3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Wie in der Wesentlichkeitsprüfung aufgezeigt, beeinflusst d-fine mit seiner Geschäftstätigkeit die Nachhaltigkeitsaspekte „Maßnahmen zum Klimaschutz“, „Geschlechtergleicheit“, „Bezahlbare und saubere Energie“, „Industrie, Innovation und Infrastruktur” und “Partnerschaften zum Erreichen der Ziele”. Ebenso wirken die folgenden Nachhaltigkeitsaspekte auf unsere Geschäftstätigkeit ein: „Maßnahmen zum Klimaschutz“, „Geschlechtergleichheit“ und „Industrie, Innovation und Infrastruktur”. Wir haben einen Nachhaltigkeits-Zielprozess definiert und etabliert, der jährlich qualitative und quantitative Ziele zur Nachhaltigkeit festlegt und diese laufend überwacht. Dieser Prozess wird durch das „Sustainability Board“ vorangetrieben. Die Entscheidung zu den Zielen erfolgt durch die Geschäftsführung. Dabei orientieren wir uns, wie in der Wesentlichkeitsprüfung, an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Die Priorisierung der Ziele basiert auf der Wesentlichkeit des betroffenen Nachhaltigkeitsaspekts.
Unsere drei wichtigsten mittel- und langfristig gesteckten Nachhaltigkeitsziele sind:
  1. Messung unserer CO2-Bilanz und Erreichen der Klimaneutralität ab dem Jahr 2019
d-fine hat den Anspruch, nachhaltig zu arbeiten, auch wenn wir überwiegend im Auftrag anderer handeln. Um das zu gewährleisten, haben wir 2019 das Ziel der Klimaneutralität umgesetzt. Dazu hat  ein internes Team ein am international anerkannten GHG Protocol Corporate Standard orientiertes Kennzahlensystem entwickelt, anhand dessen unsere CO2-Bilanz ermittelt werden kann und dieses System durch eine externe Prüfung zertifizieren lassen. Durch den Ankauf und die Stilllegung einer entsprechenden Menge an Emissionszertifikaten konnten wir anschließend den zertifizierten Status der „Klimaneutralität“ für das Jahr 2019 erlangen. Auch in den Folgejahren wollen wir dieses Vorgehen beibehalten und klimaneutral arbeiten.
Um außerdem Emissionen bereits im Vorfeld so weit wie möglich zu reduzieren, werden Reisetätigkeiten, wo immer möglich, vermieden. Dazu wurde eine Mobile Work Policy eingeführt, welche allen Angestellten die Möglichkeit einräumt, von zu Hause zu arbeiten, wenn keine betriebsbedingten Gründe oder Kundenwünsche dagegen sprechen. Wir erfahren von unseren Auftraggebenden vermehrt Akzeptanz für Remote-Arbeit. Langfristig streben wir daher einen Mix aus Arbeit vor Ort bei Kunden und Kundinnen, Arbeit aus einem unserer Büros und Mobile Work an. Zudem wurde das Ziel ausgegeben, Dienstreisen soweit möglich mit der Bahn (100% Ökostrom mit Bahncard) anzutreten.
Quantitative Ziele zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen werden derzeit abgeleitet. Dazu soll  anhand der Emsissionsdaten für 2019 und 2020 ein Modell entwickelt werden, welches u.a. auf Basis der Science Based Targets (1,5 Grad Ziel) die Effekte von Maßnahmen bewertet (z.B. Reduktion der Flüge um x% bewirkt Einsparung von y Tonnen CO2-Emissionen). Ebenso soll zwischen aktiven und gesellschaftlichen Maßnahmen unterschieden werden.
