3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Mit der Einführung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex hat die Geschäftsführung begonnen, die implizit vorliegenden strategischen Überlegungen in einen schlüssigen Rahmen zu übertragen. Die Fortführung dieses Prozess hat hohe Priorität. Der Erfolg dieser Strategie wird ganz wesentlich von der Formulierung und Umsetzung der für das Unternehmen als wichtig - und gleichzeitig realistisch - erkannten Ziele abhängen. Das gilt gleichermaßen für die langristigen und kurzfristigen Ziele.

Inzwischen hat die strategische Analyse begonnen und einige Fokusfelder wurden benannt. Die Herausforderung liegt dabei in der Balance zwischen der Schaffung von "Mehr-Wert" für das Unternehmen unter Berücksichtigung der regionalen und lokalen Stakeholder und dem Mehr-Wert für die Kunden bei gleichzeitiger Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks durch eine Steigerung von Ressourceneffizienz und Sicherung/Erhalt der Ökosystemleistungen des Wattenmeers und der küstennahen Ökosysteme.

Eine erste Nennung von Schwerpunkten sieht vor, dass z. B. die Energieversorgung komplett auf regenerative Energieträger umgestellt wird. Gegenwärtig erfolgt die Wärmeversorgung durch eine Kombination von Erdwärme und Sonnenenergie (Solarthermie). Auch die Versorung mit elektrischer Energie erfolgt inzwischen zu 3/4 über eine eigene Fotovoltaikanlage. Der rest wird durch externe Versorger vom Festland übernommen. Angestrebt wird auch hier eine 100% Versorung mit "grüner" Enerige. Weitere Überlegungen werden zur Einsparung von Energieverbräuchen im Bereich der Kühlsysteme angestellt. In der Planung befindet sich die Umstellung von derzeit 4 Kühlsystemen auf eine zentrale Kühleinheit. Weitere Einspareffekte werden durch die schrittweise Erneuerung der Küchengerate realisiert.  

Im Bereich des gastronomischen Angebots wird der Anteil von Bio-Produkten seit geraumer Zeit gezielt erweitert. Das gilt auch für den Einkauf regionaler Produkte. Das Ziel ist ein kulinarisches Angebot, dass zu 100% aus biologischem Anbau und/oder regional produziert wird. Insbesondere dieser Bereich zeigt eine deutliche Steigerung der Nachfrage. Seit der Eröffnung von Anker's Hörn in 2010 hat sich eine hohe Nachfrage nach hoher Qualität in diesem Bereich bestätigt. DIe Einführung der hohen Qualitätsstandards mit der Eröffnung von Anker's Hörn, hat zu einer ganzjährig hohen Auslastung in diesem Premiumsegment geführt. Das hohe Qualitätsniveau wird abgerundet durch die Weiterbildung der Mitarbeiter im Produkt- und Servicebereich, z. B. beim Gastro-Experten Citti Märkte GmbH. Das Weiterbilungsangebot ist auch Teil der Maßnahmen zur Fachkräftesicherung an den Standorten Anker's Hörn und Hilligenley. 

Qualtitative und quantitative Zielgrößen wurden noch nicht definiert. Dasselbe gilt dann konsequenterweise auch für die Einführung von Kontrollen zur Erfassung ihres Erreichungsgrads. Dies wird im Zusammenhang mit der Fortführung und Vertiefung der strategischen Analyse zur nachhaltigen Führung des Unternehmens und der daran anknüpfenden Konkretisierung von Fokusfeldern und Zielen  geschehen. Das betrifft auch die Hinterlegung mit Indikatoren. Dafür sollen konkrete Projekt benannt werden, die sich aus der Geschäftsführung und ausgewählten Mitarbeitern zusammen setzen werden.

Das übergeordnete Ziel ist eine Bewertung, Priorisierung und Zielerreichungskontrolle (Evaluation) der Strategie und ihrer Maßnahmen. Sie soll den Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung und den Realisierungsgrad des Nachhaltigkeitskonzepts bilden. Bis zur Neuauflage der Entsprechenserklärung 2017/2018, soll erstmalig die Veröffentlichung eines unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsberichts erfolgen. Dieser soll 1 x jährlich erscheinen und die Fortschritte bei der Realisierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagementsystem dokumentieren.