3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) verfolgt mit jedem öffentlichen Unternehmen die Erreichung branchenspezifischer Ziele. Die für die einzelnen öffentlichen Unternehmen vorgegebenen Ziele finden sich insbesondere in den vom Hamburger Senat verabschiedeten Zielbildern wieder. Diese dienen den Geschäftsleitungen der öffentlichen Unternehmen als Handlungsleitlinien. Die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) verpflichtet sich den Anforderungen des Hamburger Senats.

Ein wichtiges Ziel ist der Schutz der Umwelt und des Klimas. Der Senat erklärt mit dem Masterplan Klimaschutz das Ziel, die CO2-Emissionen bis 2050 gegenüber 1990 um mindestens 95 % zu reduzieren. Mit den Maßnahmen des Aktionsplans 2020 soll als Zwischenziel eine Reduzierung des CO2- Ausstoßes um 40 % erreicht werden. In diesem Rahmen setzt die HMC sich auf kurz- und mittelfristiger Ebene zunächst das Ziel, die ökologischen Auswirkungen ihres unternehmerischen Daseins mithilfe einer CO2-Bilanzierung festzustellen. Dementsprechend wird für das Jahr 2019 erstmalig der CO2-Fußabdruck durch die/den Klimaschutzbeauftragte/-n ermittelt. Die Zusammenarbeit mit einem Servicedienstleister (ClimatePartner) sichert das Erreichen des Ziels und die Validität der gesammelten Daten.

Die Priorität der weiteren wesentlichen Ziele liegt auf drei anzustrebenden Maßnahmen der Nachhaltigkeit gemäß dem Hamburg Corporate Governance Kodex (HCGK):

  1. Für das Jahr 2019 wird die HMC erstmalig einen qualitativen Nachhaltigkeitsbericht gemäß den Kriterien des DNK veröffentlichen.
  2. Ein weiteres kurz- bzw. mittelfristiges Ziel, dem sich die HMC als öffentliches Unternehmen verpflichtet, ist die vollständige Kompensation aller Flugreisen. Die Wichtigkeit der Kompensation von Flügen ergibt sich aus den hohen Emissionen, welche hierbei verursacht werden. Ab 2020 werden demnach alle Daten zu dienstlichen Flugreisen durch klimabewusstes Travel-Management mithilfe des Reisedienstleisters der HMC HANSALOG erfasst und über Kompensationsbeträge monetär neutralisiert. Die Kompensationsbeträge sind zeitnah gesammelt an die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft abzuführen.
    Weitere Details sind der Verwaltungsvorschrift zum Hamburgischen Reisekostengesetz zu entnehmen.  
  3. Im Jahr 2019/20 hat die HMC erstmals ihren Beitrag zu den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen gemäß dem HCGK niedergeschrieben. Die Orientierung an den global anerkannten SDGs trägt dazu bei, ökonomische, ökologische und soziale Belange zu vereinen. Die HMC fühlt sich nachhaltigem Handeln in allen Bereichen verbunden. Detaillierte Maßnahmen und die Zielsetzung je SDG sind ab August 2020 auf der Unternehmenswebseite für die breite Öffentlichkeit zugänglich.
Außerdem ist geplant, die Beschäftigten der HMC mehr in die Themen Umwelt- und Klimaschutz einzubeziehen, indem künftig über die HMC-Akademie entsprechende Nachhaltigkeitsschulungen angeboten werden. Die Zuständigkeit aller Nachhaltigkeitsziele im Bereich Umwelt- und Klimaschutz obliegt der/dem Klimaschutzbeauftragten der HMC, die/der seit 2009 für diesen Themenkomplex verantwortlich ist. Unterstützt wird der/die Klimaschutzbeauftragte dabei durch eine abteilungsübergreifende „Projektgruppe Nachhaltigkeit“. Der/die Klimaschutz-Beauftragte berichtet als Stabsstelle direkt der Geschäftsführung. Weitere Ziele neben der Erfüllung der umweltpolitischen Ziele der FHH:
  • CO2-Reduzierung
  • Betriebliche Ressourcenschonung
  • E-Tankstellen
  • Wechsel zu LED-Leuchtmitteln
  • Innovative und zukunftsorientierte Unternehmensführung (z. B. digitale Transformation)
  • Förderung und Schutz der Arbeitnehmer/-innen durch
    • Hochwertige Aus- und Weiterbildung
    • Attraktive Arbeitsbedingungen
    • Arbeitssicherheit
    • Compliance