2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Aufgrund der zentralen Aufgabe der Daseinsvorsorge und Sicherstellung der Grundversorgung, ist das Umfeld, in dem sich die Unternehmen der Stadtwerke Köln bewegen, sehr vielfältig und berührt alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales). Die Stadtwerke Köln stehen in ihrer Tradition der Daseinsvorsorge in einer besonderen Verantwortung, wenn es um die Weiterentwicklung Kölns zu einer nachhaltigen Stadt geht. Stadtwerke können dies nicht allein leisten, sind aber ein besonderer Schlüssel dazu. Ihr Verständnis von Nachhaltigkeit orientiert sich dabei an den Zielen der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“, welche von den Vereinten Nationen im September 2015 verabschiedet wurden. Zu diesen insgesamt 17 globalen Nachhaltigkeitszielen hat sich im September 2017 ebenfalls der Rat der Stadt Köln in einer Resolution bekannt.

Der SWK-Konzern unterstützt die wachsende Stadt Köln, indem sie mit der Pflege und dem Ausbau von technischen Infrastrukturen sowie mit innovativen Dienstleistungen und Produkten wichtige Beiträge zur Zukunftsfähigkeit der Stadt Köln leistet. Zu den Herausforderungen, die die Stadt und auch die Stadtwerke Kölns beschäftigen, gehören unter anderem der Klimawandel, die wachsenden Umweltbelastungen, die Endlichkeit von Ressourcen sowie der demografische Wandel. Die Stadtwerke Köln nehmen diese Herausforderungen an und beschäftigen sich mit der Entwicklung tragfähiger und nachhaltiger Zukunftslösungen, um ihr unternehmerisches Handeln entsprechend auszurichten und die sich daraus ergebenen Chancen zu nutzen.

Die Unternehmen der Stadtwerke Köln haben im Rahmen eines intensiven internen Prozesses 2018 und 2019 ein einheitliches Grundverständnis von Nachhaltigkeit und darauf aufbauend eine konzernübergreifende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt (vgl. Kriterium 1. Strategische Analyse und Maßnahmen sowie für weiterführende Informationen zur Strategie und den Zielen Kriterium 3. Ziele). Dabei haben sich die Unternehmen des SWK-Konzerns an den internationalen UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals = SDGs) orientiert und die in der untenstehenden Grafik in Farbe hervorgehobenen elf Nachhaltigkeitsziele als besonders wesentlich für den Stadtwerke Köln Konzern ermittelt.



Entsprechend der Branchenvielfalt der Konzerngesellschaften und der Unterschiedlichkeit ihrer Geschäftsfelder setzen die Unternehmen daher sowohl im Betrieb als auch bei ihren Produkten und Dienstleistungen unterschiedliche Akzente.

Dies sind im Bereich Ökonomie vor allem die Sicherung der Lebensqualität durch Schaffung kostengünstiger Angebote der Daseinsvorsorge, der Erhalt der Wirtschaftlichkeit der Unternehmen, der Unterhalt und die zukunftsfähige Entwicklung ihrer betrieblichen Anlagen, die Sicherung von Qualität und Effizienz am Standort und die Ausweitung ihrer Dienstleistungen.

Im Bereich Ökologie sind für die SWK-Unternehmen insbesondere Themen wie die Reduktion von CO2 und weiteren Luftschadstoffemissionen, die Erhöhung der Energieeffizienz und die Schonung von Ressourcen bedeutsam. Weitere Schwerpunktthemen sind nachhaltige Logistik, Abfallvermeidung und nachhaltige Abfallverwertung. Neben der Versorgungssicherheit liegt der Fokus außerdem auf dem Ausbau des Fernwärmenetzes und der Erneuerbaren Energien, das Angebot von Energiedienstleistungen (insbesondere Quartiersmanagement) und den Ausbau der E-Mobilität. Maßgebliche Akteure der Stadtwerke Köln mit konkreten Programmen sind die RheinEnergie, die KVB, die HGK sowie die AWB und die AVG Köln.

Im Zentrum des Bereichs Gesellschaft/Soziales stehen im Wesentlichen der Erhalt attraktiver und zukunftsfähiger Arbeits- und Ausbildungsplätze, die Qualifizierung der Belegschaften, Frauenförderung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das Gesundheitsmanagement. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Engagement für das Gemeinwohl, insbesondere durch die Tätigkeit der RheinEnergieStiftungen.

Die wesentlichen externen Chancen und Risiken können in den Bereichen Politik, Gesetzgebung sowie Markt und Wettbewerb identifiziert werden. Im Zuge klimapolitischer Anpassungen sowohl auf europäischer als auch auf Bundesebene sind vor allem die Geschäftsfelder Energie und Wasser betroffen. Aber auch der Hafen- und Güterverkehr sieht sich mit weiteren Forderungen für einen umwelt- und klimafreundlichen Schienengüterverkehr konfrontiert.

Weitere Informationen über Chancen und Risiken sowie über die Wesentlichkeit erhalten Sie im Geschäftsbericht 2020 (S. 47-52) sowie im Nachhaltigkeitsbericht 2020 (S. 27-28) der Stadtwerke Köln GmbH unter: https://www.stadtwerkekoeln.de/service/downloadcenter/