2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Seit mehr als 160 Jahren steht die Kreissparkasse Heilbronn als regionales Kreditinstitut für erfolgreiche und dauerhafte Kundenbeziehungen. Unser Geschäftsmodell zielt darauf ab, die Zukunftsfähigkeit, den Wohlstand und die Attraktivität der Stadt und des Landkreises Heilbronn langfristig zu sichern. Das ist nur durch Schaffung und Erhaltung stabiler ökonomischer, ökologischer und sozialer Rahmenbedingungen erreichbar. Die Nachhaltigkeit der Beziehung zu unseren Kunden steht dabei im Fokus. Wir begleiten unsere Kunden in allen Lebenslagen und unterstützen sie durch ein umfangreiches Service-, Beratungs- und Produktangebot. Die Nähe zu den Menschen stellen wir auf verschiedenen Wegen sicher – sowohl im persönlichen Kontakt als auch über digitale Kommunikations- und Vertriebswege. Wir verfügen über eine robuste und tragfähige Ertrags- und Risikolage sowie über eine in Bezug auf das Kundengeschäftsvolumen ausgewogene Bilanzstruktur. Durch die anhaltende Stärkung unserer Eigenmittelbasis in den vergangenen Jahren, sehen wir uns für die quantitativ und qualitativ zunehmenden Kapitalanforderungen gut gerüstet. Damit sind wir in der Lage, die erforderlichen Voraussetzungen für den weiteren Ausbau unseres Kundengeschäfts zu erfüllen.  
Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken sind Kernfunktionen von Kreditinstituten. Deshalb hat die Geschäftsleitung der Kreissparkasse ein Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmenssteuerung installiert, das der Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken dient. Die risikorelevanten Steuerungsinformationen dienen als Grundlage für operative und strategische Geschäftsentscheidungen. Um den sich kontinuierlich verändernden Rahmenbedingungen gerecht zu werden, passen wir unsere Strategien, Konzepte, Verfahren, Instrumente sowie die aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen stetig an. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte werden für unser Haus nicht methodisch erhoben.
Bezüglich ihrer gesetzten Strategien und implementierten Prozesse hält die Kreissparkasse die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ein. Die Digitalisierung sehen wir als ökologische Chance an. Mithilfe von Projekten, wie zum Beispiel die Ablösung von Lotus Notes werden neue Datenbanken und Prozesse eingeführt, die bei der Reduzierung von Papier unterstützen. Des Weiteren ist unser Produktangebot um sechs nachhaltige Fonds (zum Beispiel Deka-Nachhaltigkeit Renten, Deka Portfolio Nachhaltigkeit Globale Aktien, Deka-BasisAnlage Offensiv) ergänzt worden, um den Kundenwünschen in diesem Bereich entsprechen zu können. Für das Jahr 2021 sind bereits drei weitere Produkteinführungen geplant. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden zwei nachhaltige Indices für unsere Zertifikate an.
Durch unser nachhaltiges Geschäftsmodell sowie die konsequente Förderung der Region, sehen wir die Chance, einer hohen öffentlichen Wahrnehmung und damit verbunden den Zuspruch unserer Kunden sowie potenzieller Mitarbeiter. Risiken bestehen aus unserer Sicht in einer möglichen einseitigen Wahrnehmung unserer Aktivitäten. Die aktuellen globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Knappheit und Endlichkeit von Ressourcen, aber auch der demografische Wandel oder das wachsende Gefälle zwischen Arm und Reich, erfordern es, bestehende gesellschaftliche und unternehmerische Denkmuster zu hinterfragen und ein Umdenken zu fördern. Die regionale Wirtschaft ist zum Großteil durch die Automobilbranche geprägt. Durch den Abgasskandal sowie die Absatzrückgänge durch die Corona-Krise, hat das Image der deutschen Automobilbauer deutlich gelitten. Sollte sich dies fortsetzen, sind Auswirkungen sowohl auf die Zulieferer als auch auf die Beschäftigten nicht auszuschließen. Dies wiederrum hätte Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft sowie den Konsum und damit auf die Solvenz unserer Kunden. In Bezug auf Arbeits- und Fachkräfte sehen wir uns als Unternehmen der Region zunehmend Engpässen gegenübergestellt. Die demografische Entwicklung verschärft die Situation perspektivisch weiter. Die Rekrutierung von Nachwuchs- und Fachkräften in qualitativer und quantitativer Hinsicht bleibt herausfordernd. Dies zeigt sich auch in der Bankenbranche.
Da wir ausschließlich Finanzdienstleistungen erbringen, sehen wir in unserer Geschäftstätigkeit keine schwerwiegenden Umweltrisiken.