2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Genossenschaftliches Geschäftsmodell: Nachhaltiges Handeln sowie Verantwortung für die Gemeinschaft sind der überprüfbare Kern unserer Unternehmenskultur als Genossenschaftsbank.
Unsere Existenzberechtigung verwirklichen wir durch die per Genossenschaftsgesetz und Satzung festgelegte Verpflichtung, unsere Eigentümer wirtschaftlich zu fördern. Damit ist die Mitgliedschaft das Fundament der Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ (eG), strategischer Kristallisationspunkt unserer geschäftlichen Ausrichtung sowie unserer wirtschaftsethischen Bestimmung: die gesellschaftliche Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil. Allein eine maximale Steigerung der Eigenkapitalrentabilität wäre hierfür unzureichend, da Rentabilität ab einer gewissen Höhe nur durch das Eingehen exorbitanter Risiken oder durch unfaire Preisgestaltung gegenüber Kunden erreichbar ist.

Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft: Die Mitarbeiter der Hamburger Volksbank kümmern sich nach dem Genossenschaftsprinzip wie ein Ehrbarer Kaufmann um die gesellschaftlichen Belange ihrer Region und stabilisieren sowie stärken die regionalen Wirtschaftskreisläufe. Indem wir wertorientiert und verantwortungsvoll handeln, können wir langfristig erfolgreich sein und die strengen Nebenbedingungen erfüllen, die mit dem Begriff der Nachhaltigkeit im finanzwirtschaftlichen Sektor gefordert sind: eine laufende mikro- und makroökonomische Nutzenstiftung für die Realwirtschaft, eine kontinuierlich strenge Rechtskonformität, gesellschaftliche Akzeptanz, sowie die Fähigkeit, Krisen aus der eigenen Wirtschaftskraft zu bewältigen.

Die grundlegenden Aktivitäten eines Finanzdienstleisters umfassen die realwirtschaftlichen Basisfunktionen - sichere Anlage von Ersparnissen, qualitativ hochwertige Wertpapierberatung, die Bereitstellung eines sicheren Zahlungsverkehrs, nachhaltige Kreditversorgung und die Unternehmens- inklusive Finanzberatung.

Gemäß dem Regionalprinzip arbeiten wir in und für die Metropolregion Hamburg. Nachhaltiges Wirtschaften selbst zu praktizieren, wie auch die Förderung des langfristigen Erfolgs unserer Mitglieder sehen wir als einen wichtigen Schlüssel für eine zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Mit diesem Förderauftrag ist ein nachhaltiger Wertschöpfungsprozess als Kern unseres täglichen Geschäfts definiert.

Im Berichtsjahr 2015 haben wir gemeinsame Aktivitäten und den Dialog zum Thema Nachhaltigkeit ausgebaut. Zum Beispiel durch gemeinsame Projekte und Veranstaltungen mit der Handelskammer Hamburg und der Handwerkskammer Hamburg und weiteren Stakeholdergruppen. So sind wir mit der Gruppe von neugewählten Vertreterinnen und Vertretern in einen persönlichen und digitalen Dialog über die sozialen Netzwerke getreten. In der hierfür gegründeten Xing-Gruppe „Junge Wilde“ wird die genossenschaftliche Idee gelebt und weiterentwickelt, zum Beispiel mit Fragestellungen zum digitalen Transformationsprozess der Hamburger Volksbank.

Herausforderungen denen wir begegnen sind im Berichtsjahr 2015 die dauerhaft niedrige Zinsphase sowie die beschleunigende Digitalisierung, einschließlich FinTechs, als Unternehmen die über das Internet mit neuen Geschäftsideen klassische Aufgaben von Kreditinstituten übernehmen.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen ist die Hamburger Volksbank gut aufgestellt. Dem Subsidiaritätsprinzip folgend lösen wir Probleme eigenständig und nutzen dort wo die Anforderungen zu groß werden das Know-how unserer genossenschaftlichen Verbundpartner.

Umwelt- und Klimaschutz: Zum nachhaltigen Wirtschaften gehört für uns auch die zunehmende Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Besondere Einsparpotenziale sehen wir in der umweltgerechten Gebäudeausstattung -und Sanierung sowie einer nachhaltigen Materialbeschaffung.

Im Berichtsjahr 2015 haben wir unsere Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen Energie- und Ressourcenschutz, erneuerbare Energie, Umwelt- und Energiemanagement sowie Mobilität geprüft, bisherige Maßnahmenfelder ausgebaut und unsere Datenbasis durch geeignete Instrumente fundiert.
Die Erfolge unserer gesetzlichen und freiwilligen Umweltleistungen sind damit zukünftig beleg- und messbar. Die Verantwortung für das Energie- und Umweltmanagement der Hamburger Volksbank ist nun auch personell verankert.

Wir haben im Berichtsjahr einen Energieaudit nach DIN EN 16247-19 durchgeführt. In Verknüpfung mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung werden wir hieraus für unser Institut geeignete Maßnahmen ableiten und sukzessive umsetzen, aussagekräftige Kennzahlen entwickeln und langfristig ein Nachhaltigkeitsmanagement etablieren. Durch eine zentrale Steuerung haben wir die für uns definierten Nachhaltigkeitskriterien damit institutionell verankert.

Seit 2004 tragen wir die Auszeichnung „UmweltPartner der Stadt Hamburg“ und nehmen an dem Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ teil. Wie im Bericht 2014 beschrieben, haben wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg haben wir zusätzliche freiwillige Umweltleistungen erbracht, wie zum Beispiel die umweltgerechte Anpassung von zwei Filialen.