3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Durch die Definition unserer Unternehmensstrategie als Nachhaltigkeitsstrategie ergeben sich automatisch unsere Nachhaltigkeitsziele. Die Ziele der Balanced Scorecard decken die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit ab:

Das ökonomische Ziel einer angemessenen Verzinsung wird über den Bilanzgewinn sowie das Ergebnis aus dem freien Abwassergeschäft definiert. Zudem spielen Effizienzsteigerungsmaßnahmen eine Rolle.  

Die ökologischen Ziele ergeben sich aus der Umsetzung der klima- und umweltrelevanten Maßnahmen aus den in Kriterium 1 beschriebenen, strategischen Themen. Hierzu zählen beispielsweise die Projekte „Klimaschutz und Energiewende sowie Anpassung an Klimafolgen unterstützen“ sowie „Nachhaltige, wirtschaftliche und vertragskonforme Klärschlammentsorgung“. In der jährlich erstellten Umwelterklärung nach EMAS werden die Ziele definiert und im Zertifizierungsprozeß geprüft.

Die gesellschaftlichen Ziele spiegeln sich in der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und deren Zufriedenheit mit hanseWasser als Dienstleister wider. Auch die Verantwortung in Bezug auf unsere Leistungen der Daseinsvorsorge werden hier als Messgröße herangezogen. Diese findet man unter anderem auch in den strategischen Themen in den Bereichen „Zukunftsfähige Abwasserableitung und –reinigung“ oder einer nachhaltigen Substanzerhaltung. Zudem ist auch die Sorgfaltspflicht gegenüber den Mitarbeiter*innen in den Bereichen Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit Bestandteil der gesellschaftlichen Dimension.  

Die Kontrolle der Zielerreichung erfolgt über eine vierteljährliche Prognose. Hierüber soll sichergestellt werden, dass frühzeitig Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden können, sofern die Erreichung eines Ziels gefährdet scheint. Die Messgrößen der Ziele werden über unterschiedliche Mechanismen kontrolliert, die in Kriterium 7 Kontrolle noch einmal näher erläutert werden. 

Die Priorisierung der Ziele erfolgt über die Unternehmenszielkarte, welche jedes Jahr auf der  Strategietagung des Managements überarbeitet wird. Die hanseWasser-Nachhaltigkeitsziele orientieren sich nicht explizit an den Sustainable Development Goals der UN, es finden sich aber viele Bezüge auf SDG-Inhalte. Aktuell werden die SDG-Ziele und -Unterziele durch die European Benchmarking Cooperation hinsichtlich der Belange von Wasserver- und Abwasserentsorgern bewertet. Das Ergebnis wird hanseWasser zukünftig nutzen, seine Nachhaltigkeitsziele zu überprüfen, zu quantifizieren und weiterzuentwickeln. Darauf aufbauend soll ein Kennzahlensystem mit neuen und bereits vorhandenen Kennzahlen entwickelt werden.

Verantwortlich für die Erreichung der Ziele der BSC ist die Geschäftsführung. Die Verantwortung für die Entwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und des Controlling der Nachhaltigkeitsziele wurde auf den 2018 installierten Nachhaltigkeitsmanager übertragen.