2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Als öffentlich-rechtliche und kommunal getragene Einrichtung sind wir ein wesentlicher Stabilitätsanker am deutschen Finanzplatz. Unser Geschäftsmodell fördert den regionalen Wirtschaftskreislauf, strebt keine Rendite um jeden Preis an und vermeidet deshalb grundsätzlich übermäßige Risiken. Kapital, das uns Kunden anvertrauen, geben wir in vollem Umfang an Kreditnehmer weiter. So verwirklichen wir unsere Vorstellung eines nachhaltigen Finanzwesens, das sich ganz nah an der Realwirtschaft orientiert.

 

Als Finanzdienstleister ermöglichen wir allen Bürgerinnen und Bürgern – unabhängig von ihrer Finanzkraft – die Teilnahme am Wirtschaftsleben. Wir fördern das Spar – und Vorsorgeverhalten, vor allem im Hinblick auf die Altersvorsorge. Außerdem verstehen wir uns als Partner für die Energiewende. Indem wir mittelständische Unternehmen, Eigenheimbesitzer und Gemeinden informieren und beraten, ihre Investitionen finanzieren und ihnen Fördermittel vermitteln, tragen wir dazu bei, dass Energiesparen und Klimaschutz auf breiter Basis umgesetzt wird. Dabei gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran.

 

Einmal jährlich führen wir eine Umfeld- und Unternehmensanalyse durch und fertigen ein Stärken-/Schwächenprofil mit Aussagen zu Risiken und Chancen an. Darin wird auch die steigende Bedeutung des nachhaltigen, sozialen und ökologisch orientierten Banking behandelt. Werte und Ethik in der Beratung gewinnen an Bedeutung. Weiterhin finden sich unter anderem folgende gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen wider, die wesentlichen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben:

 

Regulatorik: Als Finanzdienstleister sind wir kontinuierlich mit neuen Gesetzen, Regelungen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen konfrontiert. Dies führt bankenintern zu zunehmender Komplexität und höheren Risiken, ist mit höheren Aufwänden und Kosten verbunden und wirkt sich belastend auf unsere Ertragssituation aus. Häufig zielen solche Vorschriften auf höheren Verbraucherschutz und können – bei guter Umsetzung – die Offenheit und Transparenz in der Kundenberatung erhöhen und dadurch Vertrauen schaffen.

 

Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank: Die anhaltende Phase historisch niedriger Zinsen wirkt sich negativ auf das Sparverhalten und damit langfristig auch negativ auf die Altersvorsorge der breiten Bevölkerung aus.

 

Demographischer Wandel und Wandel in der Arbeitswelt: In Bezug auf Mitarbeiter sehen wir hier die Herausforderungen, ausreichend qualifizierten Nachwuchs für uns zu gewinnen und die bestehende Belegschaft auf flexible und interaktive Arbeitsstrukturen einzustimmen. Gefragt sind eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern. In Bezug auf Kunden beobachten wir eine allgemein schwindende Loyalität gegenüber Finanzdienstleistern. Darüber hinaus müssen wir uns auf eine langfristige abnehmende Kundenbasis einstellen, die zudem davon geprägt sein wird, dass Einkommen und Vermögen innerhalb unserer Gesellschaft zunehmend ungleicher verteilt sind.

 

Digitalisierung: Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft und die Bankenstruktur – und das in rasantem Tempo. Wir sehen uns konfrontiert mit einem veränderten Kommunikationsverhalten, veränderter Nachfrage nach unseren Kontaktangeboten und mit neuen Wettbewerbern.