2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die AXICA ist ein Premium Location- und Cateringprodukt im Berliner Veranstaltungsmarkt. Seit 20 Jahren finden in unserem Haus wichtige, hochwertige Veranstaltungen statt.
Als Tochter der DZ BANK folgen wir dem genossenschaftlichen Gedanken des Miteinanders.

Der Berliner Veranstaltungsmarkt wird durch ständigen Wandel, neue Locations und Trends stark bestimmt. In einem internen Workshop mit externer Beratung zur Stakeholder Analyse, Bewertung unserer wesentlichen Handlungsfelder und unserer Herausforderungen konnten wir so die für uns wesentlichen, nachhaltigen Topics erarbeiten.

Der stetige Wandel nicht nur am Markt, sondern auch in unserer Wahrnehmung unserer geschäftlichen Gesellschaft wurde von uns als große Chance bewertet. Wir können mit den Themen der Nachhaltigkeit unseren Kunden eine moderne Beratungsstruktur bieten, aber auch mit unserer speziellen Erfahrung eine verlässliche Größe geben. Nachhaltigkeit wird eines der zentralen Punkte unserer Unternehmensstrategie.
Die folgenden Punkte wurden von uns im Team als wesentlich erarbeitet:

Ressourcenschonende Herstellung, Verarbeitung und die planvolle Nicht-Verschwendung von Lebensmitteln:
Wir setzen in erster Linie auf Handwerk, das heißt die Herstellung und Verarbeitung in unserer hauseigenen Küche mit vollausgebildeten Köch*Innen und Auszubildenen im Team. Keine Massen- oder Convenience Produkte, sondern hochwertige Produkte, die sorgsam und unter nachhaltigen Gesichtspunkten dem Markt zur Verfügung stehen. Diese Produkte werden sorgsam und "von Hand" zubereitet. Mengengenau, Abfallvermeidend, Zeitgenau.
Potenzielle Risiken ergeben sich durch eventuelle Preissteigerungen durch den vorrangigen Nutzen von Bio-zertifizierten Produkten. Wir setzen hier auf eine vertrauensvolle Verbindung zu unseren LieferantInnen, die uns mit Rat und Tat und dem richtigen Hintergrundwissen beraten können. Wir entwicklen dieses Risiko zu einer Chance mit unseren KundInnen über diese Thematiken in Gespräche zu kommen, über Hintergründe zu informieren und die langen Ketten der Produktion von Lebensmitteln aufzuklären.

Müllvermeidung:
Wir weisen nicht nur unsere Mitarbeitenden umfänglich auf die Problematik hin, sondern wirken auch auf unsere Kundschaft, GästInnen und Dienstleistende Gewerke ein, Müll gar nicht entstehen zu lassen oder geplant zu vermeiden. Eine entsprechende Selbstverpflichtung, Checkliste für Veranstaltungsplanende und ein Gesprächsleitfaden mit unseren Dienstleistenden Gewerken und Partner*Innen ist entsprechend erarbeitet und veröffentlicht worden.
Probleme bzw. Inakzeptanz  können Beispielsweise bei den Mitarbeitenden entstehen, da wir individuelle Mülleimer an den Arbeitsplätzen abgeschafft haben. Für die Mitarbeitenden entsteht ein höherer Aufwand bei der Entsorgung des Mülls, welcher am Arbeitsplatz anfällt. Allerdings entsteht dadurch eine bessere Wahrnehmung der Mitarbeitenden bezüglich des eigenen Müllverbrauchs. Inzwischen, nach mehreren Monaten, haben sich unsere Mitarbeiter sehr gut an die Zentralisierung der Mülleimer gewöhnt.

Mitarbeitende:
Der Mensch ist das zentrale Thema in der Unternehmenskultur. Unser Fokus ist die Ertüchtigung und Befähigung des einzelnen Mitarbeitenden zu einer/einem gleichberechtigten, mündigen und kompetenten Partner*In, um zur Erfüllung des Unternehmenszwecks beizutragen.
Die Chance bietet sich hier für uns in der individuellen Förderung all unserer KollegInnen und die damit verbundene Wertschätzung jedes einzelnen weit über die berufliche Ebene hinaus. Wir finden in persönlichen Gesprächen die passenden Unterstützungen für den einzelnen und seine Wünsche für sein Arbeitsumfeld. Das Risiko ist hierbei, die individuelle Eingrenzung von "passender Unterstützung" besonders für den beruflichen Kontext. Offene und ehrliche Absprachen stehen für uns hier im Vordergrund.

Emissionen:
Wir wollen abteilungs- und anspruchsgruppenübergreifend ein Bewusstsein schaffen zu den in unserem Geschäftsfeld aufkommenden Emissionen und ganzheitlich über die entsprechende Vermeidung oder Kompensation informieren.
Über Information und technische Tools werden wir unsere KundInnen befähigen die Emissionen ihrer eigenen Veranstaltung zu ermitteln. Wir sehen es als Chance darüber mit allen Stakeholdern ins Gespräch zu kommen, wo wir gemeinsam Emissionen reduzieren können und wir diese Reduktion langfristig in unsere Prozesse einbinden können. Die unvermeidbaren Emissionen werden wir über Kompensationen neutral stellen und in einem ständigem Verbesserungs-Prozess stetig neu bewerten.
Als Risiko sehen wir hier die nachlassende Bereitschaft sich mit Verbesserungen auseinander zu setzen, quasi sich über die Kompensation in eine passive Rolle zu begeben. Wir möchten die nächsten Monate dazu nutzen, die Kontrolle der KundInnen als eigenen Indikator für Verbesserungen zu implementieren.

Gesellschaftliches Engagement:
Wird ein Bestandteil des Unternehmenszwecks und ist in unserer Mission und Vision als ein wichtiges Engagement verankert. Als Beispiel dient, die "schlecht ausgelasteten" Phasen eines Geschäftsjahres mit gemeinwohl orientierten Veranstaltungen zum Selbstkostenpreis zu füllen und damit einerseits die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu stärken, als aber auch das gesellschaftliche Engagement zu stärken.
Die Chance sehen wir in der Diversität der verschiedenen Modelle der Gemeinwohl orientierten Veranstaltungen, denen wir mit unserer Erfahrung und unserem Portfolio an Möglichkeiten eine wunderbare Plattform der Themen-Darstellung geben können. Für uns ergeben sich bei der momentanen Betrachtung keine Risiken. Wir werden diese aber neu bewerten, sobald erste Veranstaltungen realisiert worden sind.