2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Um die für uns wesentlichen Themen zu erkennen, blicken wir: auf unser Umfeld; auf wichtige Trends und regulatorische Entwicklungen im Nachhaltigkeitskontext, die für die GESOBAU relevant sind; auf negative und positive Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit. 

Zentrale Aspekte, die unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen:
  • Urbanisierung: Immer mehr Menschen ziehen in Städte wie Berlin. Laut Bevölkerungsprognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wächst Berlin bis 2030 auf knapp vier Mio. Menschen an. Damit verändern sich auch Sozial- und Bevölkerungsstruktur. Das stellt die GESOBAU vor Herausforderungen: Es gilt, mehr bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen. Gleichzeitig sehen wir eine Chance, uns an nachhaltiger Entwicklung zu beteiligen, lebenswerte Quartiere zu entwickeln und mehr Menschen ein Zuhause zu bieten.
  • Soziale Wohnungspolitik und Klimaschutz: Bis 2050 müssen wir in klimaneutralen Wohnungsbestand investieren. Nur so können wir zu (inter-)nationalen Klimaschutzzielen beitragen und aktuellen Gesetzgebungen entsprechen. Dazu bedarf es hoher Investitionen in entsprechende Maßnahmen – speziell die technische Optimierung der Wärmeversorgung. Häufig stehen die Kosten im Spannungsfeld zu den Anforderungen an bezahlbaren Wohnraum. Unsere Herausforderung: Einen sozial gerechten Weg finden, um die Klimaziele zu erreichen.

Zentrale Aspekte, die wir mit unserer Geschäftstätigkeit beeinflussen:
  • Energie- und Ressourcenverbrauch: Der Gebäudesektor ist energie- und ressourcenintensiv. Gebäudebetrieb verursacht laut Global Alliance for Buildings and Construction ca. 30 % der weltweiten CO2-Emissionen – mit Bauindustrie-Emissionen sind es 40 %. Zudem verbraucht mit Wohnungs- und Infrastrukturbau viel Fläche. Die Wohnungswirtschaft kann und muss entscheidend zu Klima- und Umweltschutz beitragen. Die GESOBAU kommt dem nach. Emissionen vermeiden und Ressourcenverbrauch senken, ist für uns wesentlich. Zentrale Stellhebel: nachhaltige Bestandsentwicklung sowie klimafreundliches Bauen und Wohnen.

Die wesentlichen Punkte spiegeln sich in den Ergebnissen unseres ersten strukturierten Dialogs mit internen und externen Stakeholdern (s. NHB 2017, S. 28) von 2015. Die für sie sehr relevanten Themen wurden dabei in unseren vier Handlungsfeldern nachhaltiger Entwicklung analysiert.

Auf weitere Aspekte wie Chancen und Risiken resultierend aus dem demografischen Wandel oder der Altersstruktur der Mitarbeiter*innen gehen wir unter DNK 16 Qualifikationen ein.



Materialitätsmatrix


Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Unser Verständnis von Nachhaltigkeit, S. 31ff.