2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Nachhaltigkeit spielt für die Geschäftstätigkeit von DEKRA eine zentrale Rolle. Als Unternehmen profitieren wir von einer nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft sowie einem dadurch stabileren und sichereren Marktumfeld. Unsere Tätigkeitsschwerpunkte sind zudem eng mit Nachhaltigkeit verbunden. Mit unseren Dienstleistungen haben wir den Anspruch, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten: Wir fördern Nachhaltigkeit und Sicherheit in allen Lebensbereichen und bieten Expertendienstleistungen u.a. in den Bereichen Verkehrssicherheit, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Aus- und Weiterbildung sowie Umwelt- und Energiemanagement an.


Entlang unserer sechs zentralen Nachhaltigkeitsgrundsätze (Verantwortungsbewusste Unternehmensführung, Wertschöpfung, Innovation & Zukunftsfähigkeit, Mitarbeiter, Umwelt sowie Gesellschaft & Sicherheit) sowie unserer strategischen Handlungsbereiche (Umwelt & Klima, Mitarbeiter & Gesellschaft, Management & Governance, Liefer- & Wertschöpfungskette) arbeiten wir systematisch daran, einen Beitrag zu einer Nachhaltigen Entwicklung entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette zu leisten.


Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten führen wir unter der Berücksichtigung interner und externer Anforderungen durch. Dabei spielt die aktive Einbeziehung unserer Stakeholder eine wichtige Rolle. Durch Stakeholder-Befragungen unserer wichtigsten Anspruchsgruppen (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, politische Vertreter, Verbände, Wettbewerber, Wissenschaft und Forschung, Zivilgesellschaft/NGOs, Sonstige)  überprüfen und erweitern wir die Schwerpunkte unseres Nachhaltigkeitsmanagements gemäß der Relevanz der Handlungsfelder und der externen Auswirkungen (vgl. 9. Beteiligung von Anspruchsgruppen). Mitarbeiter, Kunden und andere Stakeholder spiegeln uns zudem stetig und proaktiv ihre Erwartungen wider.


Für uns haben sowohl ökonomische, als auch soziale und ökologische Nachhaltigkeitsaspekte eine große Bedeutung. Wesentlichkeit heißt für uns, unseren Fokus im Bereich Nachhaltigkeit zum einen dort zu setzen, wo wir die größten positiven und negativen Auswirkungen auf eine Nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft und auf unsere Stakeholder haben. Zum anderen dort, wo diesbezügliche Entwicklungen unsere Geschäftstätigkeiten in Bezug auf Chancen und Risiken am stärksten beeinflussen und für unsere Stakeholder und ihre Entscheidungen eine hohe Relevanz haben.


Auch als Dienstleistungsunternehmen verbrauchen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeiten Ressourcen (z.B. Energiebedarf für Büro-, Labor- und Prüfhallenbetrieb) und verursachen Emissionen (z.B. reisebedingte Treibhausgasemissionen). Außerdem haben wir eine besondere Verantwortung für unsere Mitarbeiter, deren interdisziplinäre Expertise unser Geschäftsmodell ausmacht. Zudem beziehen wir Produkte und Dienstleistungen von Lieferanten und arbeiten gemeinsam mit Kunden und anderen Partnern an Nachhaltigkeitsprojekten.


Wesentliche Themen sind für uns unter anderem CO2-Emissionen (durch Mobilität und Energieverbrauch), Energieeffizienz (Büros, Labore, Prüfhallen), Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeiterengagement, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Partnerschaften und Initiativen für Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit im Einkauf sowie nachhaltigkeitsbezogene Dienstleistungen und Lösungen. Es ergeben sich für uns Herausforderungen und Risiken im Kontext von Nachhaltigkeit, wenn z.B. Auswirkungen des Klimawandels oder sozialer Ungleichheit unsere Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Zudem stellen wir uns konkreten Herausforderungen in Bezug auf unsere Tätigkeiten – wie indirekten Klimaauswirkungen durch Geschäftsreisen – und arbeiten daran, diese zu minimieren und innovative Lösungen zu entwickeln.


Nachhaltigkeit ist für uns aber vor allem ein großes Potenzial und eine Chance. Durch Verantwortungsübernahme für Nachhaltigkeit können wir die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in DEKRA als Unternehmen und Marke maßgeblich unterstützen und intern zur Prozess- und Ressourcenoptimierung beitragen. So ist Nachhaltigkeit für uns weiterhin ein Wettbewerbsvorteil und ein integraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Die Chancen des wachsenden Marktes für nachhaltigkeitsbezogene Dienstleistungen aus dem TIC-Bereich (Testing, Inspection, Certification) sind für uns angesichts bereits bestehender Angebote und vorhandener Expertise im Besonderen gegeben. Das Potenzial für das „Geschäftsmodell Nachhaltigkeit“ mit Beratungs-, Prüf-, Zertifizierungs- und Audit-Dienstleistungen in den Bereichen Umwelt, Energie, Klima, soziale Standards, Lieferkettenkontrolle sowie Nachhaltigkeitsmanagement und -strategie werden in Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend nachgefragt. Hier können wir unsere Expertise verstärkt einbringen und zu einer Nachhaltigen Entwicklung beitragen.


Aus unserer Wesentlichkeitsanalyse und Stakeholder-Befragung (vgl. 9. Beteiligung von Anspruchsgruppen) ergeben sich die folgenden 16 wesentlichen Themenfelder:
  • CO2-Emissionen und Klimaschutz
  • Verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen und Materialien
  • Energieeffizienz und nachhaltige Gebäude 
  • Nachhaltige Innovationen und Digitalisierung
  • Nachhaltigkeitsbezogene Dienstleistungen/ Lösungen
  • Nachhaltigkeit in Beschaffung und Lieferkettenmanagement
  • Engagement für Sicherheit und eine sichere Welt
  • Gesundheitsschutz und Sicherheit
  • Mitarbeiterentwicklung und Weiterbildung
  • Diversität, Anti-Diskriminierung, Inklusion und Chancengleichheit
  • Sozialstandards und Menschenrechte
  • Compliance, Integrität und ethisches Verhalten
  • Transparente Kommunikation und Berichterstattung zu Nachhaltigkeit
  • Neutralität und Unabhängigkeit als Expertenorganisation und Third Party
  • Engagement für Nachhaltigkeit, Partnerschaften und Initiativen
  • Einbeziehung von Anspruchsgruppen/Stakeholdern