2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

In unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir wesentliche Einflussbereiche im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung definiert.

Nachhaltigkeit in der pädagogischen Arbeit

Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung in die bestehenden Bildungsangebote

Der KJR nimmt als breit aufgestellter Bildungs- und Betreuungsanbieter und als größter freier Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in München sowie als Arbeitsgemeinschaft der Münchner Kinder- und Jugendverbände eine bedeutende Rolle im kommunalen Geschehen ein. Die Kinder- und Jugendzeit wird bei vielen der Münchner Kinder und Jugendlichen durch das Alltagserleben in Einrichtungen des KJR beeinflusst. Im Durschnitt besuchen pro Tag rund 250 Kinder und Jugendliche unsere Freizeitstätten und knapp 760 Kinder werden täglich in unseren KiTaE’s betreut. Die pädagogische Arbeit des KJR hat damit Einfluss auf Einstellungen bzgl. Nachhaltigkeitsaspekten, den Umgang mit natürlichen Ressourcen, mit Geld, aber auch im Umgang mit dem Gemeinwohl und untereinander. In seinem Kerngeschäft, der praktischen Kinder- und Jugendarbeit, kann der KJR München-Stadt daher eine große Hebelwirkung erzielen. Er möchte sein pädagogisches Angebot daher so konzipieren, dass bei Kinder und Jugendliche Impulse gesetzt werden, die es ihnen ermöglichen, ihr Verhalten zu reflektieren und neu auszurichten. Sie sollen dabei unterstützt werden, ökologische, ökonomische und soziale Folgenabschätzungen zu treffen und dementsprechend verantwortlich zu agieren.

Nachhaltigkeit im Betrieb

Querschnittliche Umsetzung und Sichtbarmachung von Nachhaltigkeit im (Berufs-)Alltag.

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KJR erleben das Thema Nachhaltigkeit zum einen als Querschnittsthema, zum anderen als Worthülse. Mit dem Ziel, das Thema positiv zu besetzen, soll es mit Leben gefüllt, konkret und greifbar gemacht werden. Als „gelebte Haltung“ soll Nachhaltigkeit im Alltag umgesetzt und abgebildet werden und die Vorbildfunktion der Pädagoginnen und Pädagogen in den jeweiligen Einrichtungen für eine Revitalisierung des Konzepts genutzt werden.

Minimierung des Ressourcenverbrauchs und der negativen Umwelteinflüsse

Mit seinen 49 Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und 8 KiTaE’s nebst der Geschäftsstelle betreibt der KJR eine Vielzahl von mittleren bis großen öffentlichen Gebäuden, in der etwa hunderte Personen täglich ihren beruflichen oder privaten Alltag verbringen. Somit bleibt die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und der negativen Umwelteinflüsse beispielsweise in den Bereichen Wasser- und Energieverbrauch aber auch bei der Beschaffung von Lebensmitteln und anderen Verbrauchsmaterialien ein wichtiges Handlungsfeld.

Personalentwicklung

Im Bereich der Personalentwicklung sind die individuelle Förderung und der Gesundheitsschutz zwei Aspekte zur Förderung der sozialen Nachhaltigkeit im KJR.

Lobbyarbeit

Der KJR kann durch Lobbyarbeit in Verbänden und Netzwerken Impulse für das Thema Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung setzen. Der KJR ist ein gut vernetzter Dachverband und in das lokale Geschehen eng eingebundener Akteur. Seine Beziehungen und Wirkungskreise kann er nutzen, um auch andere Institutionen hinsichtlich eines entsprechenden Bildungsangebots und einer nachhaltigen Arbeits- und Organisationsweise zu beeinflussen.