1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als traditionsreiches Familienunternehmen in fünfter Generation, das seit jeher Nachhaltigkeit als das eigene Fundament begreift, sind ökologische und soziale Verträglichkeit der Produkte selbstverständlich. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie eine nachhaltige Lebensweise mehrheitsfähig werden kann. Die Überwindung des vermeintlichen Widerspruchs zwischen Ökologie und Leistungsfähigkeit von Reinigungsmitteln ist dabei das Anliegen von Werner & Mertz. Konkret bedeutet dies, mit allen wesentlichen Elementen unseres Produktes, d. h. bei Rezeptur, Verpackung und Produktionsumständen, mindestens eine Entwicklungsgeneration vor der bisherigen ökologischen Benchmark zu liegen. So wollen wir als ein Ökopionier die Marktentwicklung mit kreislauffähigen, d. h. ganzheitlich-nachhaltigen und hochleistungsfähigen Reinigungs- und Hygienelösungen forcieren, die für den Menschen und die Natur unbedenklich sind. Daher fühlen wir uns langfristigen Initiativen verpflichtet, die oftmals über unsere eigenen Marken und Sortimente hinaus neue Maßstäbe der ökologischen Machbarkeit setzen. Insbesondere sind hier unsere Recyclat-Initiative und auch die Initiative Europäische Tenside hervorzuheben. Diese Initiativen gelten nicht nur für unsere Kunden und die Gesellschaft, sondern auch für unsere Mitarbeiter. Die gelebte Nachhaltigkeit ist in unserem inhabergeführten mittelständischen Unternehmen ambitioniert – und so entwickeln unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer neue noch nachhaltigere Lösungen.

Der Nachhaltigkeitsgedanke und der hohe Stellenwert des Umweltmanagements ziehen sich bei Werner & Mertz wie ein roter Faden durch das gesamte Unternehmen. Wir haben dabei den eigenen Anspruch, stets das nachhaltigste Unternehmen unserer Branche zu sein. Wir wollen eine nachhaltige Lebensweise gesellschaftlich mehrheitsfähig machen. Als Lernende Organisation sind wir in der Lage, den sich ständig verändernden Marktanforderungen durch geeignete Anpassungen im Inneren unseres Unternehmens zu begegnen. Dies gilt auch für die Strategieentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit. Wir lernen und entwickeln uns ständig weiter, indem wir einerseits auf vorhandenen Stärken aufbauen und andererseits so flexibel sind, dass die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen ständig optimiert werden können.  

Im vergangenen Jahr haben wir in einem Strategieprozess unsere vielen Maßnahmen und Aktivitäten, an denen die nachhaltige Ausrichtung von Werner & Mertz deutlich wird, zusammengetragen, gebündelt und bewertet. Dabei haben wir uns an den Berichtsstandards der Global Reporting Initiative (GRI) und des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) orientiert. In mehreren Meetings des Nachhaltigkeitsteams und unter Einbezug verschiedenster Fachabteilungen  haben wir daraus strategische Handlungsfelder abgeleitet.  

Die wesentlichen Handlungsfelder der Werner & Mertz Gruppe inklusive der wichtigsten Themen in den Handlungsfeldern lauten:

1. Integrität & Verantwortung
Nachhaltigkeitsaspekte leiten uns in unserer Geschäftstätigkeit. Integres Handeln ist dabei  selbstverständlich und unerlässlich. Das gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Den hohen Stellenwert von Nachhaltigkeit erwartet Werner & Mertz auch von seinen Partnern. Unseren Nachhaltigkeitsanspruch geben wir über einen umfassenden Lieferantenkodex auch in die Wertschöpfungskette weiter. So wollen wir nachhaltige Wertschöpfung und Lebensweisen durch die Einbindung unserer Partner weiter stärken.   

2. Produkte & Kunden
Unsere größte Marketingleistung gegenüber unseren Kunden ist die „Demokratisierung der Nachhaltigkeit“. Uns ist es gelungen, technisch-komplexe Nachhaltigkeits-Konzepte so positiv und glaubwürdig beim Verbraucher zu platzieren, dass er Freude an der Verwendung dieser Produkte hat. Die sogenannte Entkopplung von der Verzichtswahrnehmung sehen wir dabei als Schlüssel, um nachhaltigen Konsum mehrheitsfähig zu machen.   Um gerade auch die jungen Lebenswelten besonders stark mit einzubeziehen, haben wir langfristige Nachhaltigkeits-Initiativen bei besonders relevanten Umweltherausforderungen so weit vorangetrieben, dass Nachhaltigkeit nicht nur konkret erlebbar wird, sondern auch ein hoher vertrauensspendender Umsetzungsvorsprung im Markt erreicht wurde. Diese Initiativfelder sind: europäische Tenside und maximales Kunststoffrecycling.    

