazu zählt auch, Unternehmen und Körperschaften, in die die Provinzial investiert hat, zu einer angemessenen Offenlegung in Bezug auf ESG-Themen anzuhalten. Um künftig direkteren Einfluss auf einige uns besonders wichtige Themen nehmen zu können, hat die Provinzial Asset Management einen externen Dienstleister aus dem öffentlich-rechtlichen Verbund für das Engagement und Voting beauftragt. Dieser kann die konkreten Weisungen, Anforderungen oder Schwerpunktthemen gebündelt und zielgerichtet umsetzen. Bei den Anlagen in Immobilien und Private Equity thematisiert die Provinzial Asset Management GmbH Nachhaltigkeitsgesichtspunkte in den Mandaten, in denen wir in den Gremien vertreten sind. Eine aktive Gremienmitgliedschaft wird bei neuen Investments verfolgt. Weitere Hinweise zur Mitwirkungspolitik (Rolle als „active shareholder“) sind hier veröffentlicht: https://www.provinzial-konzern.de/export/sites/pkp/_resources/download/konzern/nachhaltigkeit/20210225_AngabenProvinzialKonzern_TransaprenzVO.pdf


Anteil der Kapitalanlage, bei der eine Auswahlprüfung nach ESG-Faktoren vorgenommen wurde:

Quote ESG-geprüfte Kapitalanlage ca. 96 %
Stand 31.12.2020
(Vgl. Leistungsindikatoren 10)

Alle Unternehmen oder Staaten, die innerhalb der oben genannten Quote unter eines der Filterkriterien fallen, gelten in ihrer Gesamtheit als „nicht nachhaltig“. Von der definierten Sperrliste für Unternehmen, Staaten und Gebietskörperschaften sind per 31.12.2020 nur noch ca.
1,05 % der Kapitalanlagen betroffen.





 

2 Digitalisierung

Im Handlungsfeld Digitalisierung konzentrieren wir uns auf zwei Ausrichtungen: Die CO2 Reduktion durch die Digitalisierung von Prozessen sowie die Steigerung der Akzeptanz der Mitarbeitenden für digitale Infrastrukturen. Ein Beispiel für die Reduktion von CO2 -Emissionen und für Ressourcenschonung ist die 2020 initiierte Kampagne „Baum statt Brief“. Mit dieser Aktion pflanzen wir für jede Registrierung zu unserem elektronischen Postfach im Kundenportal einen Baum in unserem Geschäftsgebiet. Die Maßnahme wird von der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ umgesetzt und wird perspektivisch in 2021 fortgeführt.

In 2020 konnten wir 10.092 Registrierungen über die Kampagne umsetzen. Die ersten 6.000 Bäume wurden bereits im Herbst 2020 gepflanzt. Konkret wurden jeweils 3.000 Bäume in Arnsberg im Sauerland und bei Salem im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein durch die „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ gesetzt. Weitere Pflanzungen folgen in 2021.
  
Papiereinsparungen „Baum statt Brief“ 2020:


  949.000 Seiten Papier*  

*1,8 Dokumente im Monat à 5,5 Seiten pro Kunde
(durchschnittliche Angaben aus Business Case);
Kampagnenzeitraum 9,5 Monate, 10.092 Anmeldungen
                                                                              

Darüber hinaus werden wir in 2021 fusionsbedingt viele Prozesse konsolidieren müssen. Die Digitalisierung wird ein entscheidender Faktor für die Ressourcenschonung oder die Vermeidung von CO2 -Emsissionen sein. Parallel dazu werden wir das Thema Green IT angehen, um die Prozesse und die benötigte Infrastruktur unter Nachhaltigkeitsaspekten zu beleuchten.

