2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die PD hat Nachhaltigkeit im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses in ihr Leitbild aufgenommen. Der Anspruch an unsere Beratungstätigkeit ist u.a.: "Wir begleiten die Anliegen unserer öffentlichen Auftraggeber von Anfang an mit nachhaltigen und umsetzbaren Lösungsvorschlägen." sowie "Nachhaltigkeit definieren wir nicht nur für unsere Beratungsarbeit, sondern auch als Anspruch für unsere Arbeits- und Rahmenbedingungen (wie z.B. Work-Life-Balance)." Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung stehen als Dach über unseren Aktivitäten.

Unsere strategische Beratung bietet die Chance zu wirksamer Verwaltungsmodernisierung und der Berücksichtigung und Implementierung umweltfreundlicher Aspekte bei Infrastrukturvorhaben. Insbesondere bei wesentlichen tiefgreifenden Veränderungsprozessen wie etwa dem demografischen Wandel, der fortschreitenden Digitalisierung oder der Energiewende sehen wir in unserer Beratungstätigkeit die Chance positive Veränderungen für die öffentliche Verwaltung zu erzielen. Ziel ist es, dass die öffentliche Hand ihre Aufgaben wirtschaftlich und für noch spätere Generationen nachhaltig erfüllen kann. Wir sehen uns unter anderem der Digitalen Agenda 2014 – 2017 der Bundesregierung verpflichtet, welche durchgängige, elektronisch vernetzte und vor allem medienbruchfreie Prozessketten zwischen allen Verfahrensbeteiligten vorsieht. Hierfür ist eine flächendeckende Digitalisierung der Verwaltung die Voraussetzung.

Ein Beispiel für die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen: In Brandenburg haben der Landkreis Dahme-Spreewald, die Gemeinde Eichwalde sowie die Städte Königs Wusterhausen, Lübben (Spreewald) und Wildau ein gemeinsames Modellprojekt gestartet, um die E-Rechnung einzuführen. Die PD hat dieses Vorhaben begleitet und dafür einen Handlungsleitfaden erstellt, der auch anderen Kommunen durch einen praxisorientierten Einstieg in das Thema E-Rechnung und ein Vorgehensmodell zur Einführung eines elektronischen Workflows für die E-Rechnungsverarbeitung einen greifbaren Mehrwert liefert und eine Hebelwirkung erzeugt.

Bei der wirtschaftlichen Beratung und Projektsteuerung großer Hochbauprojekte zielt die Beratung der PD auf nachhaltige Baustandards ab. Wir verfolgen einen gesamtheitlichen Lebenszyklusansatz, der den Energie- und Wasserverbrauch über Jahrzehnte des Betriebs berücksichtigt und den Einsatz ressourcenschonender, innovativer Technologien forciert. So wurde der von uns beratene Neubau des Berliner Dienstsitzes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit dem Nachhaltigkeitszertifikat in Gold nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) ausgezeichnet.

Unser Auftrag besteht in einer unabhängigen, fachlich-fundierten und wirkungsorientierten Beratung für unsere Kunden. Nicht wirtschaftliche und nicht nachhaltige Projekte raten wir unseren Kunden konsequent ab.
 
Regelmäßig spiegeln Grundlagenarbeiten zu den Themen Energieeffizienz, Elektromobilität sowie moderner Partnerschaftsmodelle im Gesundheitswesen die Bedeutung des Themas im Beratungsportfolio wider. Unsere Berater greifen Themen auf, die die öffentliche Verwaltung bewegen, und veröffentlichen dazu Fachpressebeiträge in verschiedenen Zeitschriften sowie im PD-eigenen, monatlich erscheinenden Newsletter "Blickpunkt PD", welche auch eine Verwertbarkeit für die öffentliche Verwaltung bieten.

Den Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf die Umwelt sind wir uns bewusst. Als bundesweit agierendes Beratungsunternehmen mit Sitz in Berlin bedingt die Geschäftstätigkeit einige unvermeidbare Belastungseffekte für Mitarbeiter und Umwelt. Wir gehen diese gezielt über Nachhaltigkeitsmaßnahmen an, um positive soziale und ökologische Folgewirkungen zu erreichen. So hat die PD u.a. ein betriebliches Gesundheitsmanagement (s. Kriterium 15) eingeführt, um Erkrankungen vorzubeugen und eine schnelle Regeneration der Mitarbeiter zu fördern.

Das ökologische Risiko, das von unserer Tätigkeit als Beratungsunternehmen ausgeht, ist maßgeblich das Reisen zum Kunden und die damit verbundenen CO2-Emissionen. Hierzu war es eine wesentliche Entscheidung in 2017, im kommenden Jahr eine Betriebsstätte in Düsseldorf zu eröffnen. Diese bietet die wesentliche Chance, die Kundennähe zu erhöhen und die Reisetätigkeit der Berater zu reduzieren. Alle Mitarbeiter sind angehalten, bei Beratungsterminen am Dienstort des Kunden wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sofern abzusehen ist, dass sich für die Projektbearbeitung eine BahnCard amortisiert, schafft die PD diese für die Mitarbeiter an. Darüber hinaus sollen kurze Absprachen per Video- oder Telefonkonferenz abgehalten werden, um die Reisetätigkeit zu verringern. Für einen ressourcenschonenden Bürobetrieb arbeitet die PD mit einer modernen IT-Infrastruktur. Dabei ermöglicht beispielsweise die Nutzung eines softwaregestützten Dokumentenablagesystems, den Verbrauch an Ressourcen wie Strom und Papier zu verringern (Leistungsindikatoren zu dem Kriterium 11 und 12).