  1. Diversitätskonstanz im Karrierepfad
Aufgrund unseres Einstellungsprofils starten insbesondere Menschen mit naturwisschenschaftlichen Studienabschlüssen mit Schwerpunkt Physik und Mathematik bei d-fine ihre Laufbahn in der Beratung. In diesen Studiengängen ist der Frauenanteil typischerweise weit unter 50% und spiegelt sich in etwa auf den Einstiegsniveaus bei d-fine wieder. Im weiteren Karrierepfad fällt auf, dass der Frauenanteil abnimmt.
Wir haben uns als Ziel gesetzt, eine konstante Diversität (bzgl. Geschlecht, aber auch anderen Diversity-Dimensionen) über den Karrierepfad langfristig zu erreichen (D = 1). Dazu haben wir eine Diversity-Arbeitsgruppe gegründet, die Ursachen analysiert und konkrete Ziele und Maßnahmen definiert.
Das Ziel D = 1 ist ein langfristiges quantitatives Ziel, welches wir in den kommenden Jahren erreichen möchten. Es wird durch das Sustainability Board und die Diversity-AG laufend überwacht. Zur Sicherstellung der Einhaltung unserer Grundsätze haben wir außerdem eine Stelle für Gleichstellungsfragen eingerichtet, welche unabhängig von der Geschäftsleitung agiert.
Konkrete, davon abgeleitete Ziele für 2019 waren u.a. die weitere Verbesserung der Work-Life-Balance unserer Angestellten mit Familie / Kindern. Dazu haben wir 2019 neue Arbeitszeitmodelle mit reduzierter bzw.  ohne Reisetätigkeit und Remote Working sowie erweiterte Angebote für Kinderbetreuung eingeführt. Darüber hinaus haben wir uns das konkrete Ziel gesetzt, bis 31.12.2021 neue Flex-Arbeitsmodelle einzuführen, die auf die verschiedenen Anforderungen an Reisetätigkeit, Pendeln, Vereinbarkeit von Familie und Beruf unserer Angestellten eingehen.
  1. Ausbau der Geschäftsfelder „Nachhaltigkeit“ und „Digitalisierung“
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Geschäftsfelder „Nachhaltigkeit“ und „Digitalisierung“ über die nächsten 5 Jahre zu Kernmärkten auszubauen.
2019 konnten wir erstmals Nachhaltigkeitsprojekte realisieren. Die Projekte reichten von der Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen zur Nachhaltigkeit in Methoden, Prozessen und IT, insbesondere resultierend aus dem EU Action Plan bis zum Aufsetzen der Modelle und IT für nachhaltige Kredite (Green Loans). Dazu wurde bereits 2018 ein Team für den Bereich “Sustainable Finance” gegründet und sukzessive ausgebaut.
Ebenso konnten wir das Geschäftsfeld “Digitalisierung” bei fast allen Bestandskunden besetzen und neue Märkte für d-fine in diesem Umfeld gewinnen (u.a. in den Bereichen Health & Pharma und Mobility & Transportation).
Neben unseren drei Hauptzielen zur Nachhaltigkeit haben wir Nachhaltigkeitsziele definiert, die weitere UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung unterstützen:
1. Keine Armut – Wesentlichkeit = niedrig. Wir haben u.a. eine Initiative der FAZ finanziell unterstützt, welche blinden und sehbehinderten Menschen in Kenia zu notwendigen augenärztlichen Behandlungen verhilft und damit zu einer Verbesserung ihrer Lebenssituation beiträgt.
2. Kein Hunger – Wesentlichkeit = niedrig. Wir unterstützen mit dem Einkauf unseres Kaffees über ein sozial orientiertes Unternehmen, welches pro verkaufter Packung (1 kg) 2,80 € an das World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen spendet, die Bekämpfung des Hungers.
3. Gesundheit und Wohlergehen – Wesentlichkeit = niedrig. Unsere Angestellten erhalten Gesundheitsangebote wie eine vergünstigte Mitgliedschaft in FitnessClubs, Grippeschutzimpfungen und Sehtests.
4. Hochwertige Bildung – Wesentlichkeit = niedrig. Wir ermöglichen unseren Angestellten ein vielfältiges Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten.