In 2020 wurde je ein DigiLab an den Standorten in Kiel und Münster eröffnet. In diesen Räumlichkeiten können alle Mitarbeitenden die neuesten Entwicklungen für Arbeitsplätze bis hin zu modernster Konferenztechnik testen. Begleitet wird das Konzept durch ein Projektteam der IT, so dass zum einen alle Mitarbeitenden bei dem Umgang mit der Technik betreut werden und gleichzeitig die Geeignetheit für den praktischen Einsatz unmittelbar überprüft werden kann. So kann die Akzeptanz für digitale Infrastrukturen bei Mitarbeitenden erhöht werden. Durch den Einsatz innovativer Techniken oder Produkte werden Ideen gefördert. Am Standort Düsseldorf wurde unter einer ähnlichen Zielsetzung eine Zukunftswerkstatt initiiert. Darunter fielen Formate wie bspw. Ideen-Cafés – ob klassisch oder in Form von „Design-Thinking“ – oder Themen wie Cross-Mentoring, um andere Unternehmenskulturen kennen zu lernen, den "Blick über den Tellerrand" zu wagen oder neue Impulse und Eindrücke aus der Kultur eines anderen Unternehmens für die persönliche Weiterentwicklung zu nutzen. Ergänzt wurde das Konzept durch Impuls-Vorträge mit verschiedensten Themenschwerpunkten.

Auf der Plattform „meinzuhauseundich.de“ der Provinzial Rheinland werden Handwerkerdienstleistungen angeboten. Vermittelt werden dort regionale Handwerker aus verschiedenen Gewerken. Über das etablierte Handwerkernetz im Rahmen der Schadenregulierung kann auf eine 10jährige Erfahrung sowie auf höchste Qualitätsstandards zurückgegriffen werden. Darüber hinaus übernimmt die Provinzial Rheinland fünf Jahre Gewährleistung für alle über meinzuhauseundich.de zustande gekommenen Arbeiten. Geplant ist ein gezielter Ausbau unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten wie z.B. Dienstleistungen oder Beratungen rund um das Thema erneuerbare Energien oder Schadenverhütung.


  

3 Versicherungsprodukte

Grundsätzlich leisten Versicherungsprodukte bereits in vielen Bereichen unseres Kerngeschäfts einen nachhaltigen Beitrag. In der Wohngebäude- und Hausratversicherung werden z. B. Kunden vor den finanziellen Folgen von Naturgefahrenereignissen wie Unwettern mit Sturm oder Starkregen abgesichert. Im Bereich Vorsorge wird ein Beitrag gegen Altersarmut geleistet. Darüber hinaus sind durch unsere allgemeine Geschäftsausrichtung wichtige Grundsätze für unsere Kunden verankert:  Insgesamt prüfen wir in dem Handlungsfeld „Versicherungsprodukte“ eine Integration nachhaltiger Aspekte in die Produktentwicklungsprozesse.


Tab: Angaben durch Expertenschätzungen

Insgesamt ist es das Ziel, sowohl den Anteil an nachhaltigen Versicherungsprodukten zu steigern als auch die einzelnen Versicherungsbausteine unter Nachhaltigkeitsaspekten weiterzuentwickeln. Das gilt gleichermaßen für den Bereich Altersvorsorge wie für die Kompositsparten.

Darüber hinaus werden wir in einer Tochtergesellschaft der Provinzial über die Plattform „meinzuhauseundich.de“ gezielt nachhaltige Dienstleistungen ausbauen. (s. Ziele Digitalisierung)


   

4 Kundenbegeisterung

Auch nach der Fusion bleibt die Ausrichtung auf unsere Kunden ein zentrales Ziel im Konzern, das auch das Nachhaltigkeitsmanagement prägt: Wir wollen Kunden begeistern, um die Provinzial zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Parallel zur Fusion wird nun ein gemeinsames Kundenbegeisterungsprogramm, basierend auf den Erfahrungen beider Häuser, gestartet.

Eine Differenzierung erfolgt durch eine klare Identität, Leistungsstärke und eine persönliche Ansprache. Das sind die Stellhebel für Kundenbegeisterung:

Unternehmensweiter Kundenfokus
  Klare Identität   Viele Kontakte   Konsistente Serviceerlebnisse   Digitale Integration Im kommenden Jahr werden einige Schwerpunkte verfolgt: Diese drehen sich rund um den Ausbau des Themas Kundenfeedback und die Zusammenführung der Kundenportale. Es gilt, mehr Wissen über die Bedürfnisse der Kunden aufzubauen und zu nutzen. Mithilfe des Leadmanagements werden gezielt Vertriebsanlässe für Vertriebspartner geschaffen und Maßnahmen ergriffen, um aus potenziellen Kunden tatsächliche zu machen.





