1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Das UKE versteht sich im Bereich des Gesundheitswesens als Vorreiter für die Etablierung einer nachhaltigen Unternehmenskultur. Diese strategische Ausrichtung wird durch konkrete Zielsetzungen begleitet, die mit den Anforderungen und Zielen auf Landesebene abgestimmt sind. Maßgeblich ist der Hamburger Klimaplan, der mit dessen erster Fortschreibung vom Senat inhaltlich und methodisch weiterentwickelt wurde. Er setzt neue sektorenbezogene Klimaschutzziele für die Freie und Hansestadt Hamburg und definiert das erforderliche Maßnahmenportfolio zum Erreichen der anspruchsvollen Ziele, sowohl für den Klimaschutz als auch für die Anpassung an den Klimawandel. Das UKE versteht diese Anforderungen als Mindestzielniveau.

Verdeutlicht wird dies neben der Nachhaltigkeitsstrategie, durch das Konzernleitbild. Aufbauend auf den drei Fundamenten „Wirtschaftlichkeit und Steuerung“, „Moderne Infrastruktur“ und „Zusammenarbeit und Führung“ stehen fünf tragende Säulen, die für das UKE einen eindeutigen Kompass für die Ausrichtung von Strategie und Entwicklung darstellen. Die Aufnahme der Säule „Nachhaltiges und ökologisches Unternehmen“ erfolgte bereits im Jahr 2014 und bildet seitdem die breite Grundlage für die Stärkung ökologischer und nachhaltiger Unternehmenspolitik.



Das Thema „Nachhaltiges und ökologisches Unternehmen“ wird durch den Leitbildsatz „Unsere Ressourcen setzen wir gewissenhaft, zielführend und nachhaltig ein. Freiräume verschaffen wir uns durch wirtschaftliches Handeln“ näher fokussiert. Das UKE sieht das Thema „Nachhaltigkeit und Ökologie“ als einen wichtigen strategischen und konzeptionellen Treiber für Dynamik und Entwicklung. In den letzten Jahren wurden bereits unter dem  Label „Das grüne UKE“ zielgerichtete und gute Akzente gesetzt werden. Darüber hinaus spielen auch in anderen Bereichen Nachhaltigkeitsaspekte eine wichtige Rolle, beispielsweise im Energiemanagement, Baumanagement, in der Gastronomie oder bei der Beschaffung.

Ein wesentliches Element zur Weiterentwickung ist die im Oktober 2020 eingeführte Vorstands-Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimamanagement. Diese Stabsstelle wirkt über die Grenzen der Zentren, Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften hinweg. Die Verortung direkt beim Vorstand sichert Unabhängigkeit und eine notwendige Priorisierung der Umsetzung von Entscheidungen im Bereich der Nachhaltigkeit und dem Klimamanagement. Als themenbezogene Querschnittsfunktion stellt die Stabsstelle Netzwerkarbeit mit Projektbezug und die Konsensfindung sicher.

Die Arbeit der AG „Das grüne UKE“ mit berufsgruppen- und bereichsübergreifenden Themenfeldern zur Verbesserungen der Nachhaltigkeit am UKE wird über die Stabsstelle nahtlos fortgesetzt.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) orientiert sich bei der Zielfindung an den Sustainable Development Goals (SDGs). Diese 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sollen weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen.

Das UKE hat aus der Zielsetzung des Hamburger Klimaplans sein weiteres Vorgehen abgeleitet, mit dem Ziel bis Mitte 2021 den durch den UKE-Betrieb entstehenden CO2-Ausstoß (Corporate Carbon Footprint) zu ermitteln. Auf dieser Basis wird ein Klimaschutzplan erstellt, der konkrete Maßnahmen zur Verringerung und Kompensation des CO2-Ausstoßes und von Umweltbelastungen formuliert. Die Festlegung des erforderlichen Fortschritts und die Identifikation der jährichen CO2-Reduktionsmengen erfolgen anhand der Logik der Science Based Targets (SBTs). Diese identifizieren den Reduktionsbedarf zur Vermeidung eines globalen Klimawandels mit einem Temperaturanstieg von über 1,5 Grad Celsius. Auch der Hamburger Klimaplan orientiert sich an diesen Werten. Ab 2021 erfolgt die Bewertung der Umsetzung durch den Abgleich der jährlichen Ergebnisse mit den aus den SBTs abgeleiteten Zielen.

Ein weiteres Ziel der Nachhaltigkeitsaktivitäten im UKE ist die Steigerung der Energieeffizienz mit dem im Jahr 2015 UKE-weit eingeführten Energiemanagement-System nach DIN EN ISO 50001, das in sämtlichen Bereichen des UKE strukturell und organisatorisch verankert ist. In diesem System laufen die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zusammen. Die Festlegung und Anpassung der UKE-weiten Energiepolitik, die Weiterentwicklung des Energiecontrollings und die Einbindung der wesentlichen Verantwortlichen sind hier verankert. Zudem werden die laufenden Aktivitäten allen Mitarbeitenden des UKE-Konzerns bekannt gemacht.