2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit der Leicher Engineering werden mit den bereits genannten Handlungsmaximen dargestellt:

Ökonomie:
 
Die 150-jährige Firmengeschichte soll auch zukünftig nachhaltig fortgeführt werden.
Ein langfristiges Wachstum unter Berücksichtigung eines vertretbaren Risikos ist fester Bestandteil des Managementansatzes.

Mit Hilfe unserer innovativen Entwicklungen sorgen wir für einen nachhaltigen Kundennutzen in Industrie und Montage. Dabei verfolgen wir stets das Ziel, mit unseren Aktivitäten unsere Kunden zu begeistern.

Mit Hilfe von PDCA - Plan Do Check Act entwickeln wir unsere Prozesse stetig weiter und sichern einen hohen Qualitätsanspruch.

Ökologie:

Am Unternehmensstandort werden energieeffiziente Geräte und Anlagen eingesetzt.
Alle Arbeitsplätze sind mit mindestens zwei Bildschirmen ausgestattet, um den Papierverbrauch auf einem weiterhin geringen Niveau zu halten.

Alle Besprechungsräume sind mit modernen Kommunikationsmitteln ausgestattet, sodass Meetings vollumfänglich digital abgehalten werden.

Eine klare Strategie zur Digitalisierung und zum Umgang mit Dokumenten unterstützt bei der effizienten und ortsunabhängigen Teamarbeit und wirkt positiv auf die Ökologie.

Die Quote von Hybridfahrzeugen im eigenen Fuhrpark nimmt stetig zu. (Im Berichtsjahr betrug diese >30%) Ein für Mitarbeiter und Stakeholder kostenloses Laden am Unternehmensstandort wird angeboten.

Die Freiflächen am Standort wurden naturnah angelegt. Das fördert den Erhalt der Artenvielfalt und gibt den 120.000 Honigbienen einen angemessenen Lebensraum. Der Honig wird kostenfrei unseren Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Die Abfalltrennung am Standort erfolgt nach 13 definierten Abfallfraktionen.

Leicher Engineering hat nahezu keinen Einfluss auf den Einsatz der mechanischen Bauteile und mehrteilige Baugruppen, da diese Bestandteil unterschiedlicher Kundenlösungen/ -produkten sind und oftmals nur einen kleinen Anteil am Gesamtprodukt darstellen.

Allerdings soll die deutliche Optimierung des Bestehenden oder auch die vollumfängliche Neuentwicklung des mechanischen Bauteils oder mehrteiligen Baugruppe einen positiven Effekt zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Kunden beitragen.

Bspw. können alternative Herstellverfahren, optimierte Logistiklösungen und umweltfreundliche Verpackungen einen positiven Effekt bei dem Handlungsmaxim Ökologie bewirken.
In der softwarebasierten Prozesslandschaft der Leicher Engineering sind entsprechende Prozesse gekennzeichnet und Anforderungen der ökologischen Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Die Herstellung der mechanischen Bauteile und mehrteiligen Baugruppen erfolgt ausschließlich bei von Leicher Engineering auditierten Herstellerwerken. In den Auditberichten werden auch Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt und entsprechende Empfehlungen bzw. Maßnahmen an die Hersteller genannt. Das Nachhaltigkeitsmanagement ermöglicht so, dass auch ein betriebsübergreifender positiver Effekt in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit stattfindet.

Soziale Verantwortung:

Leicher Engineering übernimmt nicht nur Verantwortung  für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für die Gesellschaft und künftigen Generationen.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement sorgt für das Wohl der Mitarbeiter.
Insbesondere das Pilotprojekt Vertrauensarbeitszeit ohne Kernarbeitszeit und Urlaub auf Vertrauen soll die Vereinbarkeit von Beruf- und Familie deutlich positiv unterstützen.

Die Ausbildungsquote beträgt jährlich ca. 10% und soll einem Fachkräftemangel entgegenwirken.
Eine Vielzahl der Arbeitsplätze wurde mit dem active office Konzept gestaltet.
Es beinhaltet zwei höhenverstellbare Schreibtische mit einem Tracker der Sitz- bzw. Stehaktivität, einer Stehmatte und einem Swopper Stuhl. Jedem Mitarbeiter stehen min. 3 Bildschirme, zwei Tastaturen und zwei Mäuse zur Verfügung. Nach einer selbst definierten Zeit wird der Mitarbeiter durch ein Leuchtmittel erinnert, den Arbeitstisch zu wechseln.

Die aktive Zusammenarbeit mit lokalen Inklusionsbetrieben, gezielte Spendenleistungen und ein geltender Code of Conduct wirken zudem positiv.

Aufgrund der Corona Pandemie muss ein wesentlicher Fokus in diesem Berichtsjahr auf die Berichtserstattung von den Aktivitäten und Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gelegt werden.

Bereits im Februar wurde ein Krisenstab benannt. Dieser hat sich fortlaufend beraten und Aktivitäten zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter abgeleitet. Die bereits in den vorangegangenen Jahren umgesetzte Digitalisierungsstrategie hat positiv gewirkt, sodass alle Mitarbeiter, bei denen es die Arbeitsaufgabe zugelassen hat, kurzfristig mobil arbeiten konnten.

In laufend an das Pandemiegeschehen angepassten betrieblichen Regelungen zum Umgang mit Corona wurden die Hygiene- und Sicherheitsstandards fortlaufend angepasst.

Alle Aktivitäten haben sichergestellt, dass sich kein Mitarbeiter im Berichtsjahr mit dem Coronavirus am Standort infiziert hat.


Leicher Engineering hat eine Wesentlichkeitsmatrix im Bereich Nachhaltigkeit im Einsatz. In dieser werden die nachhaltigen Aktivitäten der Leicher Engineering der Relevanz für Stakeholder und der Relevanz für Leicher Engineering zugeordnet. Die Chancen und Risiken, die sich im Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten ergeben, werden im Zuge des betrieblichen Risikomanagements ermittelt und beschrieben.
Übergeordnet kann zu den Chancen- und Risiken angegeben werden, dass nachhaltige Leistungen eines Unternehmens stets mit dem Geschäftsmodell in einen Einklang gebracht werden müssen. Risiken müssen erkannt, bewertet und im besten Fall zu Chancen transformiert werden. Oftmals ist eine pauschale Bewertung eines Risikos nicht möglich. Vielmehr muss es gelingen, dieses qualitativ und quantitativ zu bewerten. Die Dokumentation der Chancen- und Risiken erfolgt mittels der internen Risiko-Identifikations-Matrix. Das Dokument ist Bestandteil des jährlichen Überwachungsaudits nach ISO 14001. 
Die interne Nachhaltigkeits-FMEA unterstützt bei der Identifikation von risikomindernden Maßnahmen.

Es sind keine außergewönlichen Besonderheiten im ökologischen, sozioökonomischen und politischen Umfeld bekannt, die über eine Geschäftstätigkeit im internationalen Handel hinausgehen.