3. Produktion & Umwelt
Zu einer nachhaltigen Lebensweise gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen. Daher ist die Maxime in unseren EMAS validierten Produktionsstätten immer „die richtigen Dinge richtig tun“. Durch den ressourcenschonenden Einsatz von Rohstoffen wird das Maximum an Wirkung erzielt, so dass die Umwelt – lokal, aber auch global – durch unsere Geschäftstätigkeit im Gleichgewicht bleiben kann. Wo immer möglich, schließen wir Kreisläufe.  Hochwertiges Qualitätsmanagement und -Sicherung sind für uns unerlässlich, um mögliche negative Auswirkungen zu verhindern und Störfälle zu vermeiden.  

4. Kultur & Mitarbeiter
Nachhaltiges Denken und Handeln steht im Mittelpunkt unserer Unternehmenskultur. Wir messen all unsere Entscheidungen an dem Primat der Nachhaltigkeit und fördern nachhaltige Ideen, ohne Angst vor behebbaren Fehlern zu haben. Diese Haltung prägt nicht nur unsere Beziehungen und unser Miteinander, sie zeigt auch unsere ganzheitliche Sicht auf den einzelnen Menschen. Daher fördern wir jeden Mitarbeiter individuell nach seinen speziellen Bedürfnissen und Fähigkeiten. So werden unsere Mitarbeiter zu Botschaftern für Nachhaltigkeit.

5. Engagement & Gesellschaft
Wir wollen eine nachhaltige Lebensweise mehrheitsfähig machen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Lösung von drängenden Umweltproblemen – wie der Vermüllung unserer Meere – leisten. Das erreichen wir unter anderem durch eine Open Innovation Strategie, bei der wir über die Grenzen unserer Marken und unseres Unternehmens hinaus Umweltinnovationen anderen Marktteilnehmern in der Gesellschaft zugänglich machen. Die Optimierung des positiven Gesamtbeitrags für die Umwelt wird nach unserer Überzeugung vertrauensschaffend erreicht, wenn die von uns präferierten Lösungskonzepte zwei Kriterien erfüllen: 1. Konsequente Ausrichtung an der ‚wissenschaftlichen Mehrheitsmeinung‘ statt an Brancheninteressen. 2. Weitgehende dauerhafte Zumutbarkeit für den/die Durchschnittskonsument/in durch plausible Entkopplung von der Verzichtswahrnehmung.  

Darüber hinaus haben wir in jedem Handlungsfeld wesentliche Themen identifiziert, die für Werner & Mertz von besonders großer Bedeutung sind. Diese Themen beschreiben die Schwerpunkte unserer Bemühungen, auch weiterhin ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit zu sein. Um uns weiter anzutreiben und unsere Fortschritte messen zu können, haben wir hinter jedes Thema ein Ziel gelegt. Außerdem haben wir jeweils eine Messgröße und einen Zeithorizont festgelegt, in dem wir unser Ziel erreichen möchten. Die Themen, Ziele, Maßnahmen und Messgrößen sind in den Kriterien 2, 3 und 7 genauer beschrieben.

Zertifizierungen & Standards  
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie besteht aus dem Erreichen anspruchsvoller Zertifizierungen (ISO 14001, DIN EN ISO 9001:2000, ISO 50001 & AISE, IFS HPC und IFS Broker-Audit) sowie der jährlichen EMAS-Validierung aller Gesellschaften an beiden Standorten. EMAS gilt als das anspruchsvollste und hochwertigste Umweltmanagementsystem, das derzeit auf dem Markt vorhanden ist. EMAS steht für das Eco-Management and Audit Scheme der Europäischen Union und ist eine Kombination von Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Darüber hinaus orientiert sich Werner & Mertz in seiner Nachhaltigkeitsstrategie an der Erfüllung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Eine genaue Ausführung zu unserem Beitrag zur Erreichung dieser Ziele findet sich in Kriterium 3.