5. Geschlechtergleichheit – Wesentlichkeit = mittel. Innerhalb unseres Unternehmens gibt es klare Prozesse, um Diskriminierung zu verhindern und für Geschlechtergerechtigkeit zu sorgen (u.a. fixe Gehälter für alle Stufen und die Vermeidung von Beförderungsentscheidungen durch einzelne Personen). Wesentliches Ziel ist die Diversitätskonstanz im Karrierepfad.
6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen / 7. Bezahlbare und saubere Energie – Wesentlichkeit = niedrig / mittel. Wir unterstützen mit unseren Beratungsteams Unternehmen in der Energie- und Wasserversorgung bei der Verbesserung ihrer Prozesse.
8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum – Wesentlichkeit = niedrig. Für unsere eigenen Angestellten gelten hohe Arbeitsschutzstandards. Auch unsere Lieferfirmen überprüfen wir regelmäßig, um auch für deren Angestellte gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen.
9. Industrie, Innovation und Infrastruktur – Wesentlichkeit = hoch. Aufgrund unserer ausgeprägten analytischen und technologischen Expertise gehören Digitalisierungsprojekte schon seit Anfang des Bestehens von d-fine zu unserer DNA. Damit haben wir Innovation und Wandel unserer Kundschaft kontinuierlich unterstützt. Zukünftig rechnen wir weiter mit vermehrter Nachfrage in diesem Bereich.
10. Weniger Ungleichheiten – Wesentlichkeit = niedrig. Innerhalb unseres Unternehmens gibt es klare Prozesse, um Ungleichheiten jeder Art zu verhindern.
11. Nachhaltige Städte und Gemeinden – Wesentlichkeit = niedrig. Wir konzentrieren uns auf regionale und häufig kleinere Lieferfirmen und achten auf Nachhaltigkeit. Damit stärken wir die Regionen, in denen wir tätig sind. Zudem unterstützen wir durch unsere Projekte öffentliche Stellen bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien.
12. Nachhaltiger Konsum und Produktion – Wesentlichkeit = niedrig. Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiges Kriterium bei der Beschaffung von Waren. Das ist an der Auswahl aller Produkte abzulesen, die wir für unsere Tätigkeit erwerben – Kaffee, Büromöbel oder Papier. Alle sind mit Ökozertifikaten ausgezeichnet bzw. stammen von regionalen Unternehmen.
13. Maßnahmen zum Klimaschutz – Wesentlichkeit = hoch. Mit der Zertifizierung als „klimaneutrales Unternehmen“ haben wir einmal mehr bewiesen, dass uns Maßnahmen zum Klimaschutz sehr wichtig sind. Auch beim persönlichen Verhalten unserer Beschäftigten versuchen wir, positiven Einfluss zu nehmen. So haben alle Angestellten Mehrweg-Kaffeebecher zur Verfügung gestellt bekommen, um unnützen Müll durch Einwegverpackungen zu vermeiden. Wesentliches Ziel ist die Klimaneutralität.
14. Leben unter Wasser / 15. Leben an Land / 16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen – Wesentlichkeit = niedrig. Wir haben ein Team im Bereich ESG (Environmental, Sustainability, Governance) ausgebildet, welches Unternehmen bei der Realisierung ihrer direkten und indirekten Nachhaltigkeitsziele unterstützt. Dies umfasst insbesondere Aspekte der Finanzierung nachhaltiger Unternehmen, die nachweislich die Umweltbedingungen aller Ökosphären verbessern.
17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele - Wesentlichkeit = mittel. Wir sind Mitglied in verschiedenen Brachenverbänden (u.a. BDU, BVAI, BVI, FNG) und unterstützen in diesen aktiv Initiativen zur Nachhaltigkeit. Wir sponsorn die deutsche Nachhaltigkeitskonferenz der Asset Manager.