2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Sparda-Bank München eG ist regional tief verwurzelt. Mit ihrer genossenschaftlichen Struktur und ihren Dienstleistungen sieht sie sich selbst als einen wesentlichen Teil der regionalen Gesellschaft. Gesellschaftliche und ökologische Entwicklungen haben einen direkten Einfluss auf Mitarbeiter und Mitglieder und dadurch auf die Geschäftstätigkeit. Somit ist sie sich ihrer Verantwortung bewusst und nimmt diese wahr, indem sie eine Gemeinwohl-orientierte Wertschöpfung leitet, die soziale wie auch ökologische Aspekte berücksichtigt.

Um wesentliche Aspekte zur Nachhaltigkeit, aber auch zu anderen Themen der relevanten Stakeholder zu erarbeiten, hat die Sparda-Bank München eG 2017 eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Arbeitsgrundlage waren die Ergebnisse aus dem regelmäßigen und langjährigen Dialog, den sie mit ihren Anspruchsgruppen führt (vgl. Kriterium 9): In einem Workshop mit internen Mitarbeitern und einem externen Berater wurden die wesentlichen Themen bestimmt. Die Wesentlichkeitsanalyse ergab folgende wesentliche Aspekte:

•    Sicherstellung einer hohen Zufriedenheit bei den Kunden und Mitgliedern und der damit verbundenen Weiterempfehlungsbereitschaft
•    Sicherstellung der hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter und des damit verbundenen Anspruchs, ein attraktiver Arbeitgeber in der Region Oberbayern zu sein (Nachhaltigkeitskriterium Chancengerechtigkeit und Qualifizierung)
•    Einen nachhaltigen Beitrag zum Gemeinwesen in Oberbayern zu leisten (Nachhaltigkeitskriterium Gemeinwesen)
•    Sicherstellung der sozialen wie ökologischen Qualität des eigenen Wertschöpfungsnetzes
•    Transparenz in der Kommunikation auf Basis der Werte des Unternehmensleitbildes

Im Rahmen des Projekts „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ hat die Sparda-Bank München eG Anfang 2017 alle Anspruchsgruppen des Unternehmens identifiziert und zunächst für die Erhebung des Status quo ein Befragungskonzept erarbeitet. Dieses bietet sowohl die Möglichkeit der umfassenden Auslotung der Beziehungen mit der jeweiligen Anspruchsgruppe als auch eine breite Basis der Vergleichbarkeit der Antworten aller befragten Gruppen untereinander. Details hierzu finden sich in Kriterium 9. Aufgrund der dort beschriebenen Ergebnisse hat die Sparda-Bank München eG keinen Bedarf festgestellt, zusätzlich eine Risikoanalyse durchzuführen.