3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Der Geltungsbereich der Nachhaltigkeitsziele wird auf die strategischen Prioritäten ausgerichtet, die in der Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden. Auf dieser Basis formuliert die WERTGARANTIE Group Nachhaltigkeitsziele, die regelmäßig im Rahmen einer Umsetzungskontrolle überprüft werden. Die Zielerreichung wird durch die jeweiligen Bereichsleitungen und in Form von Ressortberichten an den Vorstand kontrolliert kommuniziert. Sofern der Zielerreichungsgrad bekannt ist, wird er im Rahmen dieser DNK-Erklärung berichtet.

Die Zielsetzung erfolgt in den zuvor von Bereichsleitung und Vorstand als wesentlich identifizierten Bereichen. Die jeweilig betroffenen Bereichsleitungen definieren und priorisieren damit die Ziele. Nach einer vollständigen Auswertung der Wesentlichkeitsanalyse 2020 soll im ersten Halbjahr 2021 geprüft werden, in welchen Bereichen auch die Nachhaltigkeitsziele angepasst werden müssen.

Die SDGs werden hierbei aktuell als keine eigene Zielgröße benannt, fließen aber thematisch in die Nachhaltigkeitsziele ein. Insbesondere SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ wird durch das Kerngeschäft der Reparatur von Geräten bedient.

Einige Nachhaltigkeitsziele sind qualitativ ausgerichtet. Auch wenn sie in manchen Fällen nicht quantitativ beschrieben werden können, haben sie eine wesentliche Bedeutung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der WERTGARANTIE Group. Die wichtigsten aktuellen Nachhaltigkeitsziele lauten:

1. Digitalisierung inkl. Datenschutz

Umfassender Datenschutz bei voranschreitender Digitalisierung durch die maximale Nutzung aller technischen und organisatorischen Möglichkeiten
(siehe dazu https://www.wertgarantie.de/Home/Service/datenschutz.aspx).

Weitere Reduktion „physischer“ Postsendungen mit Einsparungen von Papier, Druck- und Portokosten.

Steigerung des Angebots qualifizierter Arbeitsplätze durch die Automatisierung von Routinetätigkeiten.

Optimierung der Dunkelverarbeitung und der elektronischen Zuordnung in Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Informationstechnologie und Betriebsorganisation.

2. Mitarbeiter

Key Performance Indicator (im Folgenden KPI)

Weiterbildungsquote:         
Unternehmensziel: Mitarbeiterentwicklung
Personalziel: Mitarbeiter entwickeln – Fit für die Arbeit 4.0          
Definition: Anzahl der Weiterbildungstage / Summe der Teilnehmer          
Ziel: 2,5 Tage pro Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt  

KPI-Quote Mitarbeiterjahresgespräche:          
Unternehmensziel: Mitarbeiterentwicklung          
Personalziel: Mitarbeiter inspirieren – Führung heißt entwickeln          
Definition: Anzahl geführte Mitarbeiterjahresgespräche / Summe zu führender Mitarbeiterjahresgespräche          
Ziel: 95 % geführte Mitarbeiterjahresgespräche      

KPI-Quote Entwicklungspläne:          
Unternehmensziel: Mitarbeiterentwicklung          
Personalziel: Engagierte Mitarbeiter – Entwickeln heißt Initiative ergreifen  
Definition: Anzahl dokumentierter Entwicklungspläne (in Bearbeitung) / Summe zu führender Mitarbeiterjahresgespräche (d. h. statusunabhängig)           
Ziel: 50 % dokumentierte Entwicklungspläne  

3. Risikobewertung und Verhaltenskodex 

Anwendung der neuen Leitlinie zur Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern an und in allen Unternehmensbereichen.    

Erstellung von „Verhaltensgrundsätzen“ zu energie- und ressourcenschonendem Verhalten und Müllvermeidung bzw. -trennung.  

4. Stakeholderdialog    

Der Dialog mit den Stakeholdern Kunden, Fachhandelspartnern und Mitarbeitern wird ausgeweitet und fließt im Ergebnis in die weitere strategische Ausgestaltung ein.  

Die Einbindung des Themas Nachhaltigkeit in die Kundenzufriedenheitsbefragung durch den TÜV ist jährlich geplant.   

Weiterer Ausbau der Nachhaltigkeitskommunikation.  

5. Umwelt mit Schwerpunkt Abfall und Mobilität

Ein wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie ist das Ziel eines CO2-neutralen Geschäftsbetriebs bis 2025. Nach einer Auswertung der Wirksamkeit bisheriger CO2-Reduktionsmaßnahmen ist deutlich geworden, dass im Zusammenspiel mit dem Erwerb von CO2-Klimazertifikaten dieses Ziel noch vor 2025 zu erreichen ist. Daher schärft WERTGARANTIE momentan diese Zielsetzung noch einmal nach. Darüber hinaus gelten aktuell folgende Ziele:

Verbesserte Abfalltrennung und Restmüllreduktion
 
Jährliche Erfassung und Ausbau der Energie-Kennzahlen
 
Bedarfsgerechte Schaltung von Bürobeleuchtung
 
Nutzung einer Photovoltaikanlage

Einsatz von LED bei Gebäuderenovierungen
 
Ausbau des betrieblichen Mobilitätsmanagements

Reduzierung des Verbrauchs durch stromsparenderen Umgang mit der IT-Hardware durch die Mitarbeiter (inklusive einer dazugehörigen Informationskampagne)

Verzicht auf Inlandsflüge und Ersatz durch Bahnreisen (sofern Kosten und Zeitfaktoren gleich sind; 100 % emissionsfreie Bahnfahrten durch Bahncard Business): Reduzierung der Flugreisen um 50 % bis 2025
Reduzierung von Dienstreisen und Übernachtungen um je 20 % (durch mehr Videokonferenzen anstatt Präsenzterminen)

Erhöhung des Anteils verbrennungsfreier Antriebe im Innendienst auf 50 % bis 2025

Weitere Optimierung des Tourenplanungssystems für den Außendienst    

Weitere Papierreduktion durch Digitalisierung  

Umstellung des Brief- und Büropapiers und der Werbemitteldruckstücke zu 100 % auf Recyclingpapier

6. Innovation und Produktentwicklung    

Ausbau des Prinzips „Reparieren statt Wegwerfen“ als Kernelement einer nachhaltig ausgerichteten WERTGARANTIE Group.    

Steigerung der Reparaturquote zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten als klarer Beitrag zur Nachhaltigkeit.    

Ausbau und Verbesserung von Kunden-Services wie Online-Plattformen, Reparaturmarktplätzen wie PRO REPAIR und clickrepair, Apps und Chatfunktionen.    

Im Jahr 2021 wird die WERTGARANTIE Group die Ergebnisse einer repräsentativen deutschlandweiten Studie zum Thema „Reparieren statt Wegwerfen“ veröffentlichen. Dafür setzt die WERTGARANTIE Group eine große Marketingkampagne für das Frühjahr 2021 auf, die vor allem am Point of Sale (PoS) gespielt werden soll, um auf die ökologische Vorteilhaftigkeit von Reparaturen hinzuweisen.

Grundsätzlich versteht die WERTGARANTIE Group die nachhaltige Entwicklung als Prozess, bei dem Ziele und damit verbundene Maßnahmen sukzessive eingeführt werden. Es werden verstärkt Lösungsansätze verfolgt, die einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zielen schaffen. Daran arbeitet die WERTGARANTIE Group und findet eigene und zur Unternehmenskultur passende Lösungen auf dem Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen.