3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Nachdem die VR Bank SWW eG zwischenzeitlich ein wirksames Nachhaltigkeitsmanagement aufgebaut hat, eine Nachhaltigkeitsleitlinie festgelegt, in der Geschäfts- und Risikostrategie verankert und mit der Balanced Scorecard verknüpft hat, ist es aus Sicht der Bank nun notwendig, das Thema Nachhaltigkeit Schritt für Schritt in alle Geschäftsbereiche und -prozesse der Bank zu integrieren.

Künftig werden ökologische und soziale Kriterien unter Berücksichtigung des Regionalitätsprinzips verstärkt in den Beschaffungsprozess aller Güter und Dienstleistungen, die zum Erhalt des Geschäftsbetriebs notwendig sind, integriert. Hierfür hat der Nachhaltigkeitsrat im Jahr 2020 eine konkretisierende Einkaufs- und Beschaffungsleitlinie erstellt, die festlegt, wie diese Kriterien unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vernunft zu gewichten sind.

Darüber hinaus erfolgt die Nutzung von Ressourcen zukünftig noch verbrauchsschonender. Hierzu sammelt und prüft der Nachhaltigkeitsrat mögliche Maßnahmen zur Ressourceneinsparung und leitet anschließend entsprechende Handlungsmaßnahmen wie z.B. der Einstieg in die Ökobilanzierung und in die Elektromobilität ab.

Auch das Personalmanagement orientiert sich künftig an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit. Unter anderem bedeutet dies, dass sich auch die Themen wie Führung und Personalentwicklung an ökologischen und gesellschaftlichen Themen ausrichten. Hierfür werden ein Betriebliches Gesundheitsmanagement aufgebaut und die Maßnahmen im Bereich der Zertifizierung „Beruf und Familie“ umgesetzt.

Neben der Entwicklung von Nachhaltigkeitskriterien für Eigen- und Fremdanlagen sowie die Vergabe von Krediten werden die Möglichkeiten nachhaltiger Geldanlagen ausgebaut. Darüber hinaus hat die VR Bank SWW eG im Jahr 2020 fünf zertifizierte Nachhaltigkeitsberater ausgebildet. Ein Großteil der Eigenanlagen wird bereits in nachhaltige Werte investiert. Langfristig gesehen investieren 98 Prozent der Eigenanlagen in nachhaltige Werte.

Weiterhin wird die Beziehung zu den Mitgliedern und Kunden sowie die regionale Verankerung intensiviert. Neben zahlreichen Aktivitäten gehört hierzu auch ein vielfältiges gesellschaftliches und soziales Engagement. Dieses regionale Engagement wird durch ein jährlich ansteigendes Spendenvolumen gefördert.

Um die nachhaltige Entwicklung der Bank glaubwürdig darzustellen, sind eine offene und transparente interne und externe Kommunikation notwendig. Für die Zukunft strebt die Bank eine Stärkung des Mitarbeiter- und Stakeholder-Dialogs an. Hierfür sollen zunächst die Sitzungsstrukturen der Bank überarbeitet und ein jährlicher Nachhaltigkeitsbericht erstellt werden. Darüber hinaus lässt sich die Bank in regelmäßigen Abständen (alle 3 Jahre) durch den externen Partner, das INAB, rezertifizieren und führt ein jährliches Zwischenaudit durch.

Die Ziele und deren Erreichung werden vierteljährlich durch den Nachhaltigkeitsrat überprüft, um darauf aufbauend neue Ziele und Maßnahmen abzuleiten. Die Prioritäten der Ziele leiten sich aus der Zielerreichung für die Rezertifizierung sowie der Umsetzbarkeit auf Basis von Zeitaspekten, Mitarbeiterkapazitäten, Kosten und Schwierigkeitsgraden ab. Eine Konkretisierung, beispielsweise durch eine Quantifizierung und/oder zeitliche Begrenzung, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Derzeit beziehen sich die Nachhaltigkeitsziele der VR Bank SWW eG nicht auf die SDG's der UN. Der Bezug soll aber – spätestens wenn das Nachhaltigkeitsmanagement aufgebaut ist und erste Grundpfeiler gelegt sind – auch auf die SDG's der UN hergestellt werden.