3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Das umfassende qualitative Zielbild der Sparda-München eG ergibt sich mittel- bis langfristig durch die Gesamtbankstrategie und wird kurz- und mittelfristig durch Ergebnisse aus Befragungen und Dialogen mit den Stakeholder-Gruppen ergänzt.  

Die regelmäßige Auditierung als gemeinwohlbilanzierendes Unternehmen gehört zu den wichtigsten qualitativen Zielsetzungen der Sparda-Bank München eG. Der Gemeinwohl-Bericht ist der umfangreichste Nachhaltigkeitsbericht der Bank (Details hierzu sind unter DNK-Kriterium 1 zu finden). Als Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank möchte die Sparda-Bank München eG ein positives Beispiel für eine am Gemeinwohl orientierte Art des Wirtschaftens sein und priorisiert dieses Thema dementsprechend hoch.   

Die oberste Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit nimmt der Vorstand wahr. Auf operativer Ebene ist die Abteilung Unternehmenskommunikation/Nachhaltigkeitsmanagement für die Planung, Durchführung und Evaluation der Nachhaltigkeitsthemen zuständig (Details hierzu sind beschrieben unter DNK-Kriterium 5).  

Das quantitative ökonomische Zielbild der Sparda-Bank München eG wird hauptsächlich gespeist aus den Werten der Balanced Scorecard.  

Quantitative ökologische Ziele werden vorrangig durch die jährlich erstellten CO2-Bilanzen definiert. Diese Berichte ermöglichen einen Überblick über alle vom Unternehmen beanspruchten Ressourcen innerhalb eines Jahres und weisen die entsprechenden Emissionsäquivalente aus. Die Bank hat stets den Anspruch, ihre Emissionen – wo möglich – zu vermeiden und den Ressourcenverbrauch weiter zu verringern. Konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen, die aus der Evaluation der CO2-Bilanzen entstehen können, sind unter DNK-Kriterium 12 und 13 näher erläutert. Infolge der Hinzunahme weiterer Kennzahlen kann es zwar vereinzelt zu Erhöhungen der Emissionswerte in bestimmten Bereichen kommen, doch langfristig erweitert und konkretisiert die Sparda-Bank München eG dadurch ihr detailliertes Nachhaltigkeitsberichtswesen. Nachdem die Bank ihre Realverbräuche in den Jahren 2017 und 2018 erfolgreich reduzieren konnte, sind sie 2019 leicht angestiegen, aber 2020 wieder gesunken (siehe dazu auch DNK-Kriterien 12 und 13). 

Durch die Auditierung im Rahmen der Gemeinwohl-Bilanz erhält die Sparda-Bank München eG als gemeinwohlbilanzierendes Unternehmen regelmäßig eine im Testat festgeschriebene gemeinwohlökonomische Bilanzsumme, die das Unternehmen kontinuierlich steigern möchte. Für die Berichtsjahre 2013/2014 erreichte die Bank 559 Punkte, für die Jahre 2015–2017 konnte sie sich auf 602 Punkte steigern. Wie bereits beschrieben, findet die Auditierung des Gemeinwohl-Berichts für die Berichtsjahre 2018 und 2019 Mitte 2021 statt und wird auf der Homepage veröffentlicht.

Der Anspruch der Sparda-Bank München eG ist es, kontinuierlich in allen Bereichen der Nachhaltigkeit Fortschritte zu machen. Die Fachabteilungen sind für die Umsetzung von Maßnahmen verantwortlich. Es gibt daher derzeit keine Nachhaltigkeitsziele, die gegenüber anderen Nachhaltigkeitszielen priorisiert werden.  

Im Berichtsjahr hat die Sparda-Bank München eG damit begonnen, sich mit den Sustainable Development Goals (SDGs) auseinanderzusetzen. In einem ersten Schritt wurde gemeinsam mit einem externen Dienstleister die Relevanz der SDGs für die Sparda-Bank München eG in einem abteilungsübergreifenden Workshop bewertet. Ziel war es, die Tätigkeiten und die Wirksamkeit der Bank hinsichtlich Nachhaltigkeit aufzuschlüsseln und den SDGs zuzuordnen. Des Weiteren wurden die SDGs herausgearbeitet, die bei der Sparda-Bank München eG übergeordnete Bedeutung für das Unternehmen haben. Als Fokus-SDGs wurden festgelegt: SDG1 (keine Armut, SDG 4 (hochwertige Bildung), SDG 5 (Geschlechtergleichheit), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele). Um den Beitrag der Sparda-Bank München eG auf diese Fokus-SDGs zu erhöhen, wurden erste konkrete Umsetzungsvorschläge erarbeitet. Im zweiten Schritt gilt es, diese Umsetzungsvorschläge ab 2021 nun in der Strategie der Bank integriert verstärkt anzugehen und die Ziele sowie Fortschritte entsprechend zu kommunizieren.