2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Wesentlicher Einfluss von Aspekten der Nachhaltigkeit | Die Klimakrise ist der beherrschende Aspekt der Nachhaltigkeit. Sie zeigt bereits heute erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft und Wirtschaft unserer Region. Dabei geht es einerseits um Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung und andererseits um die Anpassung an unvermeidliche Folgen des Klimawandels. Geschäftsmodelle vieler Unternehmen verändern sich in beschleunigter Weise, etwa im Bereich der Energieversorger sowie in der Automobilbranche. Daher sind die Themen Energie und Mobilität insbesondere im Kundengeschäft, aber auch in unserem eigenen Geschäftsbetrieb wesentlich. Die Risiken des Klimawandels gemeinsam mit unseren Kunden in Chancen zu transformieren – das sehen wir als Herausforderung und Aufgabe.

Drei zusammenhängende Faktoren, die Einfluss auf unser Geschäftsmodell haben, sind die Trends Globalisierung, Digitalisierung und Demografischer Wandel. Diese stellen uns vor die Herausforderung, die „angemessene und ausreichende Versorgung…auch in der Fläche“ (§ 6, Absatz 1 des Sparkassengesetzes für Baden-Württemberg) sicherzustellen. Durch Globalisierung und Digitalisierung verändert sich die Art, wie unsere Kundinnen und Kunden untereinander und mit uns in Beziehung treten, sehr stark. Maßstab unseres Tuns ist die Leitfrage: Erleben Kunden einen zusätzlichen Mehrwert? Wir ordnen alle Aktivitäten diesem Maßstab unter. Persönliche Nähe zu unseren Kunden bleibt integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells und drückt sich in guter Erreichbarkeit in Verbindung mit hoher Problemlösungskompetenz aus. Beim Thema Digitalisierung bieten wir sehr aktiv diejenigen Lösungen an, die einerseits hohen Kundennutzen und Effektivität bieten und andererseits von unseren Kundinnen und Kunden nachgefragt werden. Der demografische Wandel hat zwei Aspekte: einerseits die Sicherung qualifizierten Nachwuchses, die wir mit hoher Arbeitgeberattraktivität erreichen, und andererseits die veränderten Bedürfnisse älterer Menschen. Diesen helfen wir beispielsweise mit barrierefreien Zugängen zu unseren Filialen.  

Weitere Herausforderungen sind die anhaltende Tiefzinsphase, die aus Kundensicht wie auch aus Sparkassensicht die Erwirtschaftung auskömmlicher Erträge erschwert und die weiter zunehmende Regulatorik, die erhebliche Personalkapazitäten bindet. Mit einem attraktiven Angebot alternativer Anlagemöglichkeiten begegnen wir dem Zinstrend. Der Regulatorik stellen wir uns mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern, hocheffizienten Prozessen und Abläufen.

Einfluss unserer Geschäftstätigkeit auf Aspekte der Nachhaltigkeit | Unsere Produkte und Dienstleistungen nehmen indirekt Einfluss auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit. Mit unserem hohen Volumen an Förderkrediten und eigenen Darlehensausreichungen im energetischen Bereich reduzieren wir die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen. Im Anlagebereich setzen wir verstärkt auf nachhaltige Produkte, etwa unserem „Sparkassen-UmweltZinssparen“ oder dem Angebot von Investmentfonds, die strenge soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Bei unseren eigenen Gebäuden achten wir auf ressourcenschonendes Bauen und Sanieren und einen energieeffizienten Geschäftsbetrieb. In zahlreiche Kooperationen mit Akteuren aus unserer Region und in unser gesellschaftliches Engagement fließen soziale und ökologische Aspekte ein.   Indem wir die Risken aus den Aspekten der Nachhaltigkeit aktiv managen und dabei die Agenda 2030 der Vereinten Nationen (17 Weltentwicklungsziele) einbeziehen, nutzen wir  gezielt die Chancen, die sich gerade für unser gemeinwohlorientiertes Geschäftsmodell im Kontext der Nachhaltigkeit bieten.

Die genannten Aspekte wurden im Rahmen der Durchführung des sogenannten Nachhaltigkeits-Kompasses (siehe Kriterium 3) herausgearbeitet.