Abb. Perfekte Kundenerlebnisse führen zu begeisterten Kunden




     


5 Arbeitgeberattraktivität

Als attraktiver Arbeitgeber möchten wir eine hohe Anziehungskraft für die Potenziale von morgen und für unser eigenen Mitarbeitenden eine hohe Bindungskraft haben. Unsere Belegschaft zeichnet sich durch eine lange Betriebszugehörigkeit aus. Das ist ein Indikator für einen attraktiven Arbeitgeber, und das soll auch so bleiben.

Um Mitarbeitende zu gewinnen, an die Provinzial zu binden und auch zu entwickeln, stehen mehrere Maßnahmen auf dem Programm. Zunächst geht es darum, im Rahmen der Konsolidierungsphase ein fusionsbegleitendes Change Management anzubieten und die Ansätze zu „New Work“ zu harmonisieren. Um die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden zu forcieren, werden attraktive Karrierepfade ausgewiesen. Darüber stärken wir die Arbeitgebermarke.

Die Realisierung einer flexiblen Arbeitsumgebung für unsere Mitarbeitenden, die sich an Lebenssituationen und Räumlichkeiten anpasst, gehört zu den Rahmenbedingungen, die wir grundsätzlich als attraktiver Arbeitgeber im Fokus haben. Dazu zählt auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein weiterer Aspekt, der auf der Agenda steht, ist die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt. Damit fördern wir die Chancengerechtigkeit.
Informationen zu unseren Mitarbeitenden finden Sie auch unter den Kriterien 14-16.


 

 

6 Ressourcenschonung

Unsere Versicherungsprodukte verbrauchen keine natürlichen Ressourcen. Anders sieht es im Geschäftsbetrieb aus. Dort können wir den Verbrauch natürlicher Ressourcen jedoch aktiv beeinflussen und senken.

Deshalb ist es ein zentrales Ziel, bis 2025 einen klimaneutralen Geschäftsbetrieb über die Scope 1 und Scope 2-Emissionen zu erreichen.

Die Verbräuche im Rahmen unseres Geschäftsbetriebs und die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen messen wir dezentral an allen Konzernstandorten. Schon jetzt setzen wir an den Direktionsstandorten innovative Technologien und Maßnahmen ein, die uns helfen, den Verbrauch von Strom, Wärme und Wasser zu reduzieren.

Alle Maßnahmen und Prozesse führen wir fort und entwickeln sie weiter. Bereits umgesetzte Maßnahmen sind insbesondere: Details zu den aktuellen Verbräuchen finden Sie in den Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 und 12.

Darüber hinaus werden wir sukzessive die Einbeziehung von Scope 3-Emissionen weiter ausbauen. Zentrale Ansatzpunkte sind dabei Mobilität, Kapitalanlagen sowie der Papierverbrauch. Um die Ziele für die Provinzial gut zu konkretisieren beteiligen wir uns an dem Projekt „Wege zum klimaneutralen Unternehmen“. Dies ist eine Initiative der Klimaschutzunternehmen und dem Institut Umweltgerechte Produkte und Prozesse upp der Universität Kassel. In mehreren Modulen und Workshops entwickeln wir ein Umsetzungskonzept für die Provinzial.





In 2020 lag der Fokus auf der ersten Konsolidierung der Ziele für den fusionierten Konzern. Für 2021 ist eine weitere Konkretisierung des Ambitionsniveaus vorgesehen. Die XDC-Analyse (vgl. Kriterium 1) hilft, die eigene Datenerhebung in eine Klimaperspektive besser einordnen zu können, sowie bei der Identifizierung und Priorisierung von Maßnahmen für das Jahr 2021.


Die Zielerreichung wird durch die Handlungsfeldverantwortlichen aus dem Nachhaltigkeitsomitee kontrolliert. Dazu werden unterjährig die Zielfortschritte im Nachhaltigkeitskomitee vorgestellt.