2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Bankenbranche steht derzeit einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Neben den Nachhaltigkeitsthemen haben Digitalisierung, Regulatorik, demografischer Wandel sowie das Niedrigzinsumfeld einen großen Einfluss auf das Geschäftsmodell von Kreditinstituten im Allgemeinen. Sie verschärfen die Notwendigkeit eines schonenden Umgangs mit personellen und materiellen Ressourcen.

Die Sparkasse ist einer der größten Arbeitgeber und Steuerzahler in ihrer Region. Sie trägt damit sowie mit ihrem gesellschaftlichen Engagement und der Beauftragung heimischer Unternehmen zur Stärkung des Gemeinwohls bei.

Für eine auf das Vermögensanlagegeschäft mit privaten und institutionellen Kunden spezialisierte Privatbank liegen Nachhaltigkeitsaspekte für die Weberbank, neben Ressourcenschonung im Bankbetrieb, insbesondere im Angebot nachhaltiger Geldanlagen, sowohl im Geschäft mit institutionellen Kunden, als auch zunehmend im Geschäft mit privaten Kunden.

Die Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten bietet im Bankgeschäft die Chance, neue Produkte für die Kunden anzubieten und auf bestehende aktiv hinzuweisen sowie sich als verantwortungsvoller Partner in der Region zu platzieren. Im Bankbetrieb kann der Konzern als Finanzdienstleister einen Beitrag zur Ressourcenschonung und Reduzierung von CO2 -Emissionen leisten. Daneben beschäftigt sich die Sparkasse auch mit der Analyse von sozialen und ökologischen Risiken, die sie im kommenden Berichtsjahr in konkrete Maßnahmen zur Risikosteuerung überführen wird.

Der Konzern hat sich vorgenommen, im Jahr 2021 im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse unter Begleitung einer Beratungsgesellschaft Nachhaltigkeitsthemen auf Grundlage der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) und des Pariser Klimaschutzabkommens zu ermitteln. Die Wesentlichkeitsanalyse soll dabei helfen, Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit gezielt an den für den Konzern wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auszurichten. Dabei soll auch auf die Besonderheiten der Sparkasse und der Weberbank eingegangen werden. Dies kann im Ergebnis bei einzelnen Themen zu differenzierten Maßnahmen führen.

Durch die Berücksichtigung dieser Themen, kann der Konzern auch zukünftig die ganzheitlich bestmögliche Versorgung der Kunden sicherstellen und für die Wohlstandsförderung in der Region einen erheblichen Beitrag